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Wie sich die Einwohnerzahlen entwickeln sollen

Prognose bis 2033: Jede zweite Kommune im Berchtesgadener Land verliert Einwohner

Das Berchtesgadener Land wächst und das wird auch so bleiben. Nach jüngsten Berechnungen des Statistischen Landesamts fällt die Entwicklung in den einzelnen Kommunen aber unterschiedlich aus: sieben Kommunen sollen demnach bis 2033 schrumpfen, andere werden deutlich zulegen. Wir haben die Zahlen und Grafiken.

Landkreis Berchtesgadener Land - Das Bevölkerungswachstum im Landkreis Berchtesgadener Land setzt sich fort: Nach den jüngsten Berechnungen des Statistischen Landesamts wird bis zum Jahr 2040 ein Plus 2,5 Prozent prognostiziert. 109.000 Einwohner sollen es im Landkreis dann sein. Das entspricht der allgemeinen Tendenz in Oberbayern. Das Wachstum im Berchtesgadener Land fällt im Vergleich zu den anderen Landkreisen aber klein aus, nur dem Kreis Garmisch-Partenkirchen wird ein noch kleineres Plus vorausgesagt.

Im zuletzt veröffentlichten „Demographie-Spiegel“ prognostiziert das Statistische Landesamt jetzt auch die Entwicklung in den einzelnen Gemeinden bis 2033. Von den 15 Kommunen im Landkreis Berchtesgadener Land werden demnach acht wachsen, sieben Kommunen wird ein Schrumpfen prognostiziert. Am „Ranking“ zwischen den Orten soll sich nichts verschieben. Bad Reichenhall bleibt die größte Kommune, gefolgt von Freilassing und Ainring. Beim Blick über den Landkreis fällt aber auf, dass - mit der Ausnahme Bischofswiesen - alle Gemeinden im Süden schrumpfen sollen.

Entwicklung der Einwohnerzahlen auf Ebene der Landkreise in Bayern bis 2039.

Das größte relative Bevölkerungsplus hat nach der Berechnung bis 2033 Saaldorf-Surheim. Um vier Prozent soll sich die Einwohnerzahl dort vermehren, von jetzt 5550 auf dann 5770. Es folgen mit 2,7 Prozent die Nachbarkommune Freilassing (prognostizierte 17.750 Einwohner) und Bischofswiesen mit einem Plus von 2,5 Prozent (prognostizierte 7460 Einwohner). Sieben Kommunen werden nach der Berechnung bis 2033 dagegen an Bevölkerung verlieren: Den mit Abstand größten Verlust muss mit 11,3 Prozent Schneizlreuth hinnehmen. Auch Ainring, Bayerisch Gmain, Berchtesgaden, Marktschellenberg, Ramsau und Schönau sollen an Einwohner verlieren..

Entwicklung der Einwohnerzahlen auf Ebene der Kommunen in Südbayern bis 2033.

Das allgemeine Fazit des Statistischen Landesamts für den Freistaat: „Größere Städte und angrenzende Gemeinden werden aufgrund von Zuwanderung durch ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum und eine vergleichsweise junge Bevölkerung geprägt sein.“ Vor allem im Norden und Nordosten Bayerns wird vielen Landkreisen aber ein Bevölkerungsrückgang prognostiziert. Am stärksten sei der Landkreis Kronach in Oberfranken mit einem Minus von 11,5 Prozent betroffen. Das größte Plus gebe es im Landkreis Ebersberg mit 11,5 Prozent. In ganz Bayern steigt demnach das Durchschnittsalter von heute 43,9 Jahre auf 45,9 Jahre im Jahr 2039.

Zur Ermittlung der Bevölkerungsprognosen griff das Statistische Landesamt unter anderem auf Zahlen zu Geburtenverhalten, Sterblichkeit, Struktur der Zu- und Abwanderung über die Grenzen Bayerns sowie Binnenwanderung zwischen den bayerischen Gemeinden zurück.

Prognostizierte Einwohnerzahlen der Kommunen im Berchtesgadener Land im Jahr 2033

  • Ainring: 9780 (-0,7 Prozent gegenüber heute)
  • Anger: 4580 (+1,1 Prozent)
  • Bad Reichenhall: 18.790 (+1,4 Prozent)
  • Bayerisch Gmain: 3050 (-1,3 Prozent)
  • Berchtesgaden: 7530 (-2,2 Prozent)
  • Bischofswiesen: 7460 (+2,5 Prozent)
  • Freilassing: 17.750 (+2,7 Prozent)
  • Laufen: 7430 (+1,5 Prozent)
  • Marktschellenberg: 1690 (-4 Prozent)
  • Piding: 5580 (+2,4 Prozent)
  • Ramsau: 1610 (-5,8 Prozent)
  • Saaldorf-Surheim: 5770 (+4 Prozent)
  • Schneizlreuth: 1180 (-11,3 Prozent)
  • Schönau: 5390 (-3,7 Prozent)
  • Teisendorf: 9390 (+0,4 Prozent)

xe

Rubriklistenbild: © Bayerisches Landesamt für Statistik

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