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Klausurtag der gemeindlichen Seniorenbeauftragten

Großes Interesse an Quartiersmanagement und Wohnprojekten

Wichtiger Austausch und viele Informationen zum Quartiersmanagement und zu Wohnprojekten beim Klausurtag der gemeindlichen Seniorenbeauftragten.
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Wichtiger Austausch und viele Informationen zum Quartiersmanagement und zu Wohnprojekten beim Klausurtag der gemeindlichen Seniorenbeauftragten.

Auf Einladung von Barbara Müller, Senioren- und Behindertenbeauftragte für den Landkreis, trafen sich die Seniorenbeauftragten der Gemeinden im Landratsamt zu einem Klausurtag. Durchgeführt wurde dieser gemeinsam mit Brigitte Herkert von der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“. Nach einem regen Austausch standen insbesondere die Themen Quartiersmanagement und Wohnprojekte im Vordergrund der Veranstaltung.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Berchtesgadener Land - Beim gemeinsamen Austausch wurde das vielfältige Tätigkeitsspektrum der Seniorenbeauftragten der Gemeinden deutlich: Einige Seniorenbeauftragte bieten regelmäßige Sprechstunden an, andere stehen telefonisch für Beratung zur Verfügung. Es werden Informationsveranstaltungen organisiert, wie Vorträge zur Vorsorgevollmacht, Kurse zur Nutzung des Smartphones, Aufklärung zum Schutz vor Kriminalität bis hin zu einer Seniorenmesse, bei der viele unterschiedliche Anbieter vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung standen. Auch gesellige Angebote der Seniorenbeauftragten wie gemeinsames Kaffeetrinken, Spaziergänge und Ausflüge werden in den Gemeinden stark nachgefragt. Gerade die Seniorenbeauftragten, die Mitglied im Stadtrat oder Gemeinderat sind, bringen sich auch auf politischer Ebene für die Anliegen der älteren Menschen in ihrer Gemeinde ein.

Brigitte Herkert von der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ ging in ihrem Vortrag vor allem auf die beiden Themen „Quartiersmanagement“ und „Wohnen“ ein. „Seniorengerechte Quartierskonzepte zielen darauf ab, einen sozialen Nahraum, mit dem sich die Bewohner identifizieren, so zu gestalten, dass auch ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben können“, erläuterte Herkert. Bausteine eines seniorengerechten Quartierskonzepts sind „Wohnen und Wohnumfeld“, „Unterstützung und Pflege“ sowie „Soziales“. Um ein solches Quartierskonzept in der Gemeinde umsetzen zu können, hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ein Förderprogramm (SeLA-Förderung) aufgelegt. Eine Anschubfinanzierung bis zu 80.000 Euro auf vier Jahre ermöglicht den Gemeinden die Anstellung eines sogenannten „Quartiersmanagers“, der sich um die Umsetzung dieser Bausteine in der Gemeinde kümmert.

Zum Thema „Wohnen“ informierte Brigitte Herkert über zwei weitere Fördermöglichkeiten: Gemeinschaftsorientierte Wohnformen, generationenübergreifend oder als Seniorenhausgemeinschaften, werden ebenfalls über die SeLA-Förderung gefördert, mit einer Anschubfinanzierung bis zu 40.000 Euro über zwei Jahre. Für „Ambulant betreute Wohngemeinschaften“, die Senioren mit Pflegebedarf Pflege und Betreuung in familiärer Gemeinschaft ermöglichen, gibt es eine Investitionskostenförderung über die PflegeSoNah-Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Im Anschluss an den Vortrag ergab sich eine intensive Diskussion. Viele Seniorenbeauftragte sahen insbesondere in der Einstellung von Quartiersmanagern eine große Chance, um die Rahmenbedingungen in der Gemeinde so weiterzuentwickeln, dass man „in seiner eigenen Gemeinde gut alt werden kann“. Zum Thema „Wohnen“ wurde auch auf den großen Bedarf an kleinen, barrierefreien, zentral gelegenen und bezahlbaren Wohnungen hingewiesen. „Ich möchte mich bei Ihnen allen für Ihr großes Engagement ganz herzlich bedanken und freue mich schon sehr auf unseren nächsten Klausurtag“, schloss Barbara Müller die Veranstaltung.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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