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Landratsamt Berchtesgadener Land informiert

Vorübergehende Aufnahmemöglichkeit für Geflüchtete in Laufen

Der Krieg in der Ukraine hat eine Flüchtlingsbewegung ausgelöst, die ganz Europa vor große Herausforderungen stellt. Auch im Berchtesgadener Land wird seit mehreren Wochen alles unternommen, um den Vertriebenen rasch und unkompliziert Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Unterstützend wird ab der kommenden Woche eine dezentrale Erstaufnahmestelle in Laufen eingerichtet.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Berchtesgadener Land – Um Geflüchtete aus der Ukraine möglichst rasch und unkompliziert an längerfristige Unterkünfte verweisen zu können, hat das Landratsamt mit Unterstützung der Bundeswehr Anfang der Woche kurzfristig eine dezentrale Erstaufnahmemöglichkeit als Übergangslösung bis zur Inbetriebnahme der kreiseigenen Einrichtung geschaffen und die Von-Martius-Halle in Bad Reichenhall als erste Anlaufstelle für die dem Landkreis zugewiesenen Flüchtlinge vorbereitet. „Ich danke allen Beteiligten, dass sie kurzfristig und unkompliziert ihre Hilfe angeboten haben. Die vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt, dass wir uns auf unsere Soldatinnen und Soldaten in der Region verlassen können, wann immer Not am Mann ist“, bekräftigt Landrat Bernhard Kern.

Ab der kommenden Woche wird diese Erstaufnahmemöglichkeit nun schrittweise in eine kreiseigene Liegenschaft übersiedeln: In enger Abstimmung mit Laufens Bürgermeister Hans Feil und Schulleiter Maurice Flatscher, wird bis auf weiteres die Turnhalle des Rottmayr-Gymnasiums in Laufen als kurzfristige Unterbringungsmöglichkeit für bis zu 100 Personen dienen. Wie zuvor die Halle der Bundeswehr in Bad Reichenhall ist auch hier das Ziel, allen Ankommenden möglichst rasch längerfristige Unterkünfte im Landkreis zuweisen zu können.

„Unser Ziel ist es auch weiterhin, alle Ankommenden so schnell es geht in zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten im Landkreis unterzubringen“, informiert Kern. „Gleichzeitig müssen wir auch darauf achten, die Belastungen im Landkreis zu verteilen. Mit der Halle des Rottmayr-Gymnasiums haben wir eine kreiseigene Halle, die sich bereits in der Vergangenheit für die zeitweilige Unterbringung bewährt hat. Daher danke ich unserem Schulleiter Maurice Flatscher sowie Bürgermeister Hans Feil, dass sie uns in dieser Entscheidung unterstützen. Gleichzeitig bitte ich natürlich alle Anwohner um Verständnis für die aktuelle Situation. Der Krieg in der Ukraine und die dadurch ausgelöste Flüchtlingsbewegung stellen uns alle vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können.“ Neben der dezentralen Erstaufnahmeeinrichtung arbeitet das Landratsamt daher auch weiterhin mit Hochdruck an der Akquise längerfristiger Unterbringungsmöglichkeiten im gesamten Landkreis.

„In der derzeitigen Notsituation ist es für uns selbstverständlich, dass die Sporthalle als dezentrale Erstanlaufstelle zur Verfügung gestellt werden muss“, erklärt Flatscher seine Bereitschaft zu helfen. Für die Schüler habe man sich bereits Alternativen überlegt und könne hierzu auch auf die Kenntnisse aus 2015 zurückgreifen.

Auf diese Erfahrungen verweist auch Bürgermeister Feil: „Die Stadt Laufen hat bereits bewiesen, dass es funktioniert. Angesichts der Folgen des Kriegs in der Ukraine ist es jetzt entscheidend, dass wir im Landkreis zusammenhalten. Selbstverständlich sind daher auch wir in Laufen bereit, unseren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise zu leisten. Natürlich hoffen wir aber auch, dass für die Geflüchteten möglichst schnell längerfristige Alternativen an anderer Stelle in Laufen geschaffen werden können.“

In der Sporthalle des Rottmayr-Gymnasiums können die ankommenden Menschen verpflegt und gegebenenfalls medizinisch versorgt werden. Außerdem erhalten sie erste Informationen über das weitere Vorgehen rund um Registrierung, Aufenthaltstitel oder finanzielle Unterstützung. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereiten hierzu aktuell ein Informationsblatt vor, das in mehrere Sprachen übersetzt wird. So wollen wir die Geflüchteten bestmöglich bei der ersten Orientierung unterstützen. Zusätzlich haben wir auf unserer Website Antworten zu häufig gestellten Fragen privat untergekommener Flüchtlinge zusammengestellt. Dort können sich auch jene Personen informieren, die bereits Menschen aus der Ukraine beherbergen“, informiert Kern. Seit Mittwoch können Fragen zur privaten Unterbringung auch direkt unter 0049 8651 77 151 oder buergertelefon@lra-bgl.de gestellt werden.

Aktuelle Informationen zum Thema Ukraine-Krieg im Landkreis Berchtesgadener Land und Antworten auf häufige Fragen sind auch online unter https://www.lra-bgl.de/lw/sicherheit-verkehr/ukraine-konflikt/ abrufbar.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © Hannibal Hanschke/dpa

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