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Neues Entsorgungskonzept für das Berchtesgadener Land 

Ziel: 30 Prozent weniger Restmüll in 2030! 

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Um einer unangenehmen Geruchsentwicklung vorzubeugen, ist es ratsam, den Biomüll in einer dafür vorgesehenen Papiertüte zu sammeln und in dieser verschlossen in der Biomülltonne zu entsorgen. Darüber hinaus kann ein Geruchsfilterdeckel käuflich erworben werden.

Berchtesgadener Land - Das Landratsamt Berchtesgadener Land führt zum 1. April 2019 ein neues Entsorgungskonzept für die Restmüll- und Biomülltonne ein. Dazu laufen seit mehreren Monaten die Vorbereitungen auf Hochtouren:

Für den Landkreisbürger bedeutet das neue Konzept künftig – unter bestimmten Voraussetzungen – mehr Flexibilität bei der Wahl der Tonnengröße und des Abholrhythmus. Mit der getrennten Erfassung von Bioabfällen leistet der Landkreis einen Beitrag zu einer ökologisch hochwertigen Verwertung des organischen Abfalls.

Um die Entsorgung von Restmüll und Biomüll von rund 25.000 anschlusspflichtigen Liegenschaften im Landkreis Berchtesgadener Land werden sich dann nicht mehr die einzelnen Gemeinden, sondern der Landkreis kümmern

Zum 1. April 2019 führt der Landkreis Berchtesgadener Land die Biomülltonne ein. Zu erkennen ist diese an ihrem braunen Deckel.

Dadurch herrscht zukünftig im gesamten Landkreis Gebührengerechtigkeit in der Entsorgung. Abgestimmt auf die örtlichen und ihre persönlichen Verhältnisse können die Bürger zukünftigflexibler ihre Tonnengröße und die Taktung der Restmüllabholung wählen und damit auch ihre Entsorgungskosten umweltbewusst und bürgerfreundlich gestalten. Neue Restmüll- und Biomülltonnen werden rechtzeitig unentgeltlich vom Landkreis zur Verfügung gestellt.

Landrat Georg Grabner dazu: „Das Berchtesgadener Land ist als Biosphärenregion, mit dem Nationalpark Berchtesgaden, mit einem vorbildlichen Klimaschutzkonzept und Vielem mehr bereits einer der nachhaltigsten Landkreise Bayerns. Bei der Abfallvermeidung und der Entsorgung, vor allem beim Recycling und bei der Wertstoffgewinnung, ziehen wir jetzt gemeinsam mit den Bürgern nach. Im Vordergrund steht dabei der Dreiklang „Abfall vermeiden, verwenden und verwerten“ ganz oben, denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst anfällt.

Ziel: Restmüll um 30 Prozent reduzieren

Ziel ist, die Restabfallmenge bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren und für alle Landkreisbürger eine gebühren- und bedarfsgerechte Entsorgung mit modernem Service anzubieten. Denn von einer besseren Entsorgung profitieren alle: Bürger und Umwelt.“ 

Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz sind Bioabfälle seit dem 1. Januar 2015 getrennt vom Restmüll zu sammeln. Haushalte, die nicht selbst kompostieren können oder die die Voraussetzungen für die Eigenkompostierung nicht erfüllen, sind daher verpflichtet, eine Biomülltonne zu nutzen. Auf Antrag können Hauseigentümer einen Nachlass auf die Abfallgebühr erhalten, wenn eine ordnungsgemäße Verwertung durch Eigenkompostierung auf dem eigenen Grundstück nachgewiesen werden kann. Eine Biotonne wird dann nicht bereitgestellt.

Alle neuen Biomüll- und Restmülltonnen sind mit einem Chip ausgestattet, mit dem beispielsweise die Zuordnung der Behältnisse zum Bürger ermöglicht wird. Das erleichtert die digitale Bearbeitung der Entsorgung. Unabhängig vom Biomüll aus dem Haushalt können und sollten Grün- und Gartenabfälle auch weiterhin am Wertstoffhof angeliefert werden.

In der Biomülltonne werden vorrangig Küchenabfälle entsorgt. Die Biomülltonne gibt es standardmäßig als 80-Liter- Behälter bzw. auf Antrag auch als 120-Liter- Behälter (Das Bild zeigt die Biomülltonne als 80-Liter- Variante neben zwei 240-Liter- Behältern).

Bedarfsabfrage und Informationsveranstaltungen ab September 2018 

„Derzeit werden die Details für die Umstellung, die Ausschreibungen und die künftige Gebührenstruktur ausgearbeitet“, sagt Christian Enninger, Fachbereichsleiter Kommunale Abfallwirtschaft im Landratsamt. „Dabei brauchen wir auch die Mithilfe aller Bürger: Im Zuge der Umstellung können alle Haushalte ihren Bedarf mitteilen, eine für sie passende Tonne wählen und uns über die gewünschte Tonnengröße und den gewünschten Abholrhythmus informieren. Auch benötigt das Landratsamt die Einwilligung zum Einzug der Gebühren.“

Die Haushalte werden ab September per Post umfangreich informiert. Parallel dazu sind Informationsveranstaltungen in den Gemeinden sowie eine ausführliche Abfallberatung geplant – persönlich und digital.

Weitere Details und aktuelle Informationen können auf der Website www.abfallwirtschaft-bgl.de abgerufen werden.

Telefonische Auskünfte erteilen die Abfallberater des Landkreises: 

Landratsamt Berchtesgadener Land 

Kommunale Abfallwirtschaft 

Telefon: +49 8651 773-503

Information „Was darf in die Biomülltonne?“: 

Küchenabfälle: 

 Obst- und Gemüseabfälle (auch Schalen von Zitrusfrüchten) 

 Speisereste aus Haushalten 

 Frittierfett 

 Fisch-, Wurst- und Fleischreste aus Haushalten 

 Brot- und Gebäckreste 

 Eierschalen 

 Kaffee- und Teefilter 

 Topf- und Balkonpflanzen

Gartenabfälle:

 Laub, Stroh, kleine Zweige

 Grasschnitt, Unkraut 

 Abfälle von Blumen und Gemüse 

 Sägemehl von unbehandeltem Holz 

Außerdem: 

 Papiertüten zum Sammeln des Biomülls 

 Haare und Federn 

 Zeitungspapier zum Einwickeln des Biomülls 

 Küchenpapier 

 Kleintierstreu in haushaltsüblichen Mengen (keine mineralischen Produkte)

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener

Erfahren Sie hier mehr zu "Was darf eigentlich in die Biotonne? "  und "Welcher Müll kommt in welche Tonne?

Außerdem: Auch der Bad Reichenhaller Kreistag entschied sich in diesem Jahr für die 14-tägige Leerung der Biotonne. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

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