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Mehr Unternehmensgründungen im Berchtesgadener Land

Irene Wagner: Wir brauchen ein besseres Klima für Gründerinnen und Gründer

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben viele Gründerinnen und Gründer im Berchtesgadener Land den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht: Die Zahl der Neugründungen ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent auf 730 gestiegen und liegt somit wieder auf dem Niveau wie vor der Corona-Krise, so Berechnungen der IHK für München und Oberbayern. Diese Zahlen beruhen auf Daten des bayerischen Landesamts für Statistik.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Berchtesgadener Land - Damit setzte sich im vergangenen Jahr der Dämpfer aus dem ersten Corona-Jahr nicht fort. Neugegründet wurde in der Region vor allem im Handel, im Dienstleistungsbereich sowie im verarbeitenden Gewerbe. Neben den Neugründungen gab es 2021 im Berchtesgadener Land mehr als 80 Firmenübernahmen, die meisten im Handel sowie im Gastgewerbe. Grundsätzlich sieht die IHK einen starken Trend zu Gründungen im E-Commerce und in digitalen Dienstleistungen. Der Kampf gegen Corona hat zudem Gründungen im Gesundheitssektor befördert. Selbstständige in Bereichen wie stationärem Handel, Gastronomie oder Veranstaltungswirtschaft haben teilweise Neuanfänge gewagt.

„Hochkonjunktur hat zudem wie in den Vorjahren das Gründen im Nebenerwerb. Im vergangenen Jahr dürfte die verbreitete Kurzarbeit diese Entwicklung noch einmal beflügelt haben“, sagt Irene Wagner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Berchtesgadener Land. Sie setzt sich mit Nachdruck für eine stärkere Kultur der Selbstständigkeit ein. Dazu gehöre ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln. „Bereits in der Schule müssen außerdem die Chancen sowie der Wert des Unternehmerinnen- und Unternehmertums für die Gesellschaft deutlich gemacht werden“, fordert Wagner. Die Vorsitzende betont zudem die herausragende Rolle der Existenzgründerinnen und Existenzgründer innerhalb der regionalen Wirtschaft: „Start-Ups und neue Unternehmen stehen für Innovationen und Dynamik. Sie legen das Fundament für zukünftige wirtschaftliche Erfolge.“

Positiv sieht die IHK den Trend zur besseren Vorbereitung einer Gründung, der durch die Beratungsangebote der Kammer befördert wird. Auch der Trend zur Gründung im Nebenerwerb zeige, dass viele Gründerinnen und Gründer den Sprung in die Selbstständigkeit zunächst mit weniger Risiko ausprobieren und sich langfristiger vorbereiten. Ratgeber, Informationen und Tipps für Gründerinnen und Gründer finden sich unter www.ihk-muenchen.de/de/Service/Gründungsberatung.

Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern 

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold

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