Rauschtrinken bleibt aber bei Schülern Problem

Weniger junge Komasäufer im Berchtesgadener Land

Traunstein - Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen aus dem Berchtesgadener Land ist gesunken. Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem.

Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2016 32 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen* des Statistischen Landesamtes Bayern sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2015 um 22,0 Prozent. Darin sind auch Fälle enthalten, in denen junge Menschen aus dem Berchtesgadener Land in Kliniken anderer Regionen Bayerns behandelt wurden.

Im vergangenen Jahr landeten 24 Jungen und 8 Mädchen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren aus dem Berchtesgadener Land nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Michael Schneider, von der DAK-Gesundheit in Traunstein. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, damit sich die positive Entwicklung auch dauerhaft fortsetzt.“

Kampagne „bunt statt blau“

2018 Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch 2018 die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ fort. Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen der Region wurden zur Teilnahme eingeladen. Landesschirmherrin ist Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. An ihr nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 87.000 junge Künstler teil. Weitere Informationen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

Pressemitteilung DAK-Gesundheitskasse

* aus bayerischen Krankenhäusern entlassene vollstationäre 10- bis unter 20-jährige Patienten mit Wohnort im Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © DAK

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