Flüchtlingsstrom reißt nicht ab

Asyl: Landratsamt richtet Krisenstab ein

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Landkreis - Da immer mehr Flüchtlinge nach Bayern kommen, richtet das Landratsamt nun einen Krisenstab ein. Da der Winter naht, müssen schnell Unterkünfte gefunden werden!

Aufgrund des anhaltenden Flüchtlingsstroms aus Krisengebieten hat die bayerische Staatsregierung beschlossen, zusätzliche Aufnahmekapazitäten einrichten zu lassen. Jede Kreisverwaltungsbehörde in Bayern muss sich darauf vorbereiten, kurzfristig zusätzlich 200 bis 300 Asylbewerber aufnehmen zu können. Wann und ob diese dem Landkreis tatsächlich auch zugewiesen werden, ist im Moment noch nicht vorhersehbar.

Aufgrund dieser neuen Ausgangslage wurde nun am Landratsamt Berchtesgadener Land ein eigener Krisenstab eingerichtet, um entsprechende winterfeste Unterbringungskapazitäten zu schaffen und vorzuhalten. Zum Leiter des Krisenstabs wurde von Landrat Georg Grabner der Leiter des Geschäftsbereichs „Sicherheit und Ordnung, Kommunales“ im Landratsamt Berchtesgadener Land, Dr. Michael Foerst berufen.

Dem Krisenstab gehören darüber hinaus die Geschäftsbereichsleiter des Landratsamtes aus den Bereichen Jugend, Familie und Soziales, Bauen und Umwelt, Zentrale Angelegenheiten und Kreiseinrichtungen sowie der Leiter des Gesundheitsamtes an. Bei Bedarf werden interne und externe Experten hinzugezogen.

Aufgaben des Krisenstabs

Aufgabe des Krisenstabs ist es, in den nächsten Tagen eine kurzfristig verfügbare Einrichtung im Landkreis zu finden, die für die Aufnahme von 200 bis 300 Personen für eine Verweildauer von 5 bis 6 Wochen geeignet ist, wenngleich das nicht bedeutet, dass eine Unterkunft sofort auch in vollem Umfang belegt wird.

Sicherzustellen ist in diesem Zusammenhang die Bewachung der Unterbringung, die Verpflegung sowie die soziale und medizinische Betreuung, wie auch die vorgeschriebene Gesundheitsuntersuchung.

Parallel dazu sind für eine anschließende Unterbringung Standplätze für Container und ähnliches vorzubereiten. Für eine längerfristige Unterbringung sind darüber hinaus ebenfalls Vorbereitungen, z. B. für die Errichtung von temporären Modulbauten, zu treffen.

Das Landratsamt bittet die Bevölkerung, insbesondere Gebäude- und Grundstückseigentümer, um Unterstützung, damit die erforderlichen Unterkünfte für die Asylsuchenden bereitgestellt werden können (Kontakt und weitere Informationen unter: 08651/773-326, Herr Heinrich).

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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