Medieninformation CSU Kreisverband BGL

Am Neubau führt kein Weg vorbei

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Sprechen sich stellvertretend für den gesamten CSU-Kreisverband für den Neubau des Landratsamtes aus: (von links) Maxi Lederer, Dr. Herbert Lackner, Hans Eschlberger, Josef Flatscher, Michaela Kaniber, Sven Kluba, Richard Graßl, Gitti Leitenbacher und Silvester Enzinger.

Berchtesgadener Land - Der CSU-Kreisverband macht seinen Standpunkt zum neuen Landratsamt deutlich: Der vom Kreistag beschlossene Neubau stellt die ökologischste, wirtschaftlichste und sozialste Variante dar. Im selben Zug erhält der Landkreis dringend benötigten Wohnraum.

Der CSU-Kreisverband spricht sich klar für den Neubau des Landratsamtes Berchtesgadener Land aus. Längst steht fest, dass am bestehenden Amtsgebäude zwingender Handlungsbedarf besteht.Der Kreistag hatte sich im vorigen Jahr daher mit großer Mehrheit für einen Ersatzbau entschieden und damit bewusst gegen eine Generalsanierung des bestehenden Amtsgebäudes. Eine Entscheidung, die aktuell von einer politischen Gruppierung öffentlich infrage gestellt wird: Diese bewussten Falschinformationen wollen die CSU-Kreisräte keinesfalls so stehen lassen.

"Mit einer Vehemenz werden Unwahrheiten verbreitet, die jeglicher Grundlage entbehren", so CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber. "Hier wird versucht, die Bürger zu verwirren und die Entscheidung des Kreistages mit fragwürdigen Argumenten in ein schlechtes Licht zu rücken. Der Kreistag hat die Entscheidung gemeinsam nach sorgfältiger Abwägung sämtlicher Faktoren getroffen. Und die sprechen in ihrer Gesamtheit eine deutliche Sprache."

Generalsanierung ist unwirtschaftlich 

Die wesentliche Tatsache zuerst: Eine Generalsanierung ist im Vergleich zum Neubau unwirtschaftlich. "Experten berechneten, dass eine Sanierung 94 Prozent der Kosten eines Neubaus beträgt", so Silvester Enzinger, der Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion. Aktuell geht man bei einer Sanierung von 35,2 Millionen Euro aus, während sich ein Neubau auf 37,5 Millionen Euro beläuft. Im Fall einer Sanierung muss man allerdings von weiteren Kosten ausgehen: Das Gebäude müsste komplett entkernt werden und die Mitarbeiter vorübergehend ausziehen. Das Anmieten von Zwischennutzungsräumen würde zusätzlich Kosten in Millionenhöhe verursachen.

Fachexperten stellen erheblichen Erneuerungsbedarf in Sachen Brandschutz, Fenster, Fassaden, Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen, Wasser, Abwasser und Stromversorgung fest.

Miteinbeziehen müsse man bei einer Sanierung die erheblichen Risiken von unvorhergesehenen Mehrkosten.

"Im bestehenden Gebäude musste man in den vergangenen vier Jahrzehnten immer wieder nachbessern", so Enzinger. "Alleine für die Elektrotechnik und IT musste man immer wieder etwas dazu bauen, vor 40 Jahren hat es das alles noch nicht gegeben." Auch die Dachverstärkung aufgrund der Schneelasten stelle eine Herausforderung dar. "Und wir wissen nicht, was noch hergeht." Mit einem solchen Flickwerk sahen die Kreisräte keine Zukunft.

"Das Landratsamt wäre dann eine ständige Baustelle, das ist kein Zustand

- weder für Mitarbeiter noch für die Bürger."

Viel zu wenig Platz für die Mitarbeiter 

Mit einer Sanierung allein wäre es auch nicht getan. Denn vor 40 Jahren wurde noch ganz anders gebaut. Die Raumnutzung stellt sich heute grundverschieden dar: Gefragt sind kleinere Büros, in Zeiten der E-Akte braucht es keinen Platz für große Schränke. Geltende Vorschriften der Arbeitsstättenrichtlinien können aktuell auch gar nicht eingehalten werden - das betrifft unter anderem die vorgeschriebene Raumhöhe.

Zudem reicht der Platz im Gebäude schon lange nicht mehr aus. Ausgelegt war das Landratsamt in den 70er-Jahren für 248 Mitarbeiter. "Heute sind es hundert mehr und es werden in Zukunft noch mehr werden", so der CSU-Fraktionssprecher.

"Aktuell kommen nicht einmal alle unter: 70 Mitarbeiter arbeiten in Containern oder angemieteten Büroflächen."

 Enzinger spricht auch die großen Flächen an, die im bestehenden Amtsgebäude die Gänge einnehmen. "Das ist Raum, der nicht genutzt werden kann, aber trotzdem geheizt werden muss."

Mit dem geplanten Neubau entsteht im Landkreis Berchtesgadener Land nicht nur ein modernes Verwaltungsgebäude, sondern auch ein ökologisches Vorzeigeprojekt in Holzbauweise und Niedrigenergieverbrauch. "Der bayerische Landtag hat einen Antrag ins Plenum eingebracht, demzufolge sich öffentliche Einrichtungen in die Trendwende einbringen sollen", so Forstministerin Michaela Kaniber. Mit dem Thema werden sich in den kommenden Jahren eine Vielzahl der Landkreise auseinandersetzen müssen, so Kaniber. "Unser Landkreis ist dabei, ein Vorzeigeprojekt umzusetzen. Das unterstütze ich ausdrücklich."

168 neue Wohnungen an Stelle des alten Landratsamtes 

Die Gegner des Neubaus wollen nicht nur das Landratsamt verhindern, sondern auch dringend benötigten Wohnraum. "Landrat Georg Grabner ist es gelungen, das Grundstück für das neue Landratsamt von der Kirche zu erwerben. Auf der dann freiwerdenden Fläche wird Wohnraum entstehen", bekräftigt CSU-Ortsvorsitzender Sven Kluba. "Wir als Landkreis haben dann die Möglichkeit, mitzugestalten, wer dort baut und zu welchen Preisen vermietet wird. Das ist eine einmalige Chance."

Aktuell erstellt die Stadt einen Bebauungsplan für 168 Wohnungen, in denen Landkreisbürger eine Heimat finden werden. Der Bedarf ist groß, erklärt der Reichenhaller CSU-Ortsvorsitzende Dr. Christoph Lung:

"Gerade für junge Familien wird es zunehmend schwieriger, im Stadtgebiet etwas räumlich wie preislich Passendes zu finden."

 Diese Nachfrage werde den Prognosen zufolge auch anhalten, so Lung. "Wir können mit dem Neubau zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es entsteht ein leistungsfähiges Landratsamt für die Bürger des Landkreises und zugleich für die Stadt attraktiver Wohnraum."

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