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Das steckt hinter der Aktion

Rätselhaftes Manöver über dem Berchtesgadener Land: Fängt hier ein Kampfjet ein Flugzeug ab?

Flugmanöver über dem Berchtesgadener Land
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Fängt hier ein Kampfjet eine zweimotorige Maschine über dem Berchtesgadener Land ab?

Es war ein Bild, das sich nicht alle Tage bietet: Ein zweimotoriges Flugzeug über dem Himmel im Berchtesgadener Land, dicht gefolgt von einem vermeintlichen Kampfjet. Wurde die Maschine eventuell abgefangen? Das steckt hinter dem Flugmanöver:

Landkreis Berchtesgadener Land – Erst am vergangenen Wochenende in der Nacht von Freitag (19. August) auf Samstag (20. August) wurde über Bayern ein Linien-Airbus von zwei Eurofightern abgefangen. Wenige Tage später bot sich in dieser Woche ein ähnliches Bild am Himmel über der Region.

Ein besorgter Leser berichtete der Redaktion von BGLand24.de von einer zweimotorigen Maschine am Himmel über dem Berchtesgadener Land, die von einem vermeintlichen Kampfjet verfolgt worden wäre. Wurde das Flugzeug ebenfalls abgefangen und anschließend zur Landung gezwungen oder steckt eventuell etwas anderes hinter dem Manöver?

Auf Fotos, die der Leser der Redaktion zur Verfügung stellte, sind die beiden Flugzeuge deutlich zu erkennen, allerdings handelt es sich ersten Erkenntnissen zufolge nicht um ein gängiges Linienflugzeug, das von dem Jet verfolgt wurde. Auch das Kampfflugzeug ist augenscheinlich nicht im klassischen Militär-Trimm lackiert.

Anfrage in Salzburg bringt Klarheit

Eine Anfrage von BGLand24.de bei den in Salzburg stationierten „Flying Bulls“ brachte schließlich schnell Aufklärung. Die Flugenthusiasten kümmern sich um die Erhaltung historischer Flugzeuge sowie Helikopter und haben nach eigenen Angaben „eine Flotte der schönsten und seltensten Flugzeuge der Geschichte“.

Mit ihren technisch und optisch perfekten Flugzeugen nehmen die Flying Bulls auch bei zahlreichen Airshows und anderen Attraktionen teil. So beispielsweise auch am Samstag (27. August) am österreichischen Wolfgangsee direkt an der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich.

Trainingsflug vor Airshow

Zu Trainingszwecken vor dem Event hoben die beiden Flugzeuge am Flughafen Salzburg ab und waren im Anschluss auch am Himmel über dem Berchtesgadener Land zu sehen. Ein Abfangmanöver war es also nicht und es bestand auch zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.

Wie eine Pressesprecherin der Flying Bulls auf gegenüber BGLand24.de erklärte, handelte es sich bei der zweimotorigen Maschine um eine Lockheed P-38 „Lightning“. Eigenen Angaben zufolge sei dieses Flugzeit das weltweit letzte noch flugfähige Exemplar.

P-38 „Lightning“ gilt als unbezahlbar

„Die P-38 Lightning von Lockheed ist wohl eines der einzigartigsten Flugzeuge, welches die aviatische Welt je hervorgebracht hat. Mit ihrem unkonventionellen Doppelleitwerk galt sie als einer der Standardjäger im Pazifik-Krieg. Durch ihre zwei Allison Motoren mit je 1600 PS war sie auch ein Langstreckenbegleitjäger, der weit höher und schneller als viele in dieser Zeit gebauten Flugzeuge fliegen konnte“, heißt es dazu auf der Homepage der Flugenthusiasten. „Die P-38 Lightning gilt heute als unbezahlbar“, wird anschließend noch angefügt.

Bei dem vermeintlichen Kampfjet handelte es sich nach Angaben der Mitarbeiterin um ein Alpha Jet. Davon sind in der Flotte der Flying Bulls gleich vier Stück vorhanden. „Ausgezeichnete Flugeigenschaften und höchste Zuverlässigkeit“ zeichnen die inzwischen demilitarisierten Maschinen nach Angaben der Experten aus. „Heute noch genießen die Maschinen bei allen seinerzeitigen Piloten gerade deshalb außerordentliche Wertschätzung“, heißt es hierzu auf dem Internetauftritt der Flying Bulls.

aic

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