Pressemitteilung SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

Ausbildung muss sich lohnen

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Informierten sich über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt im Berchtesgadener Land (von links nach rechts): Georg Quentin (Kreisrat Teisendorf), Hans Metzenleitner (Sprecher SPD-Kreistagsfraktion, Bischofswiesen), Roman Niederberger (Kreisrat Piding, SPD-Kreisvorsitzender), Dr. Werner Vietze (Kreisrat Bischofswiesen), Heike Spruck-Gruber (Geschäftsführerin Jobcenter Bad Reichenhall), Bartl Mittner (Kreisrat Berchtesgaden)

Berchtesgadener Land - Regelmäßig sucht die Kreistagsfraktion der SPD den Austausch mit dem Jobcenter in Bad Reichenhall, um sich über aktuelle Entwicklungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu informieren und über Wege zu weniger Arbeitslosigkeit und mehr Beschäftigung zu sprechen.

In der vergangenen Woche wurden die SPD-Kreisräte von der Geschäftsführerin des Jobcenters Heike Spruck-Gruber begrüßt, die über positive Entwicklungen, aber auch neue Herausforderungen berichten konnte.

Mit einer Integrationsquote von über 35 Prozent haben die fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters in 2018 eine auch im überregionalen Vergleich stattliche Leistung erbracht, stellte die Geschäftsführerin bei ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr dar. Einen erheblichen Anteil an der guten Quote haben aus ihrem Heimatland geflüchtete Menschen, die vielfach aufgrund ihres Alters und ihrer körperlichen Einsatzbereitschaft erfolgreich vermittelt werden konnten. Die stellvertretende Leiterin Rosemarie Heigermoser ergänzte, dass aber weiterhin die zusätzliche Qualifizierung und vor allem die Vermittlung von sprachlichen Fähigkeiten von entscheidender Bedeutung ist.

"Ausbildung muss sich lohnen", machte Heike Spruck-Gruber in diesem Zusammenhang deutlich. Nach einer Tätigkeit als Helfer sei der Einkommensverzicht bei Beginn einer Ausbildung oft schwer zu vermitteln. Hier seien nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Politik gefordert, um die Ausbildung attraktiver zu machen.

Der Teisendorfer Kreisrat Georg Quentin sprach in diesem Zusammenhang auch den nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf in der Gastronomie an: hier ließe sich nicht nur bei der Bezahlung, sondern auch bei den Rahmenbedingungen und der Stimmung in den Betrieben noch einiges bewegen, um motivierte Frauen und Männer für diesen Bereich zu gewinnen.

Auf Nachfrage des SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger berichtete die Geschäftsführerin von ersten Erfolgen aus dem Programm "sozialer Arbeitsmarkt". Die Erwartungen seien deutlich übertroffen worden; auch außerhalb der üblicherweise in diesem Bereich aktiven Sozialverbände und karitativen Arbeitgeber zeige sich deutliches Interesse und die Vermittlungen schreiten gut voran.

Als mühsam errungenen Erfolg werteten die Gesprächsteilnehmer auch die Verbesserung der Betreuungssituation im Landkreis. Zwar sei der Anteil von Alleinerziehenden bei den länger Arbeitslosen immer noch erheblich, aber der Ausbau der Krippen- und Ganztagsangebote zeigte eine deutliche Wirkung.

Für die Beschäftigten des Jobcenters selbst habe sich durch einen fast vollständigen Abbau der Befristungen die Situation deutlich gebessert, stellte die Geschäftsführerin zum Abschluss des Gesprächs auf Nachfrage des Sprechers der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner dar. Weiterhin problematisch sei aber sowohl für Kunden als auch für Mitarbeiter die Raumsituation in der Bahnhofstraße 22; auf schnelle Abhilfe sei hier aber wohl kaum zu hoffen. Zum Abschluss des Gesprächs bedankte Hans Metzenleitner für die umfassenden Informationen und den intensiven Austausch.

Pressemitteilung SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

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