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„Heimat digitaler Köpfe”

Der Reichenhaller Amadeus Fleckinger ist neuer Kreisvorsitzender der Wirtschaftsjunioren im BGL

Amadeus Fleckinger ist neuer Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Rupertiwinkel.
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Amadeus Fleckinger ist neuer Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Rupertiwinkel.

Mit „junger, peppiger Stimme” möchte Amadeus Fleckinger die Wirtschaftsjunioren des Berchtesgadener Landes als Stimme zu wirtschaftlichen Themen im Landkreis neu positionieren. Der 31-jährige Reichenhaller fungiert seit Anfang des Jahres als Kreissprecher, „one year to lead”, sagt er - bis Ende des Jahres ist er gewählt und will für die Wirtschaftsjunioren viele neue Mitglieder finden.

Berchtesgadener Land - Vor ein paar Jahren hat Amadeus Fleckinger einen Co-Working-Space in Freilassing eröffnet, das „kreativnest”. Es war das erste Büro im Landkreis, in dem sich Freiberufler und kleinere Start-ups einmieten und arbeiten konnten, ohne auf eigene Infrastruktur wie Internet oder Besprechungsräume zurückgreifen zu müssen. Das „kreativnest” hat Fleckinger mittlerweile verkauft, es heißt nun „kreativgeist” - und die Nachfrage nach alternativen Arbeitsplätzen abseits eines eigenen Büros habe seit Beginn deutlich zugenommen. Aus dem benachbarten Salzburg kämen viele Freiberufler zum Arbeiten nach Deutschland.

Seit Januar an der Spitze

Amadeus Fleckinger betreibt seit Jahren eine Online-Marketing-Agentur, Ehefrau Tina ist in der Filmproduktion tätig und produziert Imagefilme. Seit Januar führt der Reichenhaller die Wirtschaftsjunioren Rupertiwinkel an, so nennt sich der Verein, der unter dem Dach der IHK firmiert und für das Berchtesgadener Land zuständig ist: „Wir agieren aber völlig unabhängig”, sagt Amadeus Fleckinger. Die Wirtschaftsjunioren haben alle gemein, dass sie noch relativ jung sind: Unternehmer, Start-up-Gründer, Führungskräfte, alle unter 40 Jahre alt. „Das sind Personen, die Bemerkenswertes geschafft und noch auf viel mehr Lust haben. Wir haben unsere eigenen Visionen”, sagt Fleckinger, der im Januar an die Spitze gewählt wurde. 

„Vernetze dich mit gleichgesinnten Unternehmern und Führungskräften - regional und überregional”, steht auf der offiziellen Webseite. Den jungen Firmengründer reizte das. Er sagt: „Im Berchtesgadener Land steckt so viel Potenzial.” Während der Pandemie sei viel verloren gegangen, „viele haben sich isoliert und der Austausch fehlte”. 

Genau dieser Austausch sei es, den er jetzt befeuern wolle: „Wir haben im Landkreis viele schlaue Köpfe, die die Zukunft der Region mitgestalten wollen.” Der Leitspruch der Aktiven: „Allianz für Exzellenz.” Derzeit zählen die Wirtschaftsjunioren Rupertiwinkel 19 Mitglieder, zwölf davon aktiv, sieben weitere sind Fördermitglieder. 

Das Berchtesgadener Land sollte die Heimat der digitalen Köpfe werden

Mit dem Co-Working-Space hat Amadeus Fleckinger Erfahrungen gemacht, die ihn geprägt haben: Viele Unternehmer bräuchten nichts weiter „als ihren eigenen Kopf einen Laptop zum Arbeiten. Das Berchtesgadener Land sollte die Heimat der digitalen Köpfe werden”, sagt er. Denn seit langem drehe sich alles ums Digitale, um vernetzte Welten, Videokonferenzen inklusive. Jemand, der eine App programmiert, braucht nicht mehr als einen Computer und Internet. Während der Pandemie habe sich das sehr deutlich herauskristallisiert, dass viele mit wenig viel erreichen könnten und darin die Zukunft liege. „Wir wollen den Nährboden schaffen, der solche Leute anzieht”, sagt Amadeus Fleckinger. 

Dabei hat der Austausch für den Unternehmer größte Priorität: „Man kann entweder mehr Fehler machen oder man tauscht sich mit anderen aus, um Fehler zu umgehen”, sagt er. Karriere im Berchtesgadener Land zu machen, sei alles andere als unmöglich, obwohl die meisten nach Beendigung der Schule erst einmal die Region verließen. 

Treffen in Präsenz

Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren. Nicht digital, sondern in Präsenz. Es geht dann um Themen wie Mitarbeitergewinnung, um den Ausbau digitaler Strukturen, um die Antwort auf die Frage, wie man Prozesse effizienter gestalten könne. Als Kreissprecher plant Amadeus Fleckinger gemeinsame Betriebsbesichtigungen, Azubi-Workshops soll es geben, gemeinsame Ausflüge, sogenannte „Walk and Talks”, um sich untereinander zu vernetzen. Natürlich darf auch das Gemeinschaftliche nicht zu kurz kommen: Im Sommer steht ein großes Fest auf dem Plan. „Man hat als Wirtschaftsjunior etliche Möglichkeiten und kann über unseren Dachverband auf ein großes Netzwerk zurückgreifen”, weiß Fleckinger. 

Mit dem Format „Gesichter der Wirtschaft” wollen die Wirtschaftsjunioren sich der Öffentlichkeit vorstellen: Regelmäßige Blogs sind geplant. Die Unternehmer beabsichtigen, die eigene Öffentlichkeitsarbeit wieder auf Vordermann zu bringen. In den vergangenen Jahren gab es dazu nur wenig vorzuweisen, gelesen hat man über die Wirtschaftsjunioren kaum etwas. 

Amadeus Fleckinger zeigt sich zuversichtlich, im Laufe dieses Jahres die Mitgliederzahlen der Wirtschaftsjunioren deutlich zu steigern: „Bei unserem Gründercafé waren bereits 50 Leute mit dabei. Wenn die alle zu uns dazu kämen, wäre das ein großer Erfolg.” 

kp

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