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Auch im Berchtesgadener Land sind sie am stärksten betroffen

Corona wütet unter den Jüngeren: Wieso ist die Ansteckungsrate so hoch?

Die „Kinder-Kurve“ an Infektionen in der Corona-Pandemie steigt unaufhörlich - vor allem im Berchtesgadener Land. bgland24.de hat beim Landratsamt um eine Einschätzung der Lage gebeten.

Landkreis Berchtesgadener Land - Allgemein ist das Berchtesgadener Land einsamer Spitzenreiter in Deutschland, wie die Neuinfektionen mit dem Coronavirus belegen.

Gerade die jüngere Bevölkerung steckt sich mittlerweile zunehmend an. Doch nicht nur die Schüler aus der Region Rosenheim tragen zu hohen Inzidenzzahlen bei, auch im kleineren Landkreis Berchtesgadener Land schnellen die Zahlen nach oben.

Mit Stand vom Montag, 18. Oktober, wurden insgesamt 376 neue Covid-19-Fälle registriert - davon 185 bei den Zehn- bis Dreißigjährigen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für das Berchtesgadener Land liegt bei 343,3 (Stand 19. Oktober).

Die jüngsten regstrierten Covid-19-Fälle im Kreis Berchtesgadener Land nach Altersstruktur.

Schulen und Kitas verbuchen die meisten Fälle

Regelmäßige Testungen in Schulen: Sind sie der Grund, dass die Infektionen primär die junge Bevölkerung tangieren?

Alexandra Rothenbuchner vom Landratsamt Berchtesgadener Land kann bestätigen, dass vor allem Schulen und Kindergärten betroffen seien: „Von insgesamt 167 Fällen in Einrichtungen verteilen sich 113 auf Schulen im Landkreis. Weitere 20 sind es derzeit in Kindertageseinrichtungen.“

Mehr Fälle in Schulen durch mehr Tests

Ob eine Infektion aus dem privaten Umfeld komme oder innerhalb der Schule weitergegeben werde, könne in den meisten Fällen nicht exakt festgestellt werden, erläutert die Landratsamt-Pressesprecherin weiter: „Aus dem hohen Infektionsaufkommen bei den Schülern lässt sich nicht zwingend ableiten, dass diese aus dem schulischen Umfeld resultieren.“

Gerade durch die regelmäßigen Testungen würden derzeit im Bereich der Schulen vermehrt Fälle auffallen. Ferner konzentriere sich das Infektionsgeschehen nicht auf einzelne Altersstufen, sondern verteile sich relativ gleichmäßig.

„Es werden verschiedene Maßnahmen je nach Einzelfall getroffen, dazu gehören Quarantäneanordnungen, die Anordnung intensivierter Testpflichten oder zeitlich begrenzte Maskenpflichten im Innenraum“, untermalt Rothenbuchner. „Diese Entscheidungen erfolgen immer an die individuelle Lage angepasst und in enger Absprache mit den Einrichtungen.“

Trotz hohem Anteil an ungeimpften Patienten: Gesundheitssystem noch stabil

Aktuell seien rund 85 Prozent der gesamten Neufälle im Landkreis und 90 Prozent der Patienten in den Kliniken ungeimpft. Den Unterschied zum vergangenen Jahr machen die Impfungen. Die Situation in den Pflegeheimen sei insgesamt „entspannter“ und tödliche Verläufe seien „stark zurückgegangen“.

Rothenbucher hebt abschließend hervor: „Die Lage in unseren Kliniken ist zwar angespannt, jedoch droht noch kein Zusammenbruch des Gesundheitssystems, was vergangenes Jahr der Hauptgrund für den Landkreislockdown war.“

Die Lage dürfe dennoch nicht unterschätzt werden: „Jeder ist angehalten die Hygieneregeln zu beachten, sich impfen zu lassen und sich bei Symptomen testen zu lassen, bevor man die Arbeit oder Einrichtungen besucht. So kann eine mögliche Infektion ausgeschlossen werden, ehe man Kontakt mit anderen hat.“

mb

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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