Arbeitsreiche Tage für Retter im BGL

Vermisstes Kind, Murmeltier-Pfiffe und eine amputierte Fingerkuppe

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Landkreis - Über mangelnde Arbeit konnten sich die Retter von Bergwacht und Rotem Kreuz in den vergangenen Tagen nicht beklagen. Sie waren bei zahlreichen Einsätzen gefordert:

Vermisstes Kind auf dem Weg zur Blaueishütte 

Am Donnerstag gegen 10 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht Ramsau wegen eines verstiegenen Kinds auf dem Weg zur Blaueishütte ein. Die Einsatzkräfte bereiteten bereits eine große Suche mit Hubschrauber vor, als das Kind dann auf einem Nebensteig zur Schärtenalm wieder auftauchte, von anderen Wanderern mitgenommen und mit seiner Familie zusammengeführt wurde. 

Gegen Mittag stürzte dann eine 74-jährige Reichenhallerin auf dem Wanderweg im Zauberwald und verletzte sich am Fuß. Die Bergwacht Ramsau versorgte sie und brachte sie auf die Straße zurück. Danach wurde sie per Krankenwagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert.

Schwerer Radsturz in der Mordau 

Am Donnerstag gegen 12.35 Uhr stürzte eine 71-jährige Einheimische auf der Forststraße zwischen der Mordaualm im Lattengebirge und dem Söllboden so schwer, dass sie wegen starker Schmerzen in der Schulter und Kreislaufproblemen vom Roten Kreuz notärztlich versorgt und dann per Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert werden musste. 

Gleichzeitig musste die Bergwacht Ramsau wegen eines internistischen Notfalls zur Schertenalm ausrücken. Der Patient wurde durch den Ramsauer Bergwacht-Notarzt versorgt und mit dem Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ nach Salzburg geflogen.

Murmeltier-Piffe lösen Suchaktion an Blaueishütte aus 

Bereits am Mittwochabend gegen 17.20 Uhr ging ein Notruf wegen vermeintlicher Hilferufe im Bereich der Blaueishütte ein. Der Wirt der Blaueishütte, zugleich Bergwachtmann, machte sich auf die Suche und befragte mehrere Bergsteiger, wobei ein Teil bestätigte, Hilferufe gehört zu haben, die anderen aber alle meinten, dass ein Murmeltier mehrmals laut gepfiffen habe. 

Vermutlich hatten auch Kletterer laut gerufen, was in Kombination mit den Murmeltier-Pfiffen wie Hilferufe klang. Die Melder suchten noch gute zwei Stunden weiter. Die bereits alarmierte Bergwacht Ramsau und der Suchhubschrauber wurden schließlich nicht mehr benötigt, da kein Notfall vorlag.

Zweijährige amputiert sich Fingerkuppe

Am Mittwochabend gegen 18.15 Uhr amputierte sich ein zweijähriges Mädchen aus Unterfranken im Klausbachtal eine Fingerspitze. Die Bergwacht Ramsau, der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ waren im Einsatz, versorgten das Mädchen und brachten es dann zum Klinikum Traunstein.

Die BRK-Wasserwacht und eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes haben schließlich am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr auch noch einen 17-jährigen Ramsauer gerettet, der sich am Steig entlang des Königsbach-Wasserfalls das Sprunggelenk gebrochen hatte. Der Wasserfall mit seinen Gumpen oberhalb des Königssees ist an heißen Tagen ein beliebter Badeplatz. Die Wasserretter brachten die Sanitäter per Boot von der Seelände zum Steg am Wasserfall, wo der junge Mann erstversorgt wurde.

Pressemeldung BRK BGL

Zurück zur Übersicht: Landkreis BGL

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser