Pressemitteilung Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Mehr Bio-Landwirte für Bio-Braugerste-Projekt

Feldbegehung beim Erzeugerkreis-Treffen des
 Bio-Braugerste-Projekts der Biosphärenregion
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Beim Erzeugerkreis-Treffen des gemeinsamen Bio-Braugerste-Projekts der Privatbrauerei M.C. Wieninger und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land wurden die Weichen für eine erfolgreiche Fortsetzung für das Jahr 2021 gestellt.

Berchtesgadener Land - Mitte September 2020 hat die Biosphärenregion Berchtesgadener Land gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Privatbrauerei M.C. Wieninger im Rahmen des Projekts Regionale Bio-Braugerste für die heimische BierProduktion zum Erzeugerkreis-Treffen in den Räumen der Brauerei in Teisendorf eingeladen.

Dabei konnte der bisherige Erzeugerkreis um vier weitere BioLandwirte vergrößert und die Anbaufläche für 2021 um ca. 50 % erweitert werden. Damit sind die Weichen für ein weiteres erfolgreiches Jahr im BioBraugerste-Projekt gestellt.


Das Erzeugerkreis-Treffen stand ganz im Zeichen der Mengen- und Qualitätsergebnisse der Bio-Braugersten-Ernte 2020 sowie der Anbaukonditionen und Abnahmegarantie für 2021. Besonders der Anbau von Winterbraugerste, der im Projekt als Versuch unternommen wurde, stellte sich als zukunftsweisende Alternative zum Sommeranbau heraus. In Bezug auf die Qualität zeigte sie sich gleich auf mit der Sommerbraugerste und lieferte tendenziell höhere Erträge als diese. Ein Erfolg, über den sich nicht nur die Projekt-koordinierende Biosphären-Verwaltungsstelle sehr freute, sondern der auch die anwesenden Bio-Landwirte überzeugte.

„Durch den Herbstanbau ergibt sich eine leichtere Kulturführung. Gerade auf schwereren Böden, wie wir sie in der Region haben, ist das von Vorteil, weil man sie im Herbst besser befahren kann. Zudem kann ein Striegeln der Winterbraugerste im Herbst die Kultur bestens für das kommende Jahr vorbereiten. Das erübrigt entsprechende Pflegemaßnahmen im Frühling und schont den Boden“, erläutert Thomas Neumaier, von der Fachberatung für Naturland, beim ErzeugerkreisTreffen.


Grundsätzlich überzeugt die Winterbraugerste durch eine verbesserte Trockenheitstoleranz, da ihr ausgebildetes Feinwurzelwerk die Winterfeuchte optimal ausnutzen kann. Das macht sie im Vergleich zur Sommerkultur weniger empfindlich für die immer häufiger auftretende Frühjahrstrockenheit. Auch ist durch ihren früheren Erntezeitpunkt eine Zweit- bzw. Zwischenfrucht auf der Kulturfläche sehr gut möglich.

„Für uns als Brauerei sind primär Qualität und Ernteertrag entscheidend. In Verbindung mit der leichteren Kulturführung werden wir zukünftig deshalb gemeinsam mit unseren Bio-Landwirten den Fokus sowohl auf den Anbau von Sommer- als auch auf Winterbraugerste für unsere BioBiere setzen,“ so Wieninger-Braumeister Bernhard Löw. 

Offiziell beschlossen wurde das Erzeugerkreis-Treffen mit den in offener Runde gemeinschaftlich vereinbarten Anbaukonditionen und der Abnahmegarantie für das Jahr 2021. Mit insgesamt 12 Bio-Landwirten aus der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, dem nahen Chiemgau und dem Rupertiwinkel sowie dem angrenzenden Österreich sind beste Voraussetzungen geschaffen, das gesteckte Ziel von 120 t Bio-Braugerste für 2021 zu erreichen. Aufbereitet wird die Ernte dann, wie auch in diesem Jahr, von der Surmühle in Teisendorf.

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt Bio-Braugerste: www.brbgl.de/landwirtschaft/erzeugerkreisbio-braugerste

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