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184.236 Menschen erlaufen 4,1 Millionen Euro - Piding stark vertreten

Viele heimische Sportler am Start: „Wings for Life World Run“ erneut ein voller Erfolg

Die Pidinger Fußballer unterstützen die Rückenmarksforschung zur Heilung von Querschnittslähmung mit ihrer Teilnahme am „Wings for Life World Run“ am 9. Mai. Exemplarisch trafen sich Initiator Michael „Mille“ Unterreiner (links) und ASV-Gesamt-Vorstand Sebastian Reiter zum Vorab-Bild.
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Wings for Life - Pidinger Kicker

Der plötzliche Sommer-Ausbruch mit 30 Grad im Schatten machte den Läuferinnen und Läufern des „Wings for Life World Run“ ordentlich zu schaffen.

Berchtesgadener Land - „Es war brutal heiß“, meinte beispielsweise Pidings Fußball-Kapitän Michael „Mille“ Unterreiner, der sich 25 Kilometer vornahm, am Ende aber laut eigenen Worten „nur“ 17,45 schaffte – freilich eine dennoch starke Leistung. Der beste ASV-Kicker war Simon Friebel mit sagenhaften 30,14 Kilometern, erlaufen im Münchner Olympiapark, vor Georg Reiter (22,43), der mit Hund Luna rund um Piding unterwegs war. Erstaunlich war einmal mehr die Leistung des ehemaligen ASV-Keepers Markus Schmidtmeier, der mit seiner Frau Klarissa (17,06 km) lief und von seinen beiden Kindern bestens betreut wurde: Ergebnis 22,23 Kilometer, etwas weniger als die 25,68 aus dem vergangenen Jahr, als weitaus angenehmere Lauf-Temperaturen herrschten.

Am weltweiten Lauf-Event nahmen diesmal 148.236 Menschen teil, die 1,7 Millionen Kilometer aufs Rennkonto brachten. In Deutschland machten 44.387 Läuferinnen und Läufer mit, 837 Rollstuhlfahrer waren dabei sowie Teams der ehemaligen Ski-Stars Felix Neureuther (2. bei den Mannschaften) und Marcel Hirscher (3.). Einzelsieger wurde zum dritten Mal der Schwede Aron Anderson mit 66,85 Kilometern im Rollstuhl, beste Dame war die Russin Nina Zarina (60,16 km). Als deutscher Sieger ließ sich David Schönherr mit 62,47 Kilometern feiern, Platz 3 weltweit. Ultraläufer Florian Neuschwander aus Inzell – 2020 Vierter, 2019 Dritter und seit 2017 immer unter den Top-Ten – platzierte sich mit 57,12 Kilometern auf einem wieder sagenhaften 7. Gesamtrang. Sein Team „Run With the Flow“ war mit 3061 Mitgliedern das größte und brachte gut 73.500 Euro an Startgeld-Spenden zusammen.

Spitzen-Triathlet Hansi Mühlbauer aus Feldkirchen kam mit seinen 46,01 Kilometern für das Newton Running Austria-Team auf Platz 79, erlaufen auf einer Schotter-Wendepunktstrecke bei Oberndorf an der Salzach. „Zwischen Kilometer 15 und 25 ging‘s mir Kreislaufmäßig nicht gut. Ich hab dann ein bisschen was getrunken und mich wieder gefangen. Es war wieder eine coole Sache“, meinte der 40-Jährige im Anschluss. Skisprung-Olympiasieger Andi Wellinger aus Weißbach schaffte 13,16 Kilometer und kühlte sich im Anschluss im nahen Fluss ab.

Für den ASV Piding – es meldeten sich auch Mitglieder anderer Abteilungen an – starteten 40 Damen und Herren, die zusammen 575 Kilometer erzielten und 1070 Euro einzahlten, darunter die 200 Euro-Spende einer befreundeten Familie aus den USA. „Ziel erreicht“, freute sich ASV-Initiator Michi Unterreiner. Alexander Schlage, A-Jugend-Fußball-Coach beim TSV Bad Reichenhall, schaffte 11,81 Kilometer.

