Wenn Lurchi & Co. auf Wanderschaft gehen

Die BGL10 bei Thundorf muss zeitweise geschlossen werden

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Berchtesgadener Land - Jedes Jahr im Frühling machen sich unterschiedliche Amphibienarten auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Während der Wanderung sind Lurchi & Co. vielen Gefahren ausgesetzt. Aufgewärmte Asphaltdecken bergen eine besondere Gefahrenquelle für die wärmeliebenden Frösche und Lurche.

Um dem Straßentod vorzubeugen und dem Zusammenbrechen ganzer Amphibienpopulationen entgegen zu wirken, werden im Landkreis Berchtesgadener Land unterschiedliche Maßnahmen ergriffen.

An einigen Orten weisen Schilder mit dem Frosch-Symbol Autofahrer auf Wanderrouten der Tiere hin. Stellenweise werden durch ehrenamtliche Helfer vorübergehend Kunststoffzäune errichtet, an denen die Tiere abends gesammelt und von vielen freiwilligen Helfern über die Straße zum Laichgewässer getragen werden.

Wirkungsvollster Schutz für die Tiere - nächtliche Straßensperren

Die wirkungsvollste Maßnahme zum Schutz der Amphibienpopulationen ist die nächtliche Sperrung von Straßen. Die nächtliche Wanderung der Tiere ist sehr witterungsabhängig.

An der BGL 10 zwischen Thundorf und Vachenlueg werden die Schranken je nach Witterung ab Samstag, 11.03. bis Freitag, 31.03., täglich von 19 bis 06 Uhr, früh geschlossen (Umfahrung siehe beiliegende Karte). Die Umfahrung ist beschildert.

Umfahrung BGL 10 zwischen Thundorf und Vachenlueg

Kellerschächte stellen für Amphibien ebenfalls (Lebend-)Fallen dar. Ein Abdecken der Schächte oder ein gelegentliches Überprüfen auf hineingefallene Kröten und Frösche erspart den Tieren den Hungertod. Hilfreich kann sich auch eine schräg in den Schacht gestellte Holzlatte erweisen, auf der die Tiere den Schacht eigenständig verlassen können.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © dpa

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