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Langjährige Feldgeschworene geehrt

Ältestes kommunales Ehrenamt in Bayern

v. l.: Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung (Bad Reichenhall), Landrat Bernhard Kern, Franz Rochart (50 Jahre, Bad Reichenhall), Zweiter Bürgermeister Thomas Resch (Bischofswiesen), Hermann Maltan (25 Jahre, Ramsau b. Berchtesgaden), Vermessungsamtsleiter Uwe Günther, Herbert Diener (25 Jahre, Bischofswiesen) und Erster Bürgermeister Herbert Gschoßmann. Viktor Meyer (25 Dienstjahre, Bischofswiesen) konnte an der Feierstunde leider nicht teilnehmen.
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v. l.: Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung (Bad Reichenhall), Landrat Bernhard Kern, Franz Rochart (50 Jahre, Bad Reichenhall), Zweiter Bürgermeister Thomas Resch (Bischofswiesen), Hermann Maltan (25 Jahre, Ramsau b. Berchtesgaden), Vermessungsamtsleiter Uwe Günther, Herbert Diener (25 Jahre, Bischofswiesen) und Erster Bürgermeister Herbert Gschoßmann. Viktor Meyer (25 Dienstjahre, Bischofswiesen) konnte an der Feierstunde leider nicht teilnehmen.

Für ihr Engagement im ältesten kommunalen Ehrenamt konnte Landrat Bernhard Kern im Landratsamt Berchtesgadener Land drei Feldgeschworene auszeichnen. Im Namen des Freistaats Bayern dankte Kern ihnen dabei für ihre 25- beziehungsweise 50-jährige Tätigkeit.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Berchtesgadener Land - Im Beisein von Vermessungsamtsleiter Uwe Günther, Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, Ersten Bürgermeister Herbert Gschoßmann sowie Zweiten Bürgermeister Thomas Resch überreichte Landrat Bernhard Kern Herbert Diener (Bischofswiesen) und Hermann Maltan (Ramsau b. Berchtesgaden) eine Anerkennungsurkunde des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat als Würdigung für ihre 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Feldgeschworener in ihrer Gemeinde. Für eine doppelt so lange ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadt Bad Reichenhall, nämlich 50 Jahre, erhielt Franz Rochart eine Anerkennungsurkunde des Staatsministers. Viktor Meyer (Bischofswiesen) konnte leider nicht am Termin teilnehmen und erhält seine Anerkennungsurkunde für seine 25-jährige Tätigkeit gesondert.

„Als Vermittler zwischen Bürgern und dem Vermessungsamt nehmt ihr eine besondere Vertrauensposition ein und wisst über die Verhältnisse vor Ort Bescheid. Auch in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung sind die Feldgeschworenen bei der Sicherung von Grund und Boden wichtig und unverzichtbar“, stellte Landrat Bernhard Kern die Bedeutung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit heraus. Im Namen des Freistaats Bayern dankte der Landrat den zu ehrenden Feldgeschworenen für ihren langjährigen Dienst. Auch der Amtsleiter des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Freilassing, Uwe Günther, brachte den Dank der Vermessungsverwaltung durch die Überreichung von Präsenten zum Ausdruck.

Feldgeschworene wirken in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen mit. Sie setzen Grenzsteine höher oder tiefer, wechseln beschädigte Grenzzeichen aus und entfernen Grenzzeichen. Als Hüter der Grenzen und Abmarkungen im Gemeindegebiet arbeiten sie eng mit dem Vermessungsamt zusammen. Das Amt des Feldgeschworenen gilt als ältestes noch erhaltenes Ehrenamt der kommunalen Selbstverwaltung. Seit rund 500 Jahren gibt es Feldgeschworene. Das „Feldgeschworenenwesen in Bayern“ wurde als lebendige und traditionsreiche Kulturform im Dezember 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Auch im Berchtesgadener Land haben die Feldgeschworenen sehr wichtige Aufgaben bei der Vermessung. Beispielsweise sind sie Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie Berater bei allen Vermessungsangelegenheiten. Sie kennen die örtlichen Verhältnisse und beraten daher auch die Beamten des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV). Nicht zuletzt erfordert dieses Amt auch ein gewisses Maß an Verschwiegenheit und diplomatischem Geschick um bei gelegentlichen Streitereien zu vermitteln.

Wer Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit als Feldgeschworener hat, kann sich diesbezüglich bei seiner Heimatgemeinde melden.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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