Stolze Summe für den guten Zweck

Das Motto des „World Run“ – in „normalen“ Zeiten ein weltumspannendes Großereignis mit Massenstarts und echtem Verfolgungsautos – in hunderten Städten und Orten rund um den Erdball lautete einmal mehr „Laufen für den guten Zweck“. Dabei wird für all jene gerannt, die es selbst nicht (mehr) können. Die Startgebühren – 20 Euro pro Teilnehmer, beliebig als Spende aufstockbar – fließen zu 100 Prozent in die Rückenmarksforschung zur Heilung von Querschnittslähmung. In diesem Jahr kamen 4,1 Millionen Euro zusammen. Jeder konnte wieder teilnehmen, als Solo-Läufer oder zu zweit mit dem nötigen Corona-Abstand. Das digitale Zeitalter bewährte sich nach der Corona-Premiere 2020. Das virtuelle Catcher Car fuhr eine halbe Stunde nach dem „Startschuss“ mit zwölf Kilometern in der Stunde los und wurde sukzessive schneller – ein Signalton aufs Handy signalisierte den Teilnehmern via App, wenn sie eingeholt wurden.

Im Berchtesgadener Talkessel formierte sich eine 62-köpfige Mannschaft des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), die 678 Kilometer schaffte und rund 1400 Euro für den guten Zweck generierte. Direkt an der Kunsteisbahn am Königssee ging‘s los, die meisten wählten den teils schattigen Weg entlang der Ache Richtung Berchtesgaden. Für das Team durfte jeder laufen, Erster wurde Uli Becker-Wiedemann mit 31,97 Kilometern vor Rodel-Doppelsitzer-Olympiasieger Tobias Arlt aus Piding, der mit 23,92 Kilometern seine erneut anvisierte Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometern wie 2020 überbieten konnte. Auf dem Bronzeplatz der BSD-Gesamtliste landete Damensiegerin Tanja Wagner aus dem Presseteam mit starken 23,54 Kilometern. Arlts Teamkollege Tobi Wendl (17,21 Kilometer) kam hinter BSD-Materialtechniker Rennrodeln und SG Schönau-Keeper Christian Thurner (20,17) auf Platz 5. „Es ist schön, dass diese Veranstaltung trotz der schwierigen Zeiten erneut stattfinden konnte“, freute sich Vorstand Alexander Resch, selbst aktiv dabei (8,24).

Im BSD-Team waren obendrein unter anderem von den Skeletoni Lukas Nydegger (12,50 Kilometer), Axel Jungk (12,24), Tim Beiwinkler (9,81), Trainerin Anja Selbach (10,57) und Stützpunkt-Coach David Lingmann (11,24) dabei, aus dem Rennrodel-Bereich die Doppelsitzer Paul Gubitz (12,84) und Robin Geueke (12,12), Nachwuchs-Trainerin Vroni Resch (10,06), Weltcup-Starterin Cheyenne Rosenthal (9,36) und Weltmeisterin Julia Taubitz (3,31) sowie Bob-Anschieber Gregor Bermbach (6,52).

„Gelbe Gefahr“ schafft 99,99 Kilometer

Die Tennis-Cracks des TC Piding konnten für ihr „Gelbe Gefahr“-Team trotz Muttertag, Traumwetter und kurzfristigem Engagement immerhin noch zwölf Läuferinnen und Läuferinnen motivieren. „Eine super tolle Aktion für den guten Zweck. Wir freuen uns, dass wir damit etwas bewirken konnten“, freute sich Vorstandsmitglied Andrea Angerer, die mit Malteser-Havaneser-Mischling Hugo als „Security Chef“ lief – er schaffte fünf Kilometer, sein Frauchen 10,5. Das war die TCP-Best-Leistung bei den Damen vor Sabine Steinbacher (10,3) und Brigitte Kuprian (7,9). Stärkster Tennis-Mann war Manuel Lassacher mit 21,2 Kilometern vor Stephan Schnaitmann (13,3) und Tobias Schnaitmann (10,1). Insgesamt schaffte die „Gelbe Gefahr“ exakt „kuriose“ 99,99 Kilometer.

Zahlreiche weitere Damen und Herren aus dem Berchtesgadener Land beteiligten sich am World Run, die an dieser Stelle freilich nicht vollzählig erfasst werden können.

bit

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