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Aktuelle Corona-Analyse und Langzeitvergleich

Bis zu 3300: Diese drei Nachbarkommunen sind jetzt Spitzenreiter bei BGL-Inzidenzen

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land scheint jetzt schon zwei Wochen „unverrückbar“ um die 2000 zu kreisen - in den Kommunen geht die Schere dagegen auseinander. Unsere aktuelle Analyse für den Landkreis.

Landkreis Berchtesgadener Land - Keine Anzeichen von Entspannung: Das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus bleibt im Berchtesgadener Land sehr aktiv - die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt nun schon rund zwei Wochen recht konstant bei einem Wert von etwa 2000, womit man weiterhin deutlich über dem Bundesschnitt bleibt. Blickt man auf die Kommunen innerhalb des Landkreises scheint die Schere derweil auseinanderzugehen: In sieben steigt die Inzidenz, teils sogar wieder über 3000, in sieben anderen Kommunen sinkt die Inzidenz.

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in den Kommunen im Berchtesgadener Land zur Vorwoche.

Die Spitzenplätze nehmen diese Woche drei Nachbarkommunen ein: Deutlich am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag (20. März) in Saaldorf-Surheim mit einem Wert von 3295. Ganze 183 neue Corona-Fälle wurden in der relativ kleinen Gemeinde registriert. Es folgen mit größeren Abstand Laufen mit einer Inzidenz von 2514 und Teisendorf mit einem Wert von 2450. Teisendorf und Saaldorf-Surheim lagen auch vorige Woche schon an der Spitze im Landkreis.

Corona-Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage im Berchtesgadener Land je Kommune.

Den Umständen entsprechend „entspannt“ schaut die Lage derzeit dagegen am anderen Ende des Landkreises aus: In Bischofswiesen, Marktschellenberg und Schönau liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen unter 1400. In allen drei Kommunen sinkt die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche um etwa 700 bis 800 Punkte. Nach absoluten Zahlen infizierten sich in der vorigen Woche am meisten Menschen in Freilassing (366), Bad Reichenhall (335) und Teisendorf (229) mit dem Coronavirus.

Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bad Reichenhall, Freilassing, Berchtesgaden und Laufen seit dem Jahreswechsel.

Die Zahl in einer Kommune lässt aber keinen generellen Rückschluss auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Aktuell gibt es 3028 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis - 35 mehr als in der Vorwoche. Von den 46 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten muss einer auf einer Intensivstation behandelt werden. Ein hohes Infektionsgeschehen gibt es von den jüngsten Jahrgängen bis etwa 1961 - erst bei den Älteren infizieren sich nicht mehr so viele Menschen mit dem Virus. 63,5 Prozent haben im Landkreis zumindest eine zweite Corona-Impfung bekommen. 48,8 Prozent sind auch geboostert.

xe

Rubriklistenbild: © ROHA-Fotothek Fürmann

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