Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Berchtesgadener Land

Grüne diskutieren Verkehrsthemen

Berchtesgadener Land - Vor allem Verkehrsthemen standen im Vordergrund beim jüngsten vom Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Berchtesgadener Land in Ainring veranstalteten Stammtisch.

Wie Grünen-Mitglied Friedhelm Schneider ausführte, gebe es aus seiner Sicht in der gesamten Gemeinde viele "verkehrliche Brennpunkte", an denen Handlungsbedarf bestehe. Es gehe unter anderem um Geschwindigkeitsreduzierung, eine Verbesserung des Radwegenetzes und einen Ausbau des ÖPNV. Nach Meinung Schneiders wäre ein durchgehendes Tempolimit von 70 Km/h, wenn nicht von 50 Km/h, auf der Schwimmbadstraße nötig, um den Verkehr vor allem für radfahrende Kinder und Jugendliche sicherer zu machen. Mittel- und langfristig könnte außerdem ein Straßen begleitender Radweg angedacht werden. Innerorts sollte außerdem über die derzeitig gültige Verkehrsregelung rechts vor links nachgedacht werden. Diese sei für Schulkinder äußerst ungeeignet. Mit einem durchgehenden Radwegenetz könne der Radverkehr nachhaltig gefördert werden und sich zu einer echten Alternative zum Auto entwickeln. 


Im Bereich des ÖPNV wünscht sich Schneider ein deutlich verbessertes Angebot. So könnten beispielsweise zusätzliche Haltestellen an wichtigen Knotenpunkten eingerichtet werden. Beispielsweise in der Nähe des Bahnhofs oder am Freibad. Auch sollte über die Einrichtung eines Dorfbusses mit variablen Haltestellen verteilt über das ganze Gemeindegebiet nachgedacht werden. Die Nachbargemeinde Teisendorf habe mit ihrem Dorfbus sehr positive Erfahrungen gemacht. Ein weiterer Aspekt einer zeitgemäßen Verkehrspolitik sind nach Ansicht Schneiders öffentliche Ladestationen für E-Autos an geeigneten Stellen. Diese fehlten in Ainring im Gegensatz zu anderen Landkreisgemeinden bislang gänzlich. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden auch andere Themen angesprochen, etwa die Energiewende. Schneider bedauerte, dass der Gemeinderat vor kurzem eine geplante Fotovoltaikfreiflächenanlage im Gemeindegebiet abgelehnt habe. Die Argumente, die zur Ablehnung geführt hätten, könne er nicht nachvollziehen. So sei unter anderem