Pressemitteilung Junge Union Berchtesgadener Land Süd

Junge Union im Gespräch mit Staatsministerin Michaela Kaniber

+
Bei traumhaftem Herbstwetter traf sich die Jungen Union mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Kaniber zu einem Gespräch auf der Kastensteinerwand.

Bischofswiesen - Bei traumhaftem Herbstwetter traf sich der Ortsverband der Jungen Union (JU) mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zu einem Gespräch auf der Kastensteinerwand.

Die CSU-Politikerin stand den JU-Mitgliedern dabei für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung - von Frauenquote bis Fridays for Future. Nach dem halbstündigen Aufstieg über den Blitzweg bot sich ein wunderschöner Ausblick auf Bischofswiesen. Die Junge Union um Ortsvorsitzenden Alexander Wimmer hatte die CSU-Kreisvorsitzende hierher eingeladen, um im lockeren Rahmen über die aktuell drängenden politischen Fragen zu sprechen. Zunächst freute sich Kaniber jedoch über das große Engagement und die Begeisterung, mit der sich junge Menschen im Talkessel in die Junge Union einbrächten. Der Ortsverband ist in weniger als einem Jahr zum größten im ganzen Landkreis mit knapp 50 Mitgliedern gewachsen. Sie ermutigte die Jungpolitiker, ihre eigene Meinung auch laut kundzutun: "Ihr dürft auch mal bewusst provozieren. Gerade junge Leute sollten für Themen, die ihnen wichtig sind, kämpfen!"

Die JU’ler interessierte besonders, wie der Alltag einer Spitzenpolitikerin aussieht. Kaniber berichtete von durchgetakteten Arbeitstagen, wenig Schlaf, sehr wenig Freizeit und viel Zeit im Auto, immer auf dem Weg zum nächsten Termin. "Und trotzdem habe ich es nie bereut, in die Politik gegangen zu sein." Vor allem viele Frauen seien jedoch leider abgeschreckt, sich zusätzlich zu Familie und anderen Ehrenämtern politisch zu engagieren. Hier sieht Kaniber glücklicherweise eine Trendwende anbrechen. Frauenquoten lehnt sie wie auch die JU hingegen strikt ab. "Wir dürfen die Frage der Qualität natürlich nicht aus den Augen lassen."

Auch die Hauptdomäne der Ministerin, die Landwirtschaft, kam zur Sprache. Kaniber beklagte hier ein medial verbreitetes schlechtes Image der Landwirte. Obwohl Bayern Musterbeispiel für die nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft sei, würden Bauern als Tierquäler und Umweltzerstörer verunglimpft, das sei "eine bodenlose Frechheit". Mit Blick auf die Felder in Bischofswiesen sagte sie: "Dabei sind sie es doch, die unsere wertvolle Kulturlandschaft pflegen und erhalten!" Leider hätten vor allem junge Menschen in der Stadt oft keine Vorstellung von Lebensmittelproduktion, dies fördere dann auch Parteien, die mit immer mehr Auflagen die kleinbäuerliche Landwirtschaft schwächen wollten.

Das viel debattierte Thema Fridays for Future sieht die JU gespalten. Es müssen große Anstrengungen unternommen werden, um dem Klimawandel entgegenzutreten, was sich auch in der aktuellen Politik widerspiegle. Aber wenngleich die Proteste durchaus zu Veränderungen geführt hätten, so meinte auch Kaniber: "Durch Demonstrationen allein werden wir das Klima nicht retten. Es würde mich freuen, wenn die Aktivisten ihre Energie in Arbeit anstatt ins Demonstrieren investieren würden"

Beim anschließenden Weißwurstfrühstück in der Kastensteinerwand Alm bedankte sich Ortsvorsitzender Alexander Wimmer bei der Ministerin für die Zeit, die sie sich extra für die Junge Union genommen hatte und überreichte ein kleines Gastgeschenk, bevor es für sie zum nächsten Termin weiterging.

Pressemitteilung Junge Union Berchtesgadener Land Süd

Zurück zur Übersicht: Landkreis BGL

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT