Knapp 1.500 Obstbäume für das Berchtesgadener Land 

Trägerverein Biosphärenregion hat erfolgreiche Pflanzaktion fortgesetzt

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Der Vorsitzende des Trägervereins Biosphärenregion Landrat Georg Grabner freut sich zusammen mit dem Verwaltungsstellenleiter der Biosphärenregion Dr. Peter Loreth (links), Robyn Rauscher von der unteren Naturschutzbehörde (2. von links), Kreisfachberater für Gartenbau Markus Putzhammer (2. von rechts) und der Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Biosphärenregion Susanne Thomas (rechts) über die gelungene 3. Biosphären-Obstbaum- Aktion.

Landkreis – Obstbäume beginnen gerade zu blühen und geben dem Landkreis sein frisches Gesicht zurück. Mit einer erneuten Pflanzaktion der Biosphärenregion Berchtesgadener Land soll das Landschaftsbild auch weiterhin erhalten bleiben.

Der Trägerverein der Biosphärenregion Berchtesgadener Land hat zum dritten Mal seine überaus erfolgreiche Pflanzaktion durchgeführt. Seit 2015 sind so exakt 1.430 Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäume im Landkreis angepflanzt worden.

Am vergangenen Samstag wurden wieder fünf Obstbäume inklusive Material an 88 Eigentümer von geeigneten Flächen zur Ergänzung, Reaktivierung beziehungsweise Neuanlage von Obstwiesen kostenlos ausgegeben.

Obstbaumwiesen als Teil der Kulturlandschaft

Trägervereinsvorsitzender und LandratGeorg Grabner zeigte sich während der Ausgabeaktion am Parkplatz des Landratsamts in Bad Reichenhall stolz: 

"Mit dieser tollen Aktion sorgt der Trägerverein in ganz erheblichem Maße dafür, dass bestehende Obstwiesen ergänzt oder aufgefrischt werden beziehungsweise neue Obstwiesen im Berchtesgadener Land angelegt werden. Obstbaumwiesen waren schon immer ein Teil unserer Kulturlandschaft, in den letzten Jahrzehnten sind aber viele Bäume aus dem Landschaftsbild verschwunden. Mein besonderer Dank gilt unseren Partnern, ohne deren Mitarbeit die Aktion nicht so erfolgreich wäre: der Verwaltungsstelle der Biosphärenregion, der unteren Naturschutzbehörde und dem Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege, dem Landschaftspflegeverband Biosphärenregion sowie dem Freistaat Bayern für die finanzielle Unterstützung mit dem LNPR-Zuschuss." 

Vorraussetzungen für Förderung:

Voraussetzung für eine Förderung ist eine geeignete Wiese im Außenbereich, für die das Einverständnis des Eigentümers vorliegt. Es müssen immer fünf Bäume in einer Gruppe eine Streuobstwiese bilden. Die Maßnahme muss freiwillig sein, Ausgleichsflächen oder ähnliches können nicht gefördert werden

Es besteht außerdem eine Zweckbindungsfrist von fünf Jahren, in denen für eine dauerhafte Erhaltung der Obstbäume zu sorgen und während der eine anderweitige Förderung (zum Beispiel durch Agrarumweltprogramme) nicht möglich ist. Geplant sind die Pflanzaktionen jährlich. Für die nächste Aktion, voraussichtlich im Frühjahr 2019, können sich Interessenten jetzt schon vormerken lassen (Kontakt im Landratsamt: Stefan Neiber, stefan.neiber@lra-bgl.de oder telefonisch unter 08651/773-519).

Hintergrundinformation: 

Das Berchtesgadener Land wurde von der Unesco aufgrund seiner besonderen Kulturlandschaft offiziell als Biosphärenregion anerkannt und in das Weltnetz der "Modellregionen für nachhaltige Entwicklung" aufgenommen. Das Prädikat Unesco-Biosphärenregion ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Es gilt für uns, unser einzigartige Natur- und Kulturerbe durch vorbildliche Wirtschafts- und Lebensweise künftigen Generationen zu erhalten.

Obstbäume passen ideal zu den Zielen der Unesco, da diese ökologisch höchst wertvollen Lebensräume durch Obst und auch Honig einen wirtschaftlichen Aspekt besitzen. Darüber hinaus prägen sie das Orts- und Landschaftsbild und tragen als traditioneller Landschaftsbestandteil zur Wahrung der regionalen Identität bei.

Pressemitteilung des Trägervereins Biosphärenregion Berchtesgadener Land e.V

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