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Über 150 Führungskräfte

6. EUREGIO-Sicherheitssymposium: Wetterprognose, Drohneneinsatz und Einsatzberichte

EUREGIO-Präsident Norbert Meindl (r.), der stv. Sprecher der EUREGIO-Facharbeitsgruppe Sicherheit Wolfgang Haim (3.v.r. vorne) und Markus Kurcz vom Land Salzburg (4.v.r. vorne) danken der Referentin und den Referenten (vorne v.l.) Markus Kronreif, Karl Wochermayr, Hans-Peter Noppinger und Gudrun Mühlbacher sowie (hinten v.l.) Fabian Holzner, Thomas Hahn, Manfred Hasenknopf, Franz-Günter Reifmüller, Franz Jelinek und (2.v.r. vorne) für den Gastgeber Herbert Wieser vom Roten Kreuz Salzburg.
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EUREGIO-Präsident Norbert Meindl (r.), der stv. Sprecher der EUREGIO-Facharbeitsgruppe Sicherheit Wolfgang Haim (3.v.r. vorne) und Markus Kurcz vom Land Salzburg (4.v.r. vorne) danken der Referentin und den Referenten (vorne v.l.) Markus Kronreif, Karl Wochermayr, Hans-Peter Noppinger und Gudrun Mühlbacher sowie (hinten v.l.) Fabian Holzner, Thomas Hahn, Manfred Hasenknopf, Franz-Günter Reifmüller, Franz Jelinek und (2.v.r. vorne) für den Gastgeber Herbert Wieser vom Roten Kreuz Salzburg.

Über 150 Führungskräfte der Einsatzorganisationen aus den beiden Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein sowie dem Land Salzburg kamen am 30. September 2022 beim 6. EUREGIO-Sicherheitssymposium im Veranstaltungssaal beim Landesverband Roten Kreuz Salzburg zusammen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Berchtesgadener Land/Traunstein - EUREGIO-Präsident und Bürgermeister der Marktgemeinde Lofer Norbert Meindl und der Katastrophenschutzreferent des Landes Salzburg Markus Kurcz in Vertretung für Landeshauptmann Wilfried Haslauer begrüßten die zahlreichen Gäste von „drent und herent“. Sie dankten den Einsatzorganisationen für ihre ungebrochene Einsatzbereitschaft, die sich auch bei grenzüberschreitenden Einsätzen und Einsatzlagen immer wieder zeige. Dass dabei die Zusammenarbeit bestens funktioniere, sei sicher auch auf gemeinsame Fortbildungen wie etwa bei dem Sicherheitssymposium zurückzuführen, zeigten sich Meindl und Kurcz überzeugt.

Das EUREGIO-Sicherheitssymposium, das alle zwei Jahre stattfindet und coronabedingt im Jahr 2020 ausfallen musste, beschäftigte sich in diesem Jahr mit den Themenfeldern „Wetter/Klima/Lawine“, „Drohneneinsatz“ und „Einsatzberichte zu Unglücksfällen“. „Das Wetter macht an der Grenze nicht halt!“ Mit diesem Statement begannen Gudrun Mühlbacher vom Deutschen Wetterdienst DWD und Bernhard Niedermoser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ZAMG ihren gemeinsamen Vortrag über die auswirkungsorientierte Prognose von Extremereignissen. Wesentlich ist dabei die Geschwindigkeit des Eintreffens bzw. Eintretens eines Ereignisses – Stürme oder Hochwasser treten schnell ein, Hitze und Schnee entwickeln sich eher langsamer. Ausgehend von konkreten Ereignissen in der Vergangenheit (z.B. Starkregen-/Hochwasserlage 2021, Hitzewelle 2003) schilderten sie die Neuentwicklungen in den Warnstrategien. So sollen die Warninformationen zukünftig noch viel stärker auf den Nutzenden und deren spezielle Anforderungen abgestimmt werden, also z.B. für Pistensperrungen bei extremen Schneelagen oder auf unterschiedliche Altersgruppen bei Hitzewellen.

Eindrucksvoll gestalteten Fabian Holzner von der Bayerischen Grenzpolizei und Franz-Günter Reifmüller von der Landespolizeidirektion Salzburg mit ihren Kollegen, indem sie ihren Beitrag über die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen mit einem tatsächlichen „Einsatz“ hinterlegten – sie ließen eine Drohne „aufsteigen“ und übermittelten die Bilder live in den Vortragsraum. In der Praxis bzw. im Einsatzfall ist dann neben einer schnellen Verständigung auch eine möglichst kurze Anfahrt der Pilotin oder des Piloten notwendig. Bevor Drohnen geflogen werden dürfen, bedarf es jedoch auch einer entsprechenden Ausbildung für die Pilotinnen und Piloten. Ausbildungsanforderungen und -inhalte vermittelten den Gästen Manfred Hasenknopf vom Landratsamt Berchtesgadener Land sowie Thomas Hahn vom österreichischen Innenministerium und Franz Jelinek aus dem Bundesrettungskommando des Österreichischen Roten Kreuzes. Nach dem Mittagessen, das vom Landesverband Rotes Kreuz Salzburg (Feldkücheneinheit) perfekt organisiert und hergerichtet war, widmete sich der nachmittägliche Teil des Symposiums zwei Einsatzberichten.

Zunächst nahm Markus Kronreif vom Landesfeuerwehrverband Salzburg die Gäste des Symposiums mit in den Feuerwehreinsatz in Griechenland im August 2021. Pointenreich erläuterte er die Erfahrungen, die aus dem Transportmanagement bei einem Einsatz entstehen, für den auch eine Verlegung mit einer Fähre erforderlich ist. Ebenso informativ erläuterte er die Herausforderungen vor Ort an die Einsatzabläufe, an die Einsatzkräfte aber auch an die Unterstützung durch die gastgebende Nation, den sogenannten hostnation-support. Abschließend berichteten Karl Wochermayr und Hans-Peter Noppinger, beide von der Landespolizeidirektion Salzburg, von ihrem Einsatz in Äthiopien nach dem Absturz eines Flugzeugs mit mehr als 150 Toten. Dabei ging es nicht um die Bergung, sondern um die Identifizierung der Opfer. Diese musste unter sehr widrigen räumlichen, hygienischen und administrativen Rahmenbedingungen durchgeführt werden, was den Einsatz nochmal zu einer größeren Herausforderung werden ließ.

Moderator Michael Rausch von der Landespolizeidirektion Salzburg und EUREGIO-Präsident Norbert Meindl schlossen das sechste EUREGIO-Sicherheitssymposium mit einem kleinen Dankeschön für die Referentin und die Referenten. Die interdisziplinäre und grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen ist und bleibt unersetzlich, braucht aber auch gute Übungen, funktionierende Kommunikation und gute Information sowie verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für die Einsatzkräfte, die grenzüberschreitend aktiv sind. Ein besonderer Dank galt dem Team des Roten Kreuzes vom Salzburger Landesverband rund um Landesrettungskommandant Anton Holzer und dessen Stabschef Herbert Wieser, die sich nicht nur um die Organisation vor Ort, sondern auch ganztägig vorzüglich um das leibliche Wohl der Zuhörerschaft kümmerte.

Pressemitteilung EUREGIO

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