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Flutkatastrophe im Berchtesgadener Land

Söder und Scholz in Schönau am Königssee: „Lebenswerk in Sekunden zerstört“

Das Wasser hat in der Schönau am Königssee eine Welle der Zerstörung mit sich gebracht.
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Das Wasser hat in Schönau am Königssee eine Welle der Zerstörung mit sich gebracht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor Ort ein Bild dazu gemacht.

Dramatische Bilder zeigen sich am Wochenende in den Gemeinden im südlichen Teil des Berchtesgadener Landes. In Schönau am Königssee hinterlässt das viele Wasser vollkommen zerstörte Häuser. Ministerpräsident Markus Söder und Bundesfinanzminister Olaf Scholz haben sich ein Bild davon gemacht.

Berchtesgadener Land - „Ich bin seit 37 Jahren bei der Gemeinde, habe schon viele Hochwasser mitgemacht, aber so was habe ich noch nie gesehen, sowas hat es bei uns noch nie gegeben“, sagte Hannes Rasp, Bürgermeister der vom Unwetter schwer getroffenen Gemeinde Schönau am Königssee, am Sonntag. So ging es wohl vielen Anwohnern im südlichen Teil des Berchtesgadener Landes. Die wütende Naturgewalt des Wassers hat ein Bild der Zerstörung hinterlassen. In der Vorbergstraße in Schönau am Königssee haben die Wassermassen für eine Geröll- und Schlammlawine gesorgt und Gärten, Garagen und sogar ganze Häuser unterspült.

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Söder: „Ein Lebenswerk zerstört“

Die ganze Nacht hindurch werkten Einsatzkräfte, betroffene Anwohner und Nachbarn, um die Häuser wieder zu befreien. Mit Baggern und Schaufeln arbeiten die Menschen unermüdlich. Laster fahren den Dreck dann immer wieder aus der schmalen Straße hinfort. Unermüdlich wird hier weiter gearbeitet.

Gestoppt wird am Sonntag nur für kurze Zeit: als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sich gemeinsam mit Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ein Bild der dramatischen Lage macht. Auch die Politiker sind sichtlich betroffen: „Wir haben erlebt, wie viele Menschen alles verlieren. Im Westen; jetzt über Nacht auch bei uns hier. Wie innerhalb von Sekundenbruchteilen ein Lebenswerk zerstört werden kann“, so Söder am Sonntag. Gleichzeitig sichert er auch Hilfe zu: „Klar ist, wir werden helfen. Und zwar sowohl bei der Infrastruktur, als auch bei den Fragen, was jetzt persönliche Hilfe betrifft.“ Bereits am Dienstag soll im Kabinett besprochen werden, welche Maßnahmen getroffen werden können. Auch die vollkommen zerstörte Bob-Bahn wolle man wieder aufbauen.

Söder richtet persönliche Worte an Menschen im BGL

Soforthilfe aus Bayern und vom Bund?

Hilfe für die Betroffenen soll nicht nur aus Bayern, sondern auch vom Bund kommen, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärt: „Wir müssen auch insgesamt dabei sein, wenn es darum geht, eine Soforthilfe zu organisieren und wenn es darum geht, dafür Sorge zu tragen, dass der Wiederaufbau gelingt. Das kann nur Deutschland insgesamt stemmen“. „Jetzt muss sofort geholfen werden. Es muss der Wiederaufbau gelingen. Das ist eine nationale Aufgabe, die wir anpacken müssen.“ Erste Entscheidungen zu einer Soforthilfe für Betroffene der Fluten sollen noch in dieser Woche getroffen werden, wie Scholz anmerkt.

Während die Politiker weiter zur zerstörten Bob-Bahn fahren, werden die Aufräumarbeiten in der Vorbergstraße wieder fortgesetzt. Die Laster fahren leer wieder die schmale Schlammstraße hinauf und mit Unrat gefüllt wieder hinunter. Das kratzende Geräusch der Schaufeln ertönt wieder aus den Gärten, Garagen und Häusern. Die Arbeiten werden wohl noch Tage andauern. Wie es danach in den betroffenen Gebieten weitergeht, ist noch unsicher.

ce

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