Für faire Bedingungen bei öffentlichen Aufträgen

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Gewerkschafter und Sozialdemokrat im Dialog (v.l.n.r.): Dieter Schaefer und Helmut Fürle.

Freilassing - Gemeinsame Anliegen verbinden Gewerkschafter und Sozialdemokraten - auch im Berchtesgadener Land. Der Kreisvorsitzende Dieter Schaefer und Landratskandidat Helmut Fürle haben Ziele.

Bei einem Treffen in Freilassing machte der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Dieter Schaefer die Erwartungen des DGB an die Kommunalpolitik in den nächsten sechs Jahren gegenüber dem SPD-Landratskandidaten Helmut Fürle deutlich. Im Mittelpunkt standen dabei faire Bedingungen bei öffentlichen Aufträgen, ein klares Ja zur öffentlichen Daseinsvorsorge und ein Bekenntnis zu einer leistungsfähigen öffentlichen Infrastruktur.

Einig waren sich Gewerkschafter und Sozialdemokrat bei der Forderung nach einer zügigen Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohns ohne größere Ausnahmen. „Gerade im Berchtesgadener Land gibt es auch Menschen mit niedrigem Einkommen, die damit endlich den Sprung aus dem öffentlichen Leistungsbezug schaffen können“, meinte Helmut Fürle. Dies könne aber erst der Anfang sein, machte Dieter Schaefer deutlich. Er forderte, dass zukünftig bei öffentlichen Aufträgen Tarifverträge sowie anständige Löhne und Arbeitsbedingungen Pflicht sein müssten. „Leider gibt es noch kein bayerisches Vergabegesetz, aber der Landkreis kann hier klare Zeichen setzen“, so der Gewerkschaftsvorsitzende.

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Gemeinsam stark

Bei einem weiteren wichtigen Thema für die Gewerkschaften bekannte Helmut Fürle klar Farbe: „Ich will die Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge auf Dauer vor Privatisierung schützen. Dazu gehören selbstverständlich für mich auch unsere Krankenhäuser im Berchtesgadener Land“, erklärte der stellvertretende Landrat. Er erinnerte an den gemeinsamen Erfolg von Gewerkschaften und SPD bei dem europäischen Bürgerbegehren „Right2Water“: „So sieht für mich erfolgreiche Bürgerbeteiligung in Europa aus“, meinte der stellvertretende Landrat.

„Zur Frage der öffentlichen Infrastruktur gehört für Gewerkschafter untrennbar die Energiewende dazu“, fügte Dieter Schaefer zu einer weiteren aktuellen Frage an. Im Interesse der Arbeitnehmer komme es darauf an, die Energiewende voranzutreiben ohne die Bürgerinnen und Bürger zu überlasten. Einig war er sich mit Helmut Fürle darüber, dass ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz und gut funktionierende soziale Einrichtungen ein wichtiger Standortfaktor für wirtschaftlichen Erfolg sind. „Wer die gut ausgebildeten Männer und Frauen als Fachkräfte gewinnen will, muss auch ein bedarfsgerechtes und hochwertiges Betreuungsangebot schaffen“, zeigte sich Helmut Fürle überzeugt.

Zum Abschluss des Gesprächs vereinbarten Dieter Schaefer und Helmut Fürle, den Dialog zwischen Gewerkschaften und Sozialdemokratie unabhängig vom Ausgang der Kommunalwahlen weiter fortzusetzen.

Pressemitteilung SPD BGL

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