Gemeinwohl aus Überzeugung

Sparkasse Berchtesgadener Land ist die erste zertifizierte Sparkasse in Bayern

Die Hauptakteure der Gemeinwohlberichts-Erstellung um Vorstandsvorsitzenden Helmut Grundner (Bildmitte mit Urkunde) sind stolz auf die Gemeinwohl-Zertifizierung der Sparkasse Berchtesgadener Land - hinten von links nach rechts: Werner Rottmair (Leiter Finanzen und Unternehmensplanung), Max Huber (Leiter Personal), Stefan Kudlacek (Leiter Organisation und Betrieb), Karl Thierauf (Vorstandsreferent) und Nicole Schreiner (Personalratsvorsitzende), vorne von links nach rechts: Theresia Petram (Leiterin Marketing/Vorstandsstab) und Rosa-Maria Baumgartner (stv. Leiterin Personal).
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Die Hauptakteure der Gemeinwohlberichts-Erstellung um Vorstandsvorsitzenden Helmut Grundner (Bildmitte mit Urkunde) sind stolz auf die Gemeinwohl-Zertifizierung der Sparkasse Berchtesgadener Land - hinten von links nach rechts: Werner Rottmair (Leiter Finanzen und Unternehmensplanung), Max Huber (Leiter Personal), Stefan Kudlacek (Leiter Organisation und Betrieb), Karl Thierauf (Vorstandsreferent) und Nicole Schreiner (Personalratsvorsitzende), vorne von links nach rechts: Theresia Petram (Leiterin Marketing/Vorstandsstab) und Rosa-Maria Baumgartner (stv. Leiterin Personal).

Am Anfang der Sparkassen-Idee im heutigen Landkreis stand vor über 180 Jahren der Gedanke, allen Bürgern einen Zugang zur verzinslichen Anlage von kleinem Geld bei einer Bank und die Leihe von Geld für lebensnotwendige Anschaffung zu ermöglichen. Also für das Wohl und Auskommen der Allgemeinheit und nicht nur das einer kleinen Oberschicht zu sorgen und damit die Region, in der die Menschen lebten, zu fördern.

Die Pressemitteilung der Sparkasse Berchtesgadener Land im Wortlaut:

Landkreis Berchtesgadener Land - Nicht anders, nur in anderen Maßstäben, funktioniert das Sparkassenwesen noch heute. Nur ist seit dem 20. Jahrhundert eine wichtige Komponente dazugekommen. Die Sorge um die Umwelt, die Sorge um die zukünftigen Lebensmöglichkeiten und die Sorge um die Menschen von Morgen. Kurz gesagt, die Sorge um die Nachhaltigkeit des Handelns für die Menschen von heute und morgen.

Diese Sorge wird von vielen Menschen und Unternehmen aus verschiedensten Branchen in der Region geteilt. Die Sparkasse Berchtesgadener Land hat schon früh viele Hebel in Bewegung gesetzt, da es dem Bankinstitut nur gut gehen kann, wenn es der Region, den Bürgern und den Unternehmen gut geht. Das ist die überwiegend betriebswirtschaftliche Sicht. Es gibt aber immer stärker auch die humanistische Sichtweise. Die Mitarbeiter der Sparkasse leben samt und sonders in der Region und diese Mitarbeiter vom Vorstand bis zum Auszubildenden haben oder werden Kinder haben, die zufrieden, sicher und lebenswert als die künftigen Generationen hier gedeihen und sich wohlfühlen sollen. Nicht anders wie unsere Kunden und deren Nachkommen.

Die von der Sparkasse bisher ergriffenen Maßnahmen haben eine große Bandbreite. Vom Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen bei Um- und Neubauten, ein ressourcenschonendes Energiemanagement, Schaffung von Grundlagen für das Überleben von Bienen und anderen Insekten über gesellschaftliches Engagement durch die Förderung von Vereinen und Organisationen durch die von der Sparkasse gegründeten Stiftungen, mittlerweile in Höhe von mehreren Millionen Euro, oder über die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Miet- und Eigentumsvariante und damit Linderung des Wohnungsmangels, Unterstützung der Wirtschaftsförderung im Landkreis, um auch künftig moderne Firmen mit einem entsprechenden wohnraumnahen Arbeitsplatzangebot zu gewährleisten.

Durch dieses verantwortungsvolle Handeln hat sich in der Region ein informelles Netzwerk aus gleichdenkenden und -handelnden Unternehmen herausgebildet. Durch dieses Netzwerk ist der Sparkassenvorstand auf die GWÖ gestoßen, der Gemeinwohlökonomie.

Ein Verein, der seit über zehn Jahren Unternehmen auf dem Weg zu gemeinwohlorientierten Handeln begleitet, aber auch dahingehend prüft und zertifiziert. Hier war schnell klar, dass die GWÖ die Möglichkeit bietet, die bisherigen losen Fäden zu einem konzertierten Handlungsstrang zusammenzuführen.

Gesagt, getan. Mit einem nicht unerheblichen Aufwand hat eine Arbeitsgruppe in der Sparkasse eine Gemeinwohlbilanz mit einem Umfang von 95 Seiten erarbeitet, diese von der GWÖ begutachten und zuletzt zertifizieren lassen. Nunmehr wurde dem Vorstand der Sparkasse Berchtesgadener Land nach der erfolgreichen Auditierung das Zertifikat überreicht, aus pandemischen Gründen natürlich in einer virtuellen Zeremonie.

Stolz konnte zuletzt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Helmut Grundner, im Rahmen einer digitalen Podiumsdiskussion der GWÖ das Zertifikat vor 75 teilnehmenden Personen und Unternehmen präsentieren, die Beweggründe darlegen, warum ausgerechnet eine „kapitalistische Grundinstanz“ wie eine Bank sich gemeinwohlorientiert aufstellt und auf viele interessierte Fragen der Teilnehmer aus ganz Südostbayern eingehen.

Dabei freute sich Helmut Grundner, dass die Sparkasse Berchtesgadener Land die erste Sparkasse in Bayern ist, die sich dieser gemeinwohlorientierten Überprüfung stellt, machte aber auch klar, dass das Zertifikat eine Verpflichtung und Herausforderung darstellt, sich künftig noch mehr als bisher im nachhaltigen Handeln, bei der Produktauswahl und -gestaltung und im täglichen Tun den Anforderungen der Zukunft zu stellen.

Denn auch die Seite der Kunden stellt diese Ansprüche an eine Bank, sei es in der Beratung, bei der Behandlung der Mitarbeiter oder bei der Nachhaltigkeit der Produkte, die ihnen angeboten werden. Hier sei es von großem Vorteil für Sparkasse und Kunden, ein Vorreiter zu sein, als den aktuellen Trends hinterherlaufen zu müssen. Dementsprechend liegen in der Sparkasse Berchtesgadener Land schon wieder einige Pläne auf dem Tisch, die den Gemeinwohlgedanken weitertreiben und hochhalten. Man darf schon gespannt sein.

Pressemitteilung der Sparkasse Berchtesgadener Land

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