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Reiserückkehrer, Delta und Schulen?

Landratsamt klärt auf: Darum sind die Infektionszahlen im BGL so hoch

Coronavirus - Situation in Berchtesgaden
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Werden die Neuinfektionszahlen weiter ansteigen? Das Landratsamt erklärt die Corona-Lage im Landkreis Berchtesgadener Land.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Die Zahlen im Berchtesgadener Land sind derzeit hoch. Doch wo infizieren sich die Menschen im Landkreis? Wird der Anstieg der Neuinfektionen weitergehen? Und werden die Schulen eine Rolle im Infektionsgeschehen spielen? BGLand24.de hat beim Landratsamt nachgefragt.

Berchtesgadener Land - Bei 308 aktiven Fällen und einer 7-Tage-Inzidenz von 217,3 (RKI, Stand: 15. September) im Landkreis hätte es vor einiger Zeit noch zahlreiche Beschränkungen im Alltag gegeben. Mittlerweile bestimmt die bayerische „Krankenhaus-Ampel“ weitere Corona-Maßnahmenverschärfungen. Dennoch sorgen die Neuinfektionszahlen bei manchen für ein flaues Gefühl im Magen.

„Reiserückkehrer oftmals ungetestet“

In einigen Orten im Berchtesgadener Land gab es zuletzt besonders viele Neuinfektionen. Lokal schnellte die Inzidenz sogar auf über 600 hinauf. Das Landratsamt erklärt diese Ausbruchsgeschehen vor allem mit Reiserückkehrern von Familienbesuchen und Ansteckungen im privaten Bereich. Es sei vermehrt zu beobachten, dass „Reiserückkehrer oftmals ungetestet einreisen“ würden, wie Heidi Manger, Pressesprecherin des Landratsamts Berchtesgadener Land mitteilt. Der Hauptanteil der Infektionen im August sei vor allem von Reiserückkehrern aus den Balkangebieten und zum Ende der Schulferien aus der Türkei gewesen, so Manger weiter. „Die meisten anderen ermittelten Infektionsketten generierten sich vor allem im privaten Bereich, da aktuell aufgrund der Lockerungen viel mehr Kontakte bestehen.“

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Vierte Welle trifft Ungeimpfte

Die vierte Ansteckungswelle scheint in der Region angekommen. Doch wie konnten die Infektionszahlen so schnell in die Höhe schießen? Laut dem Landratsamt liege dies zum einen an der Delta-Variante, einer sich schnell verbreitenden Virus-Mutation der erstmals entdeckten Coronavirus-Variante, zum anderen wohl an den in Bayern gelockerten Kontaktbeschränkungen. „Positive Indexfälle können viele Kontakte generieren und somit das Virus leichter übertragen“, heißt es. Hauptsächlich seien dabei jüngere Menschen betroffen, „zum Großteil also Ungeimpfte“. Hier würden sich oft auch nur leichte Symptome bilden, „sodass hier ohne Kontaktbeschränkungen eine höhere Übertragung vorliegt“.

Steigen die Zahlen weiter?

Jedoch gibt es auch eine Entwarnung seitens des Landratsamts. Es werde „innerhalb der nächsten 14 Tage mit einer leichten Beruhigung der Lage gerechnet“, da dann die Urlaubsrückkehrer keinen „größeren Einfluss“ mehr auf die Corona-Zahlen im Landkreis hätten. Auch das Abwassermonitoring im Landkreis zeige derzeit „keinen drastischen Anstieg“ mehr. Es werde jedoch davon ausgegangen, dass die Zahlen auf einem erhöhten Niveau blieben. Den Grund hierfür sehe man in den aktuellen Lockerungen, die zu mehr Kontakten führen würden. Auch in den Krankenhäusern merke man an der für die Krankenhaus-Ampel relevante Belegung eine geringere Auslastung insbesondere der Intensivstationen. Zurückzuführen sei dies wohl auf die Impfung vulnerabler Personengruppen.

Wird die Schule zum Corona-Herd?

Mit Ende der Sommerferien geht zwar die Gefahr von infizierten Reiserückkehrern zurück, dafür steigt mancherorts die Sorge vor Ansteckungen im Schulbereich. Aus Sicht des Gesundheitsamts sei „eine pauschale Nennung der Schulen“ als Übertragungsort jedoch zu eng gefasst. Das Testkonzept in den Schulen aus dem Frühjahr habe sich als gut erwiesen, heißt es weiter. Man konnte „schnell und effizient“ auf Verdachtsfälle reagieren und engste Kontaktpersonen isolieren. Im letzten Schuljahr mussten demnach nur selten komplette Klassen in Quarantäne. Außerdem hätten sich die Ansteckungen der Schüler meist im privaten Bereich abgespielt.

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Derzeit beobachte das Schulamt ein eher niedriges Infektionsgeschehen an den Grund- und Mittelschulen. Dies werde auf die greifenden Schutzmaßnahmen zurückgeführt, etwa die Maskenpflicht im Schulgebäude, im Klassenzimmer und am Platz oder die Testungen. Jedoch könne das Gesundheitsamt einen Anstieg der Infektionszahlen im schulischen Bereich nicht ausschließen.

ce

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