Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

LEADER-Förderprogramm verlängert: 2,3 Millionen Euro Zuschüsse

Blick auf 2022: „Mehrere hunderttausend Euro für Projekte im Berchtesgadener Land gewonnen“

Das wohl bekannteste Projekt, das im Berchtesgadener Land mit LEADER-Mitteln gefördert wurde, ist das Schülerforschungszentrum in Berchtesgaden. 
+
Das wohl bekannteste Projekt, das im Berchtesgadener Land mit LEADER-Mitteln gefördert wurde, ist das Schülerforschungszentrum in Berchtesgaden. 

Das LEADER-Förderprogramm für das Berchtesgadener Land ist bis Ende 2022 verlängert worden. Die Mitglieder des Ausschusses für Landkreisentwicklung gaben dem Kreistag die Empfehlung, dafür 85.000 Euro bereitzustellen.

Berchtesgadener Land - „Seit dem Jahr 2007 konnten rund 2,3 Millionen Euro an Zuschüssen für insgesamt 30 Projekte erzielt werden”, sagte Stefan Neiber, der das LEADER-Programm im Landratsamt betreut.

Ob Stadtmuseum Bad Reichenhall, das landkreisweite Alltagsradwegenetz oder das Bergbaumuseum Achthal: Gemein haben alle, dass sie über LEADER mit bayerischen sowie EU-Fördergeldern bezuschusst wurden. Schon das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land - unter der Trägerschaft des Landkreises Berchtesgadener Land und der wissenschaftlichen Leitung der TU München - war in der ersten Förderperiode mit LEADER-Mitteln errichtet worden.

Das Berchtesgadener Land befindet sich aktuell in der zweiten Förderperiode, die 2014 begann und nun bis 2022 dauert. Der LEADER-Verein „Regionales Entwicklungsforum Berchtesgadener Land“ nimmt dabei die Rolle der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) ein. In der LAG sind der Landkreis, alle Gemeinden, viele Vereine, Verbände und weitere Organisationen sowie Privatpersonen Vereinsmitglieder. Mit LEADER fließen EU-Fördergelder kombiniert mit Zuschüssen des Freistaats Bayern für vielfältige Projekte zur Weiterentwicklung des ländlichen Raums in den Landkreis. Auf dem Internetauftritt des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten heißt es: „Mit dem LEADER-Programm unterstützt das Staatsministerium die ländlichen Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung – ganz nach dem Motto ‘Bürger gestalten ihre Heimat’.” 

Die Förderperiode wird verlängert. Den notwendigen Mitteln stimmten die Mitglieder des Kreisausschusses zu.

Seit 2007 konnten für die Region rund 2,3 Millionen Euro an Zuschüssen erfolgreich verbucht werden. In der aktuellen Förderperiode seit 2014 flossen bislang Gelder in Höhe von 1,8 Millionen Euro in mehr als 25 Projekte im Landkreis. Davon profitierten etwa der Gebirgstrachtenerhaltungsverein Hammerau-Ainring: Zuschüsse flossen dabei in den Neubau eines Vereinsheims. Im Stadtmuseum Bad Reichenhall wurde die Konzeptumsetzung „Raum und Zeit. Archäologische Landschaften zwischen Alpen und Donau“ bezuschusst. Die Musikkapelle Leobendorf bekam finanzielle Mittel für den Neubau von Proberäume und das Bergbaumuseum Achenthal Fördermittel für die museale Inneneinrichtung. Auch das Kooperationsprojekt „Ökologisches Grünflächenmanagement” wurde gesponsert. 

Die aktuelle Förderperiode, die zunächst nur bis Ende 2020 laufen sollte, sei nun ein zweites Mal um ein weiteres Jahr, dafür aber „nun endgültig bis zum 31. Dezember 2022 verlängert worden”, informierte Stefan Neiber vom Landratsamt. Die entsprechenden Änderungen waren erst im Juli in der Richtlinie des Freistaats Bayern veröffentlicht worden. 85.000 Euro will der Landkreis nun dem LEADER-Verein „Regionales Entwicklungsforum Berchtesgadener Land“ bereitstellen.

Neiber: „Mehrere hunderttausend Euro an Fördergeldern gewonnen“

Die Lokale Aktionsgruppe und der Landkreis hatten im Jahr 2015 einen Geschäftsbesorgungsvertrag für die aktuelle Förderperiode geschlossen. Dieser Vertrag regelt, dass der LEADER-Verein die Aufgaben des LAG-Managements und die entsprechenden Kosten dafür auf den Landkreis überträgt.

Stefan Neiber stellte für die aktuelle Förderperiode eine „sehr erfreuliche Zwischenbilanz” fest. Dies sei ein Verdienst der „guten Arbeit des LAG-Managements”. Aufgrund der erneuten Verlängerung der aktuellen Förderperiode bis Ende 2022 war es aus Sicht der Landkreisverwaltung notwendig geworden, „auch für das Jahr 2022 ein professionelles LAG-Management zu haben”, so Neiber. Er geht davon aus, dass im kommenden Jahr „noch mehrere hunderttausend Euro an Fördergeldern für Projekte im Berchtesgadener Land gewonnen werden” können. „Wir haben viel in der Pipeline”, informierte Neiber, ohne darauf im Detail einzugehen.

Das LAG-Management wird durch LEADER-Mittel mit einem Fördersatz von 50 Prozent gefördert. Die Gesamtförderung für die Lokale Aktionsgruppe beträgt in der aktuellen Förderperiode knapp 246000 Euro. Die Kosten für das LAG-Management belaufen sich aktuell auf rund 82000 Euro pro Jahr. Über neun Jahre erstreckt sich die aktuelle Förderperiode. Die nächste Förderperiode beginnt im Jahr 2023 und dauert bis 2027.

kp

Kommentare