Neubau des Landratsamt

Ein Holzbau mit Vorbildcharakter

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Ein neues Landratsamt und 160 Wohnungen für die Landkreisbürger: Die CSU-Kreistagskandidaten machten sich vor Ort in Bad Reichenhall ein Bild von dem Vorhaben.

Berchtesgadener Land - CSU-Landratskandidat Bernhard Kern sieht den Neubau des Landratsamt in Bad Reichenhall als bedeutende Chance.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Der Landkreis bekommt ein neues Landratsamt. Die CSU-Kreistagskandidaten informierten sich im Vorfeld der Kommunalwahl vor Ort über den Stand der Dinge: Immerhin wird der Neubau der Behörde wohl das bedeutendste Projekt, das in die nächste Amtsperiode fallen wird. Die Weichenstellung ist für Landratskandidat Bernhard Kern klar: "Alle Fraktionen haben bereits gemeinsam einen modernen Neubau des Behördengebäudes beschlossen, das ist ein wichtiges und richtiges Zeichen. Eine Sanierung wäre weder wirtschaftlich noch nachhaltig gewesen. Und in punto Nachhaltigkeit wollen wir Wegweiser sein", so der Landratskandidat.


Das neue Amt soll weitgehend in Holzbauweise entstehen, mit einem Betonkern als Traggerüst. Der Landkreis Berchtesgadener Land schlägt damit genau die Richtung ein, die Bayerns Forstministerin vorgibt: Michaela Kaniber, die Stimmkreisabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende, stellt aktuell die Weichen für mehr Bauen mit Holz im Freistaat. "Wir sind absolutes Vorbild, wenn wir öffentliche Bauten aus Holz gestalten", so die Staatsministerin. Sie verweist dabei auf die zentrale Rolle von Holz beim Klimaschutz: "Heimisches Holz ist der umweltfreundlichste aller Baustoffe - und zudem ein ausgesprochen wirkungsvoller Klimaspeicher." Jeder einzelne Kubikmeter Holz entziehe der Atmosphäre während seines Wachstums eine Tonne Kohlendioxid, das dann in Holzhäusern für Jahrzehnte gespeichert ist. Deshalb sei dringend erforderlich, wirksame Akzente für mehr Bauen mit Holz zu setzen."Wir brauchen pragmatische, innovative und zukunftsfähige Lösungen, die den Holzbau auf die Fläche und in unsere Städte bringen", so Kaniber. "Ich bin sehr stolz, dass man genau daran jetzt in im Berchtesgadener Land arbeitet."

Die Lösung wird im Berchtesgadener Land so aussehen: Der Landkreis konnte die freie Fläche neben dem Landratsamt bereits für den Neubau erwerben. An der Stelle des jetzigen Gebäudes werden dringend benötigte Wohnungen für die Landkreisbürger entstehen. Der CSU-Oberbürgermeisterkandidat für die Stadt Bad Reichenhall, Dr. Christoph Lung, stellte den CSU-Kreistagskandidaten die Pläne für den Bau von rund 160 Wohnungen auf der dann freiwerdenden Fläche des jetzigen Landratsamts vor. Dieser soll durch Wohnbauunternehmen der öffentlichen Hand erfolgen, damit auch wirklich bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. "Die Stadt Bad Reichenhall ist in diesem Projekt natürlich stark beteiligt. Wichtig ist, dass Stadt und Landkreis gemeinsam handeln und eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe entwickeln." Auf noch offene Punkte müsse man sich noch verständigen und sauber abarbeiten, so Lung.


Bei der Planung des Gebiets gilt es, die Belange der Anwohner zu berücksichtigen und etwa eine Straßenanbindung direkt auf die Bundesstraße zu schaffen, damit nicht noch mehr Verkehr über die Salzburgerstraße und die Barbarossastraße geleitet wird. Lung nannte als weitere Punkte, auf die er Wert legt, die Anbindung an den ÖPNV und den Bau von Kindertagesstätten. Diese Maßnahmen betreffen sowohl die neu entstehenden Wohnungen, als auch das Landratsamt als Arbeitgeber für hunderte Mitarbeiter aus dem Berchtesgadener Land.

Genau diese Arbeitgeber bilden das Herz des Landratsamtes: Sie alle im laufenden Prozess mitzunehmen, hat für Bernhard Kern oberste Priorität. "Ein Landratsamt ist ein Dienstleistungsunternehmen für die Bürgerinnen und Bürger und die Mitarbeiter sind ihr wichtigstes Gut. Ziel ist es, den Dienstleistungscharakter weiter auszubauen", so Kern. Um die Effektivität zu erhöhen, gehöre an Stellschrauben gedreht. Mit dem Neubau habe man die einmalige Chance, die Digitalisierung ganz automatisch miteinziehen zu lassen. Anträge können dann in digitaler Form eingereicht und sehr viel schneller und transparenter bearbeitet werden. "Der Antragsteller hat beispielsweise stets die Möglichkeit, den Status abzurufen", so Kern. Mit dem gleichzeitigen digitalen Aufrüsten in allen Kommunen, werde man sich künftig auch sehr viel besser mit den Gemeinden abstimmen können – beispielsweise bei Bauanträgen. "Wir haben gut ausgebildetes und motiviertes Personal im Landratsamt, das ist unser Aushängeschild und das ist die beste Voraussetzung als Dienstleister für den ganzen Landkreis wahrgenommen zu werden."

Pressemiteilung CSU Kreisverband Berchtesgadener Land

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