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Über finanzielle Hilfen und persönliche Schicksalsschläge

BGL-Landrat Bernhard Kern im Interview: „Das ist das Schlimmste“

Landrat Bernhard Kern hofft auf schnelle und unbürokratische Hilfe von Bund und Land für die Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe im Berchtesgadener Land.
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Landrat Bernhard Kern hofft auf schnelle und unbürokratische Hilfe von Bund und Land für die Betroffenen der Hochwasser-Katastrophe im Berchtesgadener Land.

Landkreis Berchtesgadener Land - Landrat Bernhard Kern sprach bei einem Vor-Ort-Termin am Montagabend mit BGLand24.de über die derzeitige Situation im Landkreis, mögliche Schadens-Brennpunkte, finanzielle Hilfen und persönliche Schicksalsschläge.

Die Sonne hat am Montag die ersten Schäden deutlich gemacht und für eine erste Beruhigung der Lage gesorgt. Wie stellt sich die Situation derzeit dar?

Die Situation ist immer noch anstrengend, wenn man das so sagen darf. Die Grundstückseigentümer bzw. die Hausbesitzer sind natürlich gewaltig in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir haben alles versucht, damit mit den freiwilligen Helfern alles koordiniert ablaufen kann. Die beste Unterstützung leisten hier die Kommunen.

Ich habe auch gerade ein Gespräch mit dem Dr. Voß vom THW geführt. Das THW bleibt uns trotz der Aufhebung des Katastrophenfalls erhalten. Wir sind auch mit der Bundeswehr im Austausch, dass sie uns vom Standort Bischofwiesen-Strub weiterhin Hilfe leisten.

Kann man denn schon absehen, wo noch viel zu tun ist? Der Geologe war ja bereits unterwegs. Hat dieser erste Brennpunkte festmachen können?

Nein, erste Brennpunkte gibt es in diesem Fall noch nicht. Es klemmt noch an verschiedenen Stellen, wo man merkt, dass da noch Hangbrüche sind. Dort sieht man, dass der Hang angebrochen ist. Dort war auch schon der Geologe. Das Wichtigste ist jetzt, nicht in Panik zu verfallen. Die gefährlichsten Stellen sind abgesichert und auch abgeschlossen. Dennoch müssen wir schauen, was die Zukunft bringt. Alle Stellen müssen sauber abgearbeitet und entsprechende Maßnahmen vorbereitet werden.

Was erwarten Sie sich von der Kabinettssitzung vom Dienstag, in der auch das Thema finanzielle Hilfe ein Thema sein wird? Was erhoffen Sie sich diesbezüglich vom Bund und Land?

Ich erhoffe mir eine ganz klare Unterstützung vom Land. Es ist ja nicht so, dass der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann nur zu Besuch im Landkreis da waren. Dort wurden ja bereits finanzielle Hilfen zugesagt. Ich möchte aber, dass dies einfach abläuft. Auch vom Bund erwarte ich mir eine sehr gute und unbürokratische Unterstützung. Ich möchte, dass alle diese Hilfen einfach abrufen können.

Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee

Unwetter-Katastrophe im Berchtesgadener Land - Aufräumen in Schönau am Königssee
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee. © Peter Kneffel/dpa
Unwetter-Katastrophe im Berchtesgadener Land - Aufräumen in Schönau am Königssee
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee. © Peter Kneffel/dpa
Unwetter-Katastrophe im Berchtesgadener Land - Aufräumen in Schönau am Königssee
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee. © Peter Kneffel/dpa
Unwetter-Katastrophe im Berchtesgadener Land - Aufräumen in Schönau am Königssee
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee. © Peter Kneffel/dpa
Unwetter-Katastrophe im Berchtesgadener Land - Aufräumen in Schönau am Königssee
Aufräumarbeiten in Schönau am Königssee. © Peter Kneffel/dpa

Sie sind auch seit Samstag Abend unterwegs und in permanenter Alarmbereitschaft. Was ist aus ihrer Sicht das Schlimmste, was sie erlebt haben?

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, Bürgermeister Thomas Weber, Landrat Bernhard Kern und MdL Michaela Kaniber begutachten die Schäden an der B 20.

Das Schlimmste ist der Verlust der persönlichen Gegenstände. Wir waren gerade ein einem Haus, in dem das Wasser stand, ich war in vielen Gebäuden, in denen die Mure eingetreten ist. Dort ist überall Wasser und Dreck. Da merke ich einfach, egal ob das Männer oder Frauen sind, dass sie nicht mehr können. Es ist der Wahnsinn, was man dort erleben muss. Wenn alles aufgeräumt ist, bleiben die Emotionen. Diese sind auch bei vielen frei geworden. Ich kann nur den allerhöchsten Respekt aussprechen, dass man das aushält. Mann muss es zwar aushalten, aber es ist eine schwierige Zeit.

cz/jz

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