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Erste Flüchtlinge im BGL und Belchatow angekommen

Landrat Kern: „Solidarität ist jetzt angesagt“ - So hilft der Kreis den Ukraine-Flüchtlingen

Landrat Bernhard Kern Ukraine Konflikt Krieg Flüchtlinge Polen Belchatow Berchtesgadener Land
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„Es sind vorwiegend Mütter mit Kindern“, die im Partnerlandkreis Belchatow in Polen angekommen sind, erklärt Landrat Bernhard Kern. Auch im Berchtesgadener Land ist man auf ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet.

Der Partnerlandkreis Belchatow nimmt 200 Ukraine-Flüchtlinge auf. Im Berchtesgadener Land ist man vorbereitet und unterstützt. Die ersten Ukrainer sind auch hier angekommen. Landrat Bernhard Kern im Interview zu den Flüchtlingen und wie die Bürger sinnvoll spenden können:

Berchtesgadener Land/Belchatow - Landrat Bernhard Kern tauscht sich derzeit oft mit der Landrätin des Partnerlandkreises Belchatow in Polen aus. Bereits seit knapp 15 Jahren sind die beiden Kreise eng miteinander verbunden. Regelmäßig kommt es zum Schüleraustausch, etwa bei der Realschule St. Zeno in Bad Reichenhall.

Ukraine-Flüchtlinge in Belchatow und dem Berchtesgadener Land

Erst am Montag (28. Februar) kam die Nachricht: Belchatow nimmt 200 Flüchtlinge aus der Ukraine auf. „Es sind vorwiegend Mütter mit Kindern”, erzählt Kern im Gespräch mit BGLand24.de. „Die Väter dürfen ja nicht mehr aus der Ukraine ausreisen.” 

Das Berchtesgadener Land reagiert schnell und hat Belchatow schon vor Tagen seine Unterstützung zugesagt. Derzeit wird sie noch nicht benötigt. Die Aufnahme der Flüchtlinge verläuft strukturiert. 

Auch in der Region ist man vorbereitet. Die Regierung von Oberbayern koordiniert die Aufnahme von Flüchtlingen mit einem Verteilungsschlüssel, ähnlich wie bei der Flüchtlingswelle 2015, erklärt Landrat Kern. Wie genau der Verteilungsschlüssel dann umgesetzt wird, wird sich jedoch noch zeigen.

Am Dienstag (1. März) sind offenbar auch erste Flüchtlinge aus der Ukraine in Freilassing angekommen, so Kern. Die Bundespolizei Freilassing bestätigt dies auf Nachfrage von BGLand24.de. Es befänden sich ukrainische Geflohene auf der Dienststelle in Freilassing, erklärt Sprecherin Carolin Lembert. Nähere Informationen dazu gibt es noch nicht.

Berchtesgadener Land ist vorbereitet: „Können sehr schnell helfen“

Bisher sind im Berchtesgadener Land noch keine geflohenen Ukrainer untergebracht. „Wir haben aber Zugriff auf relativ große Einrichtungen, in denen man auch geordnet und gut Menschen unterbringen kann”, so Kern. Einige Wohnungen, die man seit 2015 für Flüchtlinge verwendet, sind nach wie vor verfügbar. „Das ist unser Backup, womit wir auch sehr schnell helfen können, wenn wir Flüchtlinge bekommen.” Die Aufnahme der Flüchtlinge wird „sehr unbürokratisch vonstatten gehen”. Darauf hat man sich mit der Regierung von Oberbayern auch verständigt, erklärt Kern. 

Zahlreiche Spendenaufrufe - Landkreis koordiniert

Die Hilfsbereitschaft im Landkreis ist groß. In den sozialen Medien liest man zahlreiche Spendenaufrufe und Aktionen, um die Ukrainer zu unterstützen. Das Landratsamt hat eine eigene Emailadresse eingerichtet, um die Spendenangebote zu koordinieren. „Ich bitte darum”, so Landrat Kern: Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit ihren Spendenangeboten an diese Emailadresse wenden, „damit wir eine Struktur schaffen”. 

Spendenangebote an:

ukrainehilfe@lra-bgl.de

Auch im Sommer 2021 zum Hochwasser im Landkreis war die Hilfsbereitschaft groß. Doch „dann hat man eine Palette Handschuhe, eine Palette Müsliriegel. Was macht man mit einer Palette Müsliriegel?”, so Kern. Über die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt können die Spenden koordinierter gesammelt und dann verteilt werden. 

„Solidarität ist jetzt einfach mal angesagt“

Bürger, die Wohnungen oder Zimmer für Flüchtlinge anbieten wollen, können sich ebenfalls an die Emailadresse wenden. „Wir melden uns dann bei den Bürgern”, sofern die Unterkunft gebraucht wird.

Belchatow ist derzeit gut aufgestellt und braucht noch keine Unterstützung aus dem Berchtesgadener Land. Im Kontakt bleibt Landrat Kern dennoch. „Solidarität ist jetzt einfach mal angesagt”, meint Kern im Hinblick auf den Partnerlandkreis in Polen, aber auch zu den angemeldeten Solidaritäts-Demonstrationen im Landkreis.

ce

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