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Landratsamt BGL klärt auf

Das geschieht mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen, wenn die Inzidenz steigt

Landkreis Berchtesgadener Land - Kreisschild mit Wappen.
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Landkreis Berchtesgadener Land - Kreisschild mit Wappen.

Im Freistaat Bayern hängen die meisten Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit der 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region zusammen. Wann und wie werden aber bei steigender Inzidenz die Lockerungen zurückgenommen? Das Landratsamt Berchtesgadener Land klärt auf und weist auch auf die Bedeutsamkeit der Hygienemaßnahmen in der Arbeit hin:

Landkreis Berchtesgadener Land - Ist die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, verkündet das Landratsamt unverzüglich in einer Bekanntmachung, dass am übernächsten Tag die Lockerungen wieder außer Kraft treten. Heißt: Tag eins bis drei über 100, Lockerungen gelten noch, Tag vier gelten die Lockerungen auch noch, egal welche Inzidenz, am Tag fünf werden die Lockerungen dann wieder zurückgenommen. Das Ganze ist mit der Zwölften Bayerischen Infektiosnschutzmaßnahmenverordung abgestimmt.

Dies gilt auch für die Lockerungen für Außengastronomie, Theater, Kinos, kontaktfreien Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Freien, etc. aufgrund der niedrigen Infektionszahlen im Berchtesgadener Land gemäß der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Berchtesgadener Land vom 12. Mai 2021.

Wann kann wieder gelockert werden?

Lockerungen, die an das Unterschreiten einer Inzidenz von 100 geknüpft sind, sind erst dann wieder möglich, wenn der Inzidenzwert die Grenze von 100 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschreitet. Ist dies der Fall, gibt das Landratsamt die Unterschreitung unverzüglich im Amtsblatt bekannt, die Lockerungen treten dann am übernächsten Tag nach der Bekanntmachung in Kraft, also frühestens an Tag sieben nach der erstmaligen Unterschreitung der maßgeblichen Inzidenz.

Lockerungen gemäß Allgemeinverfügung treten nicht automatisch wieder in Kraft, sondern erst nach entsprechender Bekanntmachung durch das Landratsamt. Für die Zulassung dieser Lockerung muss das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erneut sein Einverständnis erteilen.

Abstand und Hygieneregeln am Arbeitsplatz beachten

In Betrieben im Berchtesgadener Land lässt sich aktuell ein dynamisches Infektionsgeschehen beobachten. Hygienemaßnahmen sind gerade in Betrieben und Arbeitsstätten sehr bedeutsam. Als häufigste Infektionsherde entpuppten sich bisher insbesondere Pausenräume, Kaffeeküchen und Raucherecken. Um sich und seine Arbeitskolleginnen und -kollegen zu schützen, sollte man möglichst entweder alleine oder in gut durchlüfteten Räumen mit wenig Personen und mit Mindestabstand Mittag essen.

Der Infektionsschutz in Betrieben spielt auch eine bedeutende Rolle für die Eindämmung des Infektionsgeschehens. Das Gesundheitsamt bietet den Unternehmen im Landkreis daher präventive Unterstützung an, wie zum Beispiel die Schulung von medizinischem Personal beim Durchführen von Schnelltests oder der Beratung bei der Festlegung von betrieblichen Hygiene- und Corona-Schutzmaßnahmen. Zum anderen nimmt das Gesundheitsamt bei einer Häufung von COVID-19-Fällen im Betrieb Kontakt mit dem Unternehmen auf, um mögliche Schwachstellen beim Infektionsschutz aufzuspüren und gemeinsam mit dem Unternehmen passende Lösungen zur Verbesserung des Infektionsschutzes zu finden. Bei Bedarf werden auch Betriebsbegehungen gemeinsam mit dem Gewerbeaufsichtsamt durchgeführt. Gegebenenfalls können auch arbeitsschutzrechtliche Konsequenzen erfolgen. Ein hoher Infektionsschutz in den Betrieben schützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Familien sowie das Unternehmen selbst.

Werden COVID-19-Infektionen bekannt, ist insbesondere die sofortige vollständige Angabe von Kontaktpersonen ein zentrales Mittel zum Unterbrechen der Infektionsketten. Nur wenn alle Kontakte bekannt sind, kann das Gesundheitsamt rasch alle notwendigen Schritte zum Eindämmen des Infektionsgeschehens in die Wege leiten. Das Landratsamt weist aus diesem Grund nochmals darauf hin, dass die unvollständige oder nicht korrekte Angabe von Kontaktpersonen kein Kavaliersdelikt ist und mit einem Bußgeld geahndet wird. Für einen Verstoß gegen die Auskunftspflicht wird aktuell ein Regelsatz von 250 Euro festgesetzt. Dieser kann aber mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Die Regel- und Rahmensätze werden je nach den Umständen des Einzelfalls im Rahmen der jeweiligen gesetzlichen Grenzen erhöht oder ermäßigt.

ce/Pressemitteilung LRA BGL

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