Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Start der "Netzwerkstelle Hebammenversorgung"

Landkreis - Nach einjähriger Vorbereitungszeit geben die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein den Startschuss für die "Netzwerkstelle Hebammenversorgung", gefördert durch das Zukunftsprogramm Geburtshilfe des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Ziel der Netzwerkstelle ist es, die wohnortnahe Hebammenversorgung zu stärken, um den werdenden Müttern in der Bevölkerung vor, während und nach der Geburt eine gute Versorgung und Betreuung bieten zu können. "Hebammen leisten wertvolle Arbeit für junge Familien. Uns liegt am Herzen, dass alle Mütter in unseren Landkreisen die Hebammenbetreuung bekommen, die sie brauchen", so die Landräte Grabner und Walch. 40 Euro pro Geburt kommen jährlich, zunächst bis 2022, aus dem Förderprogramm des Freistaats. Davon tragen 10 Prozent die Kommunen selbst. Im Klinikum Traunstein wurden letztes Jahr 1517 Kinder geboren, im Klinikum Bad Reichenhall 613.

In einem ersten Schritt erhielten die bereits geburtshilflich tätigen Hebammen sowie Neu- und Wiedereinsteiger eine finanzielle Unterstützung aus den Fördermitteln 2018.Im letzten September entwickelten dann Landkreis- und Klinikvertreter gemeinsam mit geburtshilflich und ambulant tätigen Hebammen weitere kommunale Unterstützungsmöglichkeiten. Die Hebammen wünschten sich insbesondere eine bessere Vernetzung und wohnortnahe Fortbildungsangebote. Die aufsuchende Wochenbettbetreuung stellt besonders in Urlaubszeiten eine Herausforderung dar. Dies soll mithilfe koordinativer Unterstützung verbessert werden.

Auf diesen Grundlagen wurde die Netzwerkstelle Hebammenversorgung ins Leben gerufen. Sie unterstützt die Hebammen unter anderem durch Modelle zur Abdeckung von Versorgungsengpässen und durch die Organisation von Fortbildungen und Qualitätszirkeln. Inhaltlich und fachlich betreut wird die Stelle von Susanne Deckert, Hebamme und Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen IHK und von Sascia Strohhammer, verantwortlich für das verwaltungsorganisatorische Segment. "Wir möchten das Netzwerk von freiberuflichen Hebammen untereinander und mit den angrenzenden Institutionen und Professionen rund um die Geburt stärken", erklärte Susanne Deckert. Außerdem sei die Nachwuchsgewinnung und Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg ein wichtiges Ziel.

Der offizielle Startschuss für die Netzwerkstelle Hebammenversorgung findet am 16. Oktober 2019 in Form einer Auftaktveranstaltung statt. Teil des Programms werden die Vorstellung erster Ergebnisse und die Erarbeitung nächster Schritte in Zusammenarbeit mit den Hebammen sein.

Organisatorisch ist die Netzwerkstelle bei der KlinikPlus Medical GmbH der Kliniken Südostbayern AG angesiedelt. In Kooperation mit dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG sollen die Fortbildungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden. Die Netzwerkstelle und deren Maßnahmen werden im Rahmen des Zukunftsprogramms Geburtshilfe in Bayern durch die Regierung von Oberfranken mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gefördert. Die Umsetzung von Maßnahmen wird in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern und den Gesundheitsregionen plus der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein erfolgen, die die Stärkung der Gesundheitsversorgung vor Ort als übergeordnetes Ziel haben.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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