Die Nachbarn in Tirol, Salzburg und Oberösterreich

Inzidenzen bis 400: So stark trifft Corona die österreichischen Bezirke an unserer Grenze

Grenzkontrollen
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Grenzkontrollen am Grenzübergang Walserberg in Fahrtrichtung Salzburg.

Während die Sieben-Tages-Inzidenzen in unseren Landkreisen teils weit unter der 200er-Marke liegt, schaut es bei unseren Nachbarn anders aus: Alle Bezirke entlang der Grenze liegen darüber, einer sogar nahe 400.

Tirol/Salzburg/Oberösterreich - Schon über die ganzen vergangenen Monate hinweg war Österreich vom Corona-Virus stärker betroffen als Deutschland oder Bayern. Die Sieben-Tages-Inzidenz Deutschlands lag am Dienstag, 30. März, bei 132, in Bayern bei 137 und auch der Mittelwert der Landkreise unserer Region (RO/TS/BGL/MÜ/AÖ) weicht mit 129 nicht groß ab. In Osterreich liegt die Sieben-Tages-Inzidenz dagegen bei 257.

Bezirk Braunau mit Inzidenz von fast 400

Wie stark sind aber die österreichischen Bezirke („Landkreise“) entlang unserer Grenze aktuell betroffen? Auch sie liegen ausnahmslos über der Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Mit Abstand am stärksten ist der Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich betroffen. Er grenzt unter anderem an Burghausen und Tittmoning. Bei 393 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Bezirk Braunau - der vierthöchste Wert in ganz Österreich und er steigt seit mehreren Tagen an. Ab einem Wert von 400 drohen den Bewohnern Ausreisebeschränkungen oder Ausreisetests.

An unserer Grenze am wenigsten belastet ist momentan der Bezirk Kitzbühel (Tirol) mit einer Inzidenz von 218. Er teilt seine Grenze mit Schleching oder Reit im Winkl. Die Grenzgemeinde Kössen hat momentan nur sechs Infizierte, in Waidring liegt die Zahl bei null. Seit in Österreich Anfang Februar der Handel wieder öffnete, stieg die Sieben-Tages-Inzidenz im Nachbarland von etwa 100 auf nun wieder 257. Es wird bereits spekuliert, dass das Land nach Osten wieder in den Lockdown gehen könnte. Gesundheitsminister Rudolf Anschober spricht bereits von einer „Notbremse“.

Sieben-Tages-Inzidenzen der österreichischen Bezirke entlang der Grenze

  • Kufstein (T): 285
  • Kitzbühel (T): 218
  • Zell am See (S): 266
  • St. Johann/Pongau (S): 248
  • Hallein (S): 243
  • Salzburg-Umgebung: 297
  • Stadt Salzburg: 272
  • Braunau (OÖ): 393

Zumindest ist Österreich mit dem Impfen schon etwas weiter: 15,3 Prozent der Bevölkerung haben eine Erstimpfung erhalten, 5,5 Prozent auch die zweite. In Deutschland sind es 11,3 bzw. 4,9 Prozent. Zur Eindämmung verlangen die Regierungen beiderseits negative Corona-Tests zum Grenzübertritt bzw. verordnen Quarantäne - vor allem auf dem Weg nach Österreich wird seit Anfang Februar lückenlos kontrolliert.

xe

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