Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Noch diese Woche neue Einstufung

Plötzlich ungeimpft: Was der neue Impfstatus für Tausende im Berchtesgadener Land bedeutet

impfstatus teilweise nur noch bis 1. Oktober gültig.
+
Ab 1. Oktober ändern sich die Regeln, wer als vollständig Corona-geimpft gilt. 

Weit über zehntausend Bürger im Berchtesgadener Land gelten bald als ungeimpft. Denn: Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz ändert sich noch diese Woche der Corona-Impfstatus. Die neue Einstufung könnte ungeahnte Folgen haben...

Landkreis Berchtesgadener Land - Die neuen Corona-Regeln lassen ab Samstag viele Einwohner im Berchtesgadener Land ohne gültigen Impfstatus zurück. Nur noch bis zum 30. September liegt nach §22a des Infektionsschutzgesetzes ein vollständiger Impfschutz vor, wenn zwei Einzelimpfungen absolviert wurden. Ab 1. Oktober fällt diese Regelung weg. Dann gilt gemäß des neuen Gesetzespakets nur noch als „vollständig geimpft“, wer mindestens eine Booster-Impfung erhalten hat. Eine Ausnahme gelte nur für diejenigen, die zweimalig geimpft und zusätzlich als genesen gelten.

Rund 14.450 Bürger im Berchtesgadener Land ab 1. Oktober offiziell „ungeimpft“

Gemäß den Zahlen aus dem Landratsamt sind rund 14.450 Bürger im Kreis Berchtesgadener Land von der neuen Regelung betroffen. Denn im Gegensatz zu den rund 67.838 Zweitimpfungen haben sich nur etwa 53.393 auch boostern lassen. Weitere 4925 haben sogar schon die zweite Auffrischungsimpfung erhalten, die aktuell von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts speziell für Menschen über 60 Jahre und für Risikogruppen empfohlen wird. Die Zahlen fürs Berchtesgadener Land stammen vom 21. September.

Vergleich der Impfquoten in Deutschland, Bayern und im Landkreis Berchtesgadener Land. Der Effekt mit mehr Zweit- als Erstimpfungen kommt im Wesentlichen dadurch zu Stande, dass Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson lange als abgeschlossene Impfung und damit als Zweitimpfungen erfasst wurden. Auch Personen, die nach überstandener COVID-19-Erkrankung eine Impfdosis erhalten haben, flossen in die Statistik der Zweitimpfungen mit ein.

Aktuell ergeben sich für nicht vollständig Geimpfte nach dem neuen Infektionsschutzgesetz zwar noch keine großen Nachteile. Das könnte sich bei steigenden Inzidenzwerte und möglichen Verschärfungen im kommenden Herbst jedoch ändern. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach soll das Gesetzespaket, das bis zum 7. April 2023 gelten soll, die Bundesregierung besser auf eine mögliche Corona-Welle vorbereiten. Das bedeutet, dass man es den Ländern ermöglichen will, zielgenau je nach pandemischer Lage genau das anzubieten, was notwendig sei.

Das neue Gesetz sieht daher vor, dass in einer ersten Stufe wieder die Maskenpflicht in Kultur-, Freizeit-, Sport- oder gastronomischen Einrichtungen eingeführt werden kann. Diese Maßnahme könnten die Länder laut dem Gesetz dann treffen, wenn durch einen besonders starken Anstieg der Inzidenzzahlen die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens oder die kritische Infrastruktur in Gefahr sind. Die Länder wären demnach aber auch befugt, vollständig Geimpfte von dieser potenziellen Maskenpflicht auszunehmen.

Jeder mit einer Booster-Impfung könnte also weiterhin ohne Maske ins Konzert oder zum Essen gehen, während alle Bürger mit nur zwei Impfungen von der Verschärfung betroffen wären. Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek beklagte bei der Vorschrift jedoch bereits, dass eine klare Definition für die verschärften Maßnahmen fehle.

xe

Kommentare