Politischer Aschermittwoch der Grünen in Surheim

"Landkreis wird nach den Kommunalwahlen ein anderes Gesicht haben"

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Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer

Berchtesgadener Land - Unter dem Motto "Mut zum Handeln" luden die Grünen zum Lederer-Wirt nach Surheim ein.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Politischer Aschermittwoch - hatten am Vormittag die Polit-Matadore zwischen Passau und Landshut ihre großen Auftritte, so wollten die Kreis-Grünen dem nicht nachstehen. Unter dem Motto "Mut zum Handeln" luden sie am Abend zum Lederer-Wirt nach Surheim ein.


Im vollbesetzten Saal konnte Kreis-Sprecherin Gisela Bechmann neben vielen Gästen Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer, Grüne und von den Grünen unterstützte Bürgermeisterkandidaten und zahlreiche Listenbewerber aus dem gesamten Landkreis begrüßen. "Wir wollen die nächsten Wochen noch mal alles in die Waagschale werfen, um die Bürger von unseren Ideen, Plänen und Vorschlägen zu überzeugen", gab sie den Ton vor. Apropos "Ton": Für die hochklassige musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte das Bläser-Quintett "Green Horns" um den langjährigen Steinbrünninger Kapellmeister Michi Spitzauer. Auf die tragischen Ereignisse der letzten Wochen und die politische Stimmung im Land eingehend, zog Bechmann eine klare Abgrenzung nach rechts und zur AfD. Unter großem Beifall zitierte sie aus der inzwischen berühmten Büttenrede des Mainzer "Obermessdieners" Andreas Schmitt: "(…)Die Morde von Hanau, die Schüsse auf die Synagoge in Halle, ob Juden, Christen, Muslime: Das war ein Angriff auf alle! Wir leben hier zusammen, die Demokratie wird triumphieren, dieses Land werdet IHR niemals regieren!"

"Wer weiß noch, was am 16. Oktober war?" fragte Dr. Bartl Wimmer eingangs seiner Ausführungen. Eine Besucherin erinnerte sich, dass sich an diesem Tag die deutsche Fußballnationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Schweden nach einem komfortablen 4:0-Vorsprung bis zur 62 Minute noch mit einem 4:4 begnügen musste. Wimmer nahm dieses Ereignis zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass sich für die bevorstehenden Wahlen "voller Einsatz bis zum Schluss" lohne.Es sei erfreulich, dass sich im Berchtesgadener Land 240 Bürger bereit erklärt haben, auf Grünen-Listen zu kandidieren. In einem Großteil der Kommunen würden sich zudem Grüne oder von den Grünen unterstützte Bürgermeisterkandidaten zur Wahl stellen. Auf das Bild vom Fußball eingehend, stellte Wimmer fest: "Das Spiel war noch nie so offen wie vor diesen Kommunalwahlen. Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Landkreis nach dem 15.März, beziehungsweise nach den Stichwahlen am 29. März ein anderes Gesicht haben wird." Für die Zeit nach der Wahl forderte Bartl Wimmer "Mut zum Handeln". "Wir müssen den Mut haben, die Themen, die wir in unseren Programmen inhaltlich 'beackert' haben, auch anzupacken und umzusetzen." Mut erfordere eine gewisse Risikobereitschaft, auch auf die Gefahr hin, dass manches schief gehen könne. Dem Klimawandel entgegenzusteuern erfordere beispielsweise mutige Entscheidungen und langfristige Prozesse. "Aber wenn wir jetzt nichts tun, dann kippt das System irgendwann komplett um - und dann sind die gesellschaftlichen, finanziellen und ökologischen Folgekosten katastrophal", warnte Wimmer. "Als Kommunalpolitiker sind wir aufgefordert, mit Mut und einer gewissen Risikobereitschaft unseren Beitrag für eine zukunftsfähige Heimat zu leisten." Von den Verantwortlichen in den Rathäusern und im Landratsamt erwartet Wimmer, dass sie ihre Behörden in erster Linie als Dienstleister für die Bürger sehen und entsprechend führen. Dies müsse von der Spitze der Rathäuser und des Landratsamtes vorgelebt werden, "sonst stinkt der Fisch vom Kopf." Es stimme nachdenklich, dass laut einer Umfrage der IHK dem Landratsamt Berchtesgadener Land als Behörde der schlechteste Service in ganz Oberbayern bescheinigt werde. "Wir können nur führen und Inhalte bewegen, wenn wir ganz klare Zielvorstellungen und Visionen haben, wo wir hinwollen. In diesem Sinne sollten wir Themen, die wir uns vorgenommen, ab 1. Mai mutig anpacken", fasste Bartl Wimmer zusammen. 


In einer lockeren Frage- und Gesprächsrunde, moderiert von Kreissprecher Dr. Bernhard Zimmer, gaben die anwesenden Bürgermeisterkandidaten und Listenführer zu ihren jeweils örtlichen Themenschwerpunkten Auskunft. "Die Grünen im Landkreis konnten noch nie so viele eigene und von ihnen unterstützte Bürgermeister-Kandidatinnen und Kandidaten und hervorragend besetzte Listen in fast allen Gemeinden präsentieren können. Jetzt gilt es, den Schwung und den vollen Einsatz bis zu den Wahlen und den eventuell anstehenden Stichwahlen beizubehalten", resümierte Bernhard Zimmer.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Berchtesgadener Land

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