Fachgespräch in Kloster Banz

Ausstattung der Kur- und Heilbäder verbessern

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Die CSU-Landtagsfraktion will die finanzielle Ausstattung der Kur- und Heilbäder verbessern

Kloster Banz/ Landkreis - Kur- und Heilbäder sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Bayern. Auf die Verbesserung ihrer Ausstattung hat man sich jetzt geeinigt.

Die CSU-Landtagsfraktion will die finanzielle Ausstattung der Kur- und Heilbäder in Bayern verbessern. Das ist das Ergebnis eines Fachgesprächs am Rande der Klausurtagung in Kloster Banz, bei dem die Stimmkreisabgeordnete Michaela Kaniber die Möglichkeit hatte mit dem Finanzminister Markus Söder und dem Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer zur diskutieren.

Michaela Kaniber erläuterte: "Die bayerischen Heilbäder und Kurorte wie zum Beispiel Bad Reichenhall sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Sie stehen für 100.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum und erzielen eine Wertschöpfung von 3,7 Milliarden Euro. Davon profitieren natürlich auch viele Menschen im Berchtesgadener Land."

Strukturwandel seit den 90er Jahren

Zwar könnten sich diese Zahlen sehen lassen, so die Abgeordnete weiter, doch hätten die Kurorte und Heilbäder seit den 90er Jahren einen gigantischen Strukturwandel erlebt. So seien allein die ambulanten Badekuren von 900.000 auf nur noch 54.000 zurückgegangen. Zudem hätten die Orte auf der einen Seite höhere Aufwendungen zu tätigen, als normale Orte in derselben Gegend: um dem europäischen Wettbewerb standhalten zu können, müssten sie permanent in die Infrastruktur und die Qualität investieren.

Auf der anderen Seite sollen sie zunehmend die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sichern. "Um diesen Kraftakt zu bewältigen, brauchen die Kurorte größere Unterstützung", betonten Michaela Kaniber und ihre Kollegen der CSU-Landtagsfraktion. So nehme etwa Österreich für den Bereich Gesundheitstourismus sehr viel Geld in die Hand.

Der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek, zugleich Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, betonte, dass sein Verband große Anstrengungen unternehme, um den massiven Rückgang von ambulanten Badekuren zu begegnen.

"Gesundes Bayern"

Mit der Marke "Gesundes Bayern" wolle man eine starke Marke für den Gesundheitstourismus etablieren und so auch zusätzliche Einnahmequellen für die Orte erschließen: "Die verordneten Kuren gehen deutlich zurück. Aber für Reisen in Kombination mit Gesundheitsangeboten besteht nach wie vor ein großer Markt. Denn nicht alle Kurorte sind gleichermaßen erfolgreich in der Vermarktung. Mit einer starken Marke könnte da dem einen oder anderen Ort durchaus ein Anschub gegeben werden."

Finanzminister Söder sagte, er habe die Kurorte bereits während seiner Zeit als Gesundheitsminister unterstützt. Dies wolle er auch in Zukunft tun. Deshalb plädiere er für eine bessere Verzahnung von Staatsbädern und kommunalen Bädern beim Marketing.

Der Vorsitzende der AG Tourismus, Klaus Stöttner, wies darauf hin, dass es dank der CSU-Fraktion gelungen sei, die Mittel für den Tourismus, speziell auch für den Gesundheitstourismus, zu erhöhen. Staatssekretär Pschierer versprach bessere Rahmenbedingungen für die Gesundheitswirtschaft.

Interministeriellen Gesprächsrunde wird kommen

Abschließend vereinbarten die Landtagsabgeordneten die Bildung einer interministeriellen Gesprächsrunde zur Stärkung der Kur- und Heilbäder und der besseren Koordinierung der Aktivitäten der Staatsregierung in diesem Bereich.

Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Michaela Kaniber, MdL

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