Dollinger-Geschäfte in Freilassing und Bad Reichenhall öffnen wieder

Trachtengeschäft ohne Wiesn & Co. „schwierig“

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Erst im Oktober 2019 eröffnete Dollinger das umgebaute Geschäft in der Hauptstraße, ein zweiter Laden in der Fußgängerzone wurde plangemäß unabhängig von Corona aufgegeben.

Freilassing/Bad Reichenhall - Die Wiedereröffnung der beiden Dollinger-Geschäfte in Freilassing und Bad Reichenhall lässt Inhaberin Kathrin Proft hoffen.

Vieler ihrer anderen Geschäfte sind an hochtouristischen Orten wie in der Getreidegasse in Salzburg oder in Reit im Winkl und Ruhpolding und damit stark vom Tourismus abhängig, anders die Stores in den Fußgängerzonen von Freilassing und Bad Reichenhall. Man merke zwar, dass österreichische Kunden fehlten, „aber andererseits dürfen deutsche Kunden ja derzeit auch nicht nach Österreich“.


In Freilassing hätte das Trachten- und Modegeschäft seit Montag offen, in Bad Reichenhall seit Dienstag, dort musste wegen der 800 m²-Regel noch der erste Stock mit der Herrenbekleidung abgetrennt werden. „Wir bedienen aber in Bad Reichenhall trotzdem auch Herren, wir holen die Waren dann eben aus dem ersten Stock“. An den ersten Tagen dieser Woche wurden in allen Filialen rund 700 der selbst produzierten Schutzmasken verkauft.

Kathrin Proft hofft auf den Sommertourismus, um vor allem ihre Stores in Salzburg, sowie Reit im Winkl und Ruhpolding halten zu können.



Die Damen seien aber auch an Mode interessiert und hätten Lust zum Probieren und Kaufen, vor allem T-Shirts, Pullis und Pullover. Problematisch sei allerdings das Trachtengeschäft, „da fehlen einfach die Anlässe, nachdem ja sowohl öffentliche Veranstaltungen wie Maibaum aufstellen oder Wiesn, aber auch private Feiern wie Hochzeiten nicht stattfinden“. Auch im Homeoffice zuhause hätte Frau nicht den Grund sich chic anzuziehen.

Österreicher fehlen?

Lohnt sich in Reichenhall und Freilassing eigentlich das Öffnen der Geschäfte, wenn Österreicher wegen der Einreisebeschränkungen nicht kommen dürfen? „Ja“, sagt Proft ergänzt, dass speziell in den beiden grenznahen Städten das Fehlen der Österreicher derzeit von bayerischen Stammkunden kompensiert werde, auch in Berchtesgaden und Traunstein würde sie dies beobachten. „Und die Bayern können ja derzeit auch nicht nach Österreich zum Einkaufen, also gleich sich das ein wenig aus“. 

Von den 30 Mitarbeitern in Bad Reichenhall und zehn in Freilassing sei ein Teil immer noch in Kurzarbeit. Als „sehr schwierig“ bezeichnet Proft die wirtschaftliche Situation des Trachtenmodehauses im Schatzdurchhaus in der weltberühmten Getreidegasse in Salzburg. Hier hofft Proft, dass der Sommertourismus zumindest zwischen Deutschland und Österreich möglich wird.

hud

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