Die Gesetzesküche der EU

Sagt die EU den Reisebüros den Kampf an?

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Landkreis - Servicewüste oder Serviceparadies? Sterben die Reisebüros, dann wird das Reisen für Leute die auf guten Service und Beratung Wert legen oder auch darauf angewiesen sind extrem schwierig. Muss das sein?

"Der derzeitige Gesetzentwurf sorgt nicht für mehr Verbraucherschutz, sondern er ist ein offener Angriff auf das im deutschsprachigen Europa verbreitete freie Reisebüro", so Klaus Brämig MdB und stellvertretender Tourismusausschußvorsitzender der CDU. Der Grund, ein neues Gesetz, dass eigentlich bereits durchgewunken schien und nun tatsächlich kurz vor der endgültigen Entscheidung steht. Wird es in Kraft gesetzt, dann kann es zukünftig für den "einfachen Vermieter" richtig teuer werden. Denn: Mit dem neuen Gesetz wird der zuvorkommende Vermieter, der seinem Gast zum Beispiel durch die Buchung von Skitickets oder Eintrittskarten einfach nur etwas Gutes tun wollte schnell einmal zur haftenden "Eventagentur". Zumindest, wenn die Zusatzleistung 25% des Übernachtungspreises übersteigt. 

Online-Petition gegen Gesetzesentwurf

Um eine Durchsetzung des Gesetzesentwurfes zu verhindern, wurde am 22.11.2016 eine Petition auf der Internetseite des deutschen Bundestages gestartet, "die von jedem der gegen diesen Bürokratiewahnsinn ist, unterzeichnet werden kann. Nach Ablauf der Petitionsfrist erreichen wir (hoffentlich) das sogenannte. „Quorum“ und danach haben wir die Gelegenheit mit den Abgeordneten in einer öffentlichen Sitzung vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu diskutieren", so Marija Linnhoff, die Vorsitzende des VUSR. 

Und ergänzt: "Hier werden wir, gestärkt von den zahlreichen Stimmen der Verbraucher, noch einmal die großen Risiken und Gefahren in der derzeitigen Gesetzesvorlage erläutern. Der nationale Gesetzesentwurf muss für alle Beteiligten noch besser und eindeutiger werden, sonst laufen wir Gefahr, dass erst über langwierige Gerichtsverfahren Rechtssicherheit entsteht. Wir dürfen in unseren Bemühungen eine deutliche Abgrenzung zwischen dem Status'Reisevermittler und Reiseveranstalter' zu erreichen, auf keinem Fall nachlassen. Es geht auch um den Erhalt einer freien und unabhängigen Beratung in Deutschland und um tausende Existenzen in Deutschland. Auch geht es bei der Petition darum die Geschlossenheit des Vertriebs aufzuzeigen. Der Politik deutlich zu machen wie viele Reisemittler es in Deutschland tatsächlich gibt. Das Idealziel wäre eine Rückgabe der Richtlinie (zur Überarbeitung) nach Brüssel."

Reisebüros und Politiker laufen Sturm

In mehr als 300 Reisebüros liegen bereits Unterschriftenlisten aus und knapp 5.000 Unterschriften wurden in der Online-Petition bisher gesammelt. Damit die Petition Erfolg hat, müssen mindestens 50.000 Stimmen erreicht werden. 

Was die hiesigen Reisebüros und Vermieter zu diesem Gesetz sagen und welche Politiker sonst noch Sturm laufen und vor allem welche Auswirkungen dieses Gesetz auf die Tourismusbranche im Berchtesgadener Land haben könnte, lesen Sie in weiteren Artikel auf BGLand24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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