Schwerer Kletterunfall: Mehrere Notrufe

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Landkreis - Die Bergwacht musste am Tag der Deutschen Einheit und am Samstag zu vielen Einsätzen ausrücken. Unter anderem zu einem schweren Kletterunfall in der Westwand des Hohen Gölls:

Am Freitag gegen 12.20 Uhr ging ein Notruf vom Weg zu den Königsbachalmen ein, wo ein akut intern erkrankter 53-jähriger Mann notärztliche Hilfe brauchte. Der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes und die Bergwacht Berchtesgaden versorgten den Teisendorfer und brachten ihn dann in die Kreisklinik Berchtesgaden. Gegen 14.30 Uhr musste die Bergwacht einem erschöpften Wanderer im Bereich Mitterkaseralm am Jenner helfen. Am Samstag gegen 11 Uhr rückte die Bergwacht erneut zum Jenner aus und fuhr einen 73-Jährigen mit einer leichten Kopfverletzung per Geländewagen ins Tal.

Gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf vom Zwiesel ein, wo sich eine 53-jährige Frau aus der Nähe von Bad Tölz am Fuß verletzt hatte. Die alarmierte Bergwacht Bad Reichenhall und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versorgten die Wanderin und flogen sie dann per Tau zusammen mit dem Notarzt in die Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm von dort aus den weiteren Transport zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Luftretterin der Reichenhaller Bergwacht blieb vor Ort und stieg dann mit den Begleitern der Verunfallten über den Mulisteig zur Dreiviertelstunden-Tafel ab, wo alle per Geländefahrzeug abgeholt wurden.

„Christoph 14“ musste direkt weiter zum Hohen Göll fliegen, wo eine 41-jährige Kletterin in der Westwand durch einen Steinschlag schwer an der Schulter und am Kopf verletzt worden war. In mehreren Notrufen wurden bei der Leitstelle Traunstein Hilferufe aus der Wand gemeldet. Die alarmierte Bergwacht Berchtesgaden musste in der riesigen Wand zunächst die genaue Unfallstelle lokalisieren und suchte mit Ferngläsern nach der verunfallten Frau, während „Christoph 14“ von Bad Reichenhall zur Scharitzkehlalm flog. Eine Mannschaft stieg sofort zeitgleich in die Westwand ein, um nach der Verunfallten zu suchen. Nachdem die Seilschaft lokalisiert war, flog ein Bergretter am 40 Meter langen Rettungstau zur Einsatzstelle und holte die Münchenerin in einer so genannten Kapprettung aus der Wand. Der Pilot setzte die Frau und den Retter an der Scharitzkehlalm ab, wo der Notarzt und eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes schon auf die Patientin warteten und die medizinische Erstversorgung übernahmen. „Christoph 14“ flog die Verunfallte dann zum Klinikum Traunstein.

Gegen 19.40 Uhr ging ein Alarm für die Bergwacht Ramsau ein, da ein Wanderer mit Knieproblemen im Abstieg vom Watzmann zur Wimbachbrücke nicht mehr weiterkam.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz Berchtesgadener Land

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