Landratsamt Berchtesgadener Land

Polizei-Fachgespräch zeigt auch Kriminalstatistiken der Region auf

v.l.: Thomas Schmid, Erwin Wimmer,  Landrat Bernhard Kern, Hans-Peter Butz, Gerhard Huber, Polizeipräsident Robert Kopp, Walter Schreyer, Bernhard Resch,  und Peter Huber
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v.l.: Thomas Schmid, Erwin Wimmer, Bernhard Kern, Hans-Peter Butz, Gerhard Huber, Robert Kopp, Walter Schreyer, Bernhard Resch und Peter Huber

Berchtesgadener Land - Ein durchaus positives Fazit zogen Polizeipräsident Robert Kopp vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd und Landrat Bernhard Kern nach einem intensiven Fachgespräch im Landratsamt Berchtesgadener Land.

Die Meldung im Wortlaut:


Im Beisein von Vertretern der vier heimischen Polizeiinspektionen Laufen, Freilassing, Bad Reichenhall und Berchtesgaden, der Grenzpolizeiinspektion Piding sowie der Kriminalpolizei Traunstein betonte Robert Kopp: „Die Sicherheit von rund 1,3 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in neun Landkreisen sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim fordert uns täglich. Die Herausforderungen der heutigen Zeit sind nicht zu unterschätzen, wir tun unser Bestes“, und erläuterte anhand einer Präsentation die aktuelle Situation im Präsidiumsgebiet sowie im Landkreis.

Positiv sieht der Präsident die Entwicklung im gesamten Gebiet in einem Rückgang der Vermögens- und Fälschungsdelikte auf 8.275 Fälle (2018: 9.076 Fälle), der Rauschgiftkriminalität auf 4.858 Fälle (2018: 4.994 Fälle) sowie beim Wohnungseinbruchsdiebstahl auf 307 Fälle (2018: 324 Fälle). Zwar wurden im Jahr 2019 mit insgesamt 54.768 Fällen mehr Straftaten als 2018 (55.485 Straftaten) festgestellt, dafür sei aber ein leichter Rückgang im Berchtesgadener Land zu verzeichnen gewesen - um 0,9 Prozent auf 7.886. Auch die Aufklärungsquote vor Ort sei mit 83 Prozent bestens, der Bayerndurchschnitt betrage beispielsweise 67 Prozent.


Allerdings gebe es auch einige Bereiche, die zur Sorge Anlass gäben. Auf Nachfrage von Landrat Bernhard Kern führte der Polizeipräsident beispielsweise die zunehmende Gewalt gegen Staatsbedienstete aus: Bereits Kleinigkeiten führten heutzutage zu Gewalt gegen Polizisten. In der Stadt Laufen reichte so bereits die Aufforderung, coronabedingt eine Maske in einem Geschäft zu tragen, dass eine Dame handgreiflich wurde und am Ende mitgenommen werden musste. Bayernweit zählte man im Jahr 2019 7.959 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte, eine Zunahme um 3,5 Prozent. In Oberbayern gab es eine noch größere Steigerung der Übergriffe von 9,2 Prozent auf 770 Fälle.

Landrat Bernhard Kern bedankte sich für den großen Einsatz der ganz unterschiedlich eingesetzten Polizeibediensteten und hob hervor, wie wichtig das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerschaft sei: „Eine sichtbare Präsenz der Polizei vor Ort führt dazu, dass sich gerade die Menschen im Berchtesgadener Land sicher fühlen könnten.“ Ein Dank ging hierbei zudem an durchgeführte LKW-Kontrollen an der B21, die in kürzester Zeit zahlreiche Verstöße zu Tage treten ließen.

Der Landrat wünschte sich eine Verstärkung der Kräfte in den einzelnen Inspektionen, um der besonderen Lage des Landkreises gerecht werden zu können: „Die Staatsgrenze, die wichtigen Verkehrsverbindungen, die Randlage der Inspektionen – all dies lässt es erforderlich erscheinen, die Dienststellen bestens auszustatten.“
Landrat Kern bedankte sich am Ende vor allem auch für die professionelle Zusammenarbeit beispielhaft im Corona-Krisenfall: „Alle Mitwirkenden haben bestens mit- und zueinander gearbeitet und sehr hohen Einsatz gezeigt. Hier kann sich der Landkreis wirklich glücklich schätzen.“

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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