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Aktuelle Corona-Lage und Langzeitanalyse

Omikron am abebben? In diesen zehn Kommunen im BGL klettert die Inzidenz weiter

Bundesweit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz seit kurzem wieder, im Berchtesgadener Land liegt sie aber noch immer knapp unter 2000 - und in zehn der 15 Kommunen ist die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche weiter gestiegen.

Landkreis Berchtesgadener Land - Der Scheitelpunkt der „Omikron-Welle“ scheint bundesweit erreicht zu sein. Wie entwickelt sich die Lage im Berchtesgadener Land? Mit knapp 2000 ist hier die Sieben-Tage-Inzidenz noch immer deutlich über dem Bundesschnitt. Und im Vergleich zur Vorwoche steigt der Wert in zehn der 15 Kommunen im Landkreis weiter - aber: die Inzidenzen gleichen sich etwas an. Ausreißer mit Sieben-Tage-Inzidenzen über 3000, wie es vorige Woche noch in Bayerisch Gmain und der Ramsau der Fall war, gibt es keine mehr.

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in den Kommunen im Berchtesgadener Land zur Vorwoche.

Überhaupt liegen nur noch zwei Gemeinden über 2000: Bischofswiesen mit einem Wert von 2184 und Piding mit 2001. Allein in Bischofswiesen infizierten sich in den vergangenen sieben Tagen 159 weitere Menschen mit dem Coronavirus, in Piding waren es 109. Über 1900 liegen außerdem noch Saaldorf-Surheim (Inzidenz 1963/109 Neuinfektionen), Ainring (Inzidenz 1950/192 Neuinfektionen) und Ramsau (Inzidenz 1925/33 Neuinfektionen). Die deutlichsten Anstiege bei der Inzidenz haben Marktschellenberg (+794), Anger (+574), Saaldorf-Surheim (+540) und Schönau (+536). In absoluten Zahlen gab es die meisten Neuinfektionen vorige Woche in Bad Reichenhall (328) und Freilassing (317).

Corona-Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage im Berchtesgadener Land je Kommune.

Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis jetzt ausgerechnet dort, wo sie vorige Woche noch am zweithöchsten war, nämlich in Bayerisch Gmain mit 1361. Am zweitniedrigsten ist diese Woche die Sieben-Tage-Inzidenz in Berchtesgaden mit 1572. Gesunken sind die Inzidenzen im Vergleich zur Vorwoche neben Bayerisch Gmain auch in Ainring, Bad Reichenhall und Ramsau. In Bayerisch Gmain und Ramsau ging es bei der Sieben-Tage-Inzidenz sogar um weit über 1000 Punkte nach unten.

Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bad Reichenhall, Freilassing, Berchtesgaden und Laufen seit dem Jahreswechsel.

Die Zahl in einer Kommune lässt aber keinen generellen Rückschluss auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Aktuell gibt es 2769 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis. Von den 37 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten muss einer auf einer Intensivstation behandelt werden. 63,1 Prozent aller Landkreis-Bürger haben zumindest ihren Zweitstich gegen das Virus, 47,3 Prozent sind auch „geboostert“. Die neue Corona-Variante „Omikron“ gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht.

xe

Rubriklistenbild: © xe

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