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„Persönliche Experten“ für Präventionsprogramm gesucht

Projekt zur Förderung psychischer Gesundheit an Schulen

Beim Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ lernen SchülerInnen, Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen zu hinterfragen und erfahren, wo sie Hilfe erhalten.
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Beim Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ lernen SchülerInnen, Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen zu hinterfragen und erfahren, wo sie Hilfe erhalten.

Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land sucht für das Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ Menschen, die Krisen überwunden haben und das Gesundheitsamt in der Präventionsarbeit an Schulen unterstützen möchten. Ziel des Projekts ist, Stigmata, Ängste und Vorurteile zu reduzieren, den Betroffenen Zuversicht zu vermitteln und Lösungswege aufzuzeigen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Berchtesgadener Land - Etwa 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen beginnen vor dem 25. Lebensjahr. Die Häufigkeit psychischer Erkrankungen folgt dabei einem sozialen Gradienten: Junge und sozial schlechter gestellte Menschen sind häufiger betroffen. Frühe psychische Probleme, insbesondere Depressionen und Angststörungen, sind für die körperliche und soziale Entwicklung von Heranwachsenden schwerwiegende Erkrankungen – nicht selten lebenslang. Obwohl psychische Erkrankungen oft schon im Jugendalter beginnen, vergehen doch häufig mehrere Jahre, bis sich Betroffene Hilfe suchen. Die größte Hürde für sie ist dabei die Angst, stigmatisiert zu werden.

Das Präventionsprojekt „Verrückt? Na und!“ an Schulen verkürzt diese Zeitspanne. Die Projektmitarbeitenden helfen jungen Menschen, ihre Not früher zu erkennen, sich nicht zu verstecken und Unterstützung anzunehmen. Gemeinsam mit krisenerfahrenen ExpertInnen öffnen sie Herzen, geben Hoffnung und machen seelische Krisen besprechbar. Konzipiert wurde dieses Präventionsprogramm von Irrsinnig menschlich e.V. Leipzig.

Ziele und Inhalte der Schultage

Ziel des Projekts ist es, psychische Krisen klassenweise besprechbar zu machen, Stigma, Ängste und Vorurteile zu reduzieren, den Betroffenen Zuversicht und Lösungswege zu vermitteln und zu zeigen, wie SchülerInnen und Lehrkräfte gemeinsam Krisen meistern und seelische Gesundheit stärken können – damit alle die Schule schaffen und gute Zukunftsaussichten haben.

Die SchülerInnen lernen Warnsignale psychischer Krisen kennen, setzen sich mit jugendtypischen Bewältigungsstrategien auseinander, hinterfragen Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen und erfahren, wo sie Hilfe erhalten. Außerdem finden sie heraus, was ihre Seele stärkt und begegnen Menschen, die psychische Krisen gemeistert haben. Ausgangspunkt bilden die Lebenserfahrungen der SchülerInnen. Häufige Themen sind etwa Prüfungsstress, Mobbing, Schulleistungen, Belastung durch Krankheit, Suizid, psychisch und suchtkranke Eltern, Drogen, Alkohol oder Zukunftssorgen.

Die Mitwirkenden arbeiten an den Schulen stets in Tandems aus Menschen, die beruflich und persönlich Erfahrungen mit psychischer Gesundheit, Krisen und Erkrankungen haben. Die FachexpertInnen kommen aus Prävention, Gesundheitsförderung und psychosozialer Versorgung. Die persönlichen ExpertInnen haben selbst psychische Krisen erfahren und gemeistert. Die Arbeit als persönlicher Experte erfordert Mut und die Bereitschaft, persönliche Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben. Das Gesundheitsamt sucht Menschen, die Krisen überwunden haben und die Präventionsarbeit unterstützen möchten. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Sandra Kunz, Staatliches Gesundheitsamt BGL, unter Telefon 08651 773-838 oder per E-Mail an sandra.kunz@lra-bgl.de

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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