Genuss zwischen Wiesen und Bergen

Outdoor Gourmetküche – Kochen in der freien Natur“

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Die Teilnehmerinnen des Kochkurses beim Sammeln der Wildpflanzen unter fachkundiger Anleitung von Renate Schertle.

Berchtesgadener Land - Unter dem Motto „Outdoor Gourmetküche – Kochen in der freien Natur“ hatten die Biosphärenregion BGL und die Gesundheitsregionplus BGL in die Kräuterwerkstatt von Renate Schertle bei Bad Reichenhall eingeladen.

Wiederum ging es um die Frage, wie wir uns heute gesund und nachhaltig ernähren können. An diesem Nachmittag stand die Zubereitung leckerer Speisen aus selbst gesammelten Wildpflanzen direkt in der Natur im Vordergrund.

Schon beim gemeinsamen Sammeln der Wildpflanzen auf dem Gelände der Kräuterwerkstatt kamen die Besonderheiten der einzelnen Pflanzen, ihre Bedeutung für die Gesundheit, aber auch Geschichten, die sich z.B. rund um den Frauenmantel oder die Brennnessel ranken, zur Sprache.

Da Wildpflanzen eine negative CO2-Bilanz haben (d.h. sie entziehen der Atmosphäre im Wachstumsprozess mehr CO2 als sie freigeben), ist der Verzehr von Wildpflanzen besonders klimafreundlich. Hinzu kommt, dass Obst und Gemüse aus dem Supermarkt häufig lange, klimabelastende Transportwege hinter sich haben, erklärt die Bildungsreferentin der Biosphärenregion Meike Krebs-Fehrmann.

Doch Renate Schertle vermochte nicht nur für die Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit beim Verzehr von Wildpflanzen zu begeistern, sondern auch für die ungeahnten Gaumenfreuden der „wilden Küche“. 

Nach dem Sammeln von Brennnessel, Giersch, Gänsefingerkraut, Kohldistelblättern, Gundermann, Schafgarbe und anderen Wildpflanzen, durften die Teilnehmerinnen in der Jurte der Kräuterwerkstatt Salate anrichten, Suppe und Chutneys zubereiten ebenso wie Limonade, Smoothies und Küchlein.

In Kohldistel-, Wein- oder Löwenzahnblätter gewickelter Käse wird in der Pfanne gebraten.

Dekoriert mit Blüten von Gänseblümchen, Braunelle, Borretsch u.a. wurden so Gerichte gezaubert, die nicht nur gut schmeckten, sondern auch ein Augenschmaus waren.

Beim Kochen tauschten sich die Teilnehmerinnen über Tricks zur Zubereitung der Speisen aus, z.B. dass man Brennnesselblätter vor dem Verzehr mit dem Nudelholz platt rollen kann, um so die Brennhaare zu zerstören.

Ergänzt wurden die Wildpflanzengerichte durch etwas Obst, Öl und Gewürze. Da die Übertragungswege des Fuchsbandwurms bis heute nicht eindeutig geklärt sind, empfiehlt die Verwaltungsstelle der Biosphärenregion, Pflanzen aus der freien Natur nicht roh zu verzehren, sondern zu blanchieren (mit heißem Wasser überbrühen und nach drei Minuten abseihen). Nach dem Erhitzen, beispielsweise auch beim Kochen eines Tees oder von Marmelade besteht keine Infektionsgefahr.

Die Biosphärenregion und die Gesundheitsregionplus bedanken sich sehr herzlich bei Renate Schertle für die gute Zusammenarbeit und die Durchführung des Kochkurses. Die nächste Veranstaltung der Reihe „Genuss zwischen Wiesen und Bergen: regional, gesund, nachhaltig“ findet am 20.09. auf der Fürmann Alm bei Anger statt.

Im Kurs „Kochen auf der Alm“ mit Gertraud Gafus gibt es noch freie Plätze. Für weitere Infos und zur Anmeldung kontaktieren Sie bitte Meike Krebs-Fehrmann, Biosphaerenregion_BGL@crenatur.de, Tel. 0861-21165090.

Pressemitteilung Biosphärenregion Berchtesgadener Land

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