Was Schulen gegen Gewalt tun können

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Präventions- und Krisenmanagerin Dipl. Sozialpädagogin Petra Neubauer.

Landkreis - Mobbing, Gewalt & Amokläufe - Schulen sind ein sozialer Brennpunkt: Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hat deshalb jetzt eine Krisen- und Präventionsmanagerin.

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie ließ ihre Schulsozialarbeiterin an der Staatlichen Berufsschule Freilassing, Dipl. Sozialpädagogin Petra Neubauer, am Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement zur Krisen- und Präventionsmanagerin im System sichere Schule zertifizieren.

Das Institut hatte nach dem Amoklauf von Erfurt recht früh ein "System Sichere Schule" entwickelt. Teilnehmer, zu denen neben Lehrern Sozialarbeiter, Pädagogen, Psychologen und Beamte der Kriminalpolizei zählen, sollen hier lernen, Krisenteams an Schulen aufzubauen.

Dozenten erklären was Jugendliche zur Gewalt treibt

Die Krisenteams sollen Risiken für eine mögliche Gewalttat, damit ist Mobbing ebenso gemeint wie ein geplanter Amoklauf, wahrnehmen und so früh wie möglich eingreifen. Sie lernen, welche psychologischen Hintergründe Jugendliche zur Gewalt treiben, welche Muster allen bislang analysierten Amokläufen zugrunde liegen und wie sie im Gespräch mit auffälligen Schülern vorgehen. In vielen schulischen Situationen werden Lehrer und Schüler mit ihren Problemen alleingelassen. Solche nicht geklärten Situationen lösen vielfach Angst aus und machen die betroffenen Personen handlungsunfähig. Auch Fachleute, wie Schulpsychologen, Schulsozialarbeiter und Polizeibeamte, die aufgrund ihrer Tätigkeit mit schulischen Problemlage konfrontiert sind, wissen oft keinen Rat bzw. kommen zuwenig in Kontakt zueinander. Genau hier setzt der Präventions- und Krisenmanager System Sichere Schule an und bietet Lösungen.

Kernstück des „Präventions- & Krisenmanager“ System Sichere Schule ist die Arbeit in einem Krisenteam. Dieses interdisziplinäre Netzwerk verschiedener Berufsgruppen stellt die Grundlage zur Prävention von schwerer zielgerichteter Gewalt im schulischen Kontext dar. Als weiterer Schwerpunkte , wurde der Umgang mit gewaltbereiten Personen eingeübt, wie etwa die Gesprächsführung und wichtige Punkte zur Eigensicherung. Auch der Einsatz von neuen Medien zur Tatvorbereitung, sowie Gewaltphänomene wie „Happy Slapping“ wurden beleuchtet.

Petra Neubauer soll nun zukünftig im Auftrag des Amtes für Kinder, Jugend und Familie Ansprechpartner für Schulen des Landkreises sein, die Unterstützung in der Gestaltung ihres Krisenteams wünschen, oder auch Beratung und Begleitung in konkreten Krisensituationen benötigen.

Zu erreichen ist die Präventions- und Krisenmanagerin Dipl. Sozialpädagogin Petra Neubauer von Montag – Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und Freitag von 8 bis 12 unter der Telefonnummer 0171/3713735.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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