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Über 400 Jahre alte Gebäude aus Berchtesgaden

Wohnhaus vom Marosen-Lehen nun feierlich im Freilichtmuseum Glentleiten eröffnet

Zur Eröffnung waren auch die Schwestern Anneliese Huber (dritte von links) und Maria Thiem (zweite von links) mit der Nichte Stefanie Schuster (erste von links) gekommen. Die Geschwister hatten noch einen Teil ihrer Kindheit im Wohnhaus vom Marosen-Lehen verbracht. Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz hießen die drei herzlich willkommen.
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Zur Eröffnung waren auch die Schwestern Anneliese Huber (dritte von links) und Maria Thiem (zweite von links) mit der Nichte Stefanie Schuster (erste von links) gekommen. Die Geschwister hatten noch einen Teil ihrer Kindheit im Wohnhaus vom Marosen-Lehen verbracht. Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz hießen die drei herzlich willkommen.

Im Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern ist die Freude groß: Am Donnerstag, 29. Juli, konnte eine Eröffnungsfeier für das Wohnhaus vom Marosen-Lehen, das seit dem Ende des letzten Lockdown Mitte Mai zugänglich ist, mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Freundeskreis, Fachkolleginnen und Mitarbeitenden nachgeholt werden. Mit der Fertigstellung dieses Wiederaufbauprojekts ist das Ensemble eines Berchtesgadener Zwiehofs komplett. Das Gebäude gilt außerdem als einer der ältesten vollständig erhaltenen Blockbauten Oberbayerns und ist über 400 Jahre alt!

Die Mitteilung im Wortlaut:

Großweil/Berchtesgaden - Bezirkstagspräsident Josef Mederer freute sich am Donnerstag besonders über die Anwesenheit einiger ehemaliger Bewohnerinnen des Gebäudes – gekommen waren Anneliese Huber und Maria Thiem, die beide noch in dem historischen Wohnhaus während der 1960er Jahre aufgewachsen waren. In seinem Grußwort hob Mederer hervor, wie wichtig es gewesen sei, dass die ehemalige Besitzerfamilie ihre Erinnerungen an das Leben auf dem Hof im Berchtesgadener Land mit den Museumsmachern geteilt hätten: „Sie standen uns beim Wiederaufbau und beim Präsentationskonzept hilfreich zur Seite, gaben uns zum Beispiel Interviews, sodass unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter noch so manches Detail ergänzen konnten.

Vielen Dank, dass Sie Ihre Erinnerungen mit uns geteilt haben!“ Von den Erfahrungen der Hausbewohnerinnen aus spannte der Bezirkstagspräsident einen Bogen zur Erinnerungsarbeit innerhalb Bezirks Oberbayern: Diese manifestiert sich unter anderem in der Erforschung der Krankenmorde in den kbo-Kliniken Haar und Gabersee während des Zeit des Nationalsozialismus. In diesem Zug machte Mederer auch auf die Gesprächs- und Vortragsreihe zur Erinnerungskultur an der Glentleiten aufmerksam, die sich anlässlich des ursprünglichen Standorts des Gebäudes nahe des Obersalzbergs mit Hitlers Berghof ergeben habe. Die Mitschnitte der Vorträge sind auf dem YouTube-Kanal der Glentleiten online gestellt.

Das Wohnhaus vom Marosen-Lehen steht nicht für sich allein, sondern bildet gemeinsam mit einem Stallstadel und einem Kornkasten vom Mösler-Lehen aus Ramsau und einer Hofmühle aus Unterlandtal eine Hofanlage, wie sie für das Berchtesgadener Land typisch ist. Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz machte deutlich, dass das Gebäude für die Glentleiten nicht nur als Solitär und aufgrund seines hohen Alters ein Gewinn sei, sondern dass die fertiggestellte Hofanlage den Besucherinnen und Besuchern eine regionalspezifische Form des Wirtschaftens erschließe, die es bislang im Freilichtmuseum noch nicht zu sehen gab. Besonders gelungen sei auch die Gestaltung des Umgriffs und die Einbettung in das Gelände, das an dieser Stelle Buckelwiesen aufweist, wie es sie auch im Berchtesgadener Land gibt.

Mit dem Wiederaufbau des Wohnhauses vom Marosen-Lehen war das Museumsteam, das die Arbeiten zum Großteil in Eigenregie bewerkstelligt hat, neben laufenden Instandhaltungen und weiteren Aufbauprojekten etwa 4,5 Jahre beschäftigt. Gut 200.000 Euro flossen in den Wiederaufbau.

Pressemitteilung Freilichtmuseum Glentleiten

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