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Ab Donnerstag: Berchtesgadener Land im Lockdown

Landrat Kern: „Impfbereitschaft muss gegeben sein, sonst werden wir es nicht schaffen“

Landrat Bernhard Kern Berchtesgadener Land Corona Impfung Lockdown
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Das Berchtesgadener Land muss erneut in den Lockdown. Landrat Bernhard Kern spricht über die Impfkampagne und seinen Appell an die Bevölkerung.

Die 7-Tage-Inzidenz im Berchtesgadener Land liegt über 1000, die Corona-Patienten in den Krankenhäusern werden mehr, die Impfquote hingegen bleibt vergleichsweise niedrig. Jetzt muss der Landkreis am 25. November in den Lockdown. Landrat Bernhard Kern spricht mit BGLand24.de über die Impfkampagne, die Impfquote und seinen Appell an die Bevölkerung.

Herr Landrat Kern, das Berchtesgadener Land als Hotspot-Gebiet mit einer 7-Tage-Inzidenz über 1000 muss ab 25. November in den Lockdown. Der einzige Weg aus der Pandemie scheint die Impfung. Plant der Landkreis, die Impfkampagne weiter anzustoßen?

Das machen wir ja ständig. Wir fahren für Impfungen ganz egal wohin, wir haben das Impftaxi, wir haben Impfangebote außerhalb, wir haben das Impfzentrum in Ainring-Mitterfelden. Also da bieten wir eigentlich alles an. Man schaut ja insgesamt als Landkreis oder als Landrat und politisch Verantwortlicher mit den Kommunen, dass man unsere Leute, die Möglichkeit zum Impfen bietet. Wir haben zum derzeitigen Stand (Montag, 22. November) insgesamt 18.000 Impfdosen. Von Impfstoffknappheit kann man bei uns im Landkreis überhaupt nicht sprechen. Wir können die nächsten Wochen durchimpfen. Wir schaffen für jeden ein Impfangebot - schon lange. Aber die Leute müssen es halt annehmen...

Wir versuchen alles, um über die Presse und die sozialen Medien, die Leute zum Impfen zu mobilisieren. Es wird nicht anders funktionieren und da bleiben wir einfach drauf. Ich werde da auch nicht müde. Wir haben sämtliche Unterstützung vom Nationalpark angefangen bis zur Polizei und natürlich unsere eigenen Mitarbeiter. Wir kriegen 20 Bundeswehrsoldaten (ab Dienstag, 23. November), die jetzt nochmal helfen, dass wir in der Nachverfolgung noch besser werden und die Impfangebote werden nicht weniger, die werden mehr.

Die Corona-Infektionszahlen sind hoch, am Dienstag (23. November) liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis bei 1141,8. Was ist ihr Appell an die Bevölkerung?

Die Impfbereitschaft muss von der Bevölkerung gegeben sein, sonst werden wir es nicht schaffen. Wir werden uns wieder an die strikten Regeln halten müssen und Kontakte beschränken. Ohne wird es nicht gehen. Wichtig ist mir, dass die Schulen offen bleiben und dass die Schülerinnen und Schüler in den Regelunterricht gehen können. Das wäre jetzt total falsch, dass man die wieder aus dem Netz nimmt und ich möchte das gar nicht wissen, was dann los wäre wenn es denn anders wäre. Aber das sind meine Appelle, einfach die Regeln einhalten, die wir eigentlich schon mittlerweile seit eineinhalb Jahren kennen. Maske tragen, Abstand halten, Kontakte beschränken, wenn es auch noch so schwierig ist für uns. Kontakte beschränken mag eigentlich keiner, aber wir werden halt noch müssen. Leider.

Die Impfquote im Berchtesgadener Land liegt bei gut 56 Prozent, weit unter dem Schnitt von Bayern mit 66,2 Prozent (Impfdashboard, 23. November). Haben Sie eine Vermutung, warum sich so wenig Bürger im Berchtesgadener Land impfen lassen?

Ich habe nicht einmal eine Vermutung. Wir waren ja, nachdem der Impfstoff freigegeben wurde, einer der ersten Landkreise, wo wirklich viel Impfstoff ankam. Wir sind auch weiterhin wirklich gut versorgt und haben auch gut mit Impfungen losgelegt. Die Impfquote war bei uns so hoch wie nirgends und auf einmal ist das Thema abgerissen. Weil man sich vielleicht in einer falschen Sicherheit gewogen hat und glaubt, ‚ich komm eh nicht raus‘ oder ‚ich hab eh nicht so viele Kontakte, ich brauch das nicht‘ und so erzählt sich das vielleicht ein bisschen rum und mancher nimmt es auf und der andere sagt, ‚ja dann mach ich doch keine Impfung‘. Leider. Ich kann nur sagen, leider. Wenn wer ein Rezept hätte, dass man die Leute zum Impfen bringt, dass wir wirklich aus der momentanen Situation rauskommen... Es ist schwierig und bleibt schwierig für uns alle, für die ganze Gesellschaft.

Vielen Dank, Herr Landrat.

Im zweiten Teil des Gesprächs spricht Landrat Kern mit BGLand24.de über die finanzielle Situation des Landkreises, über den Neubau der Kreisklinik und wie es bei der Bobbahn am Königssee weitergeht.

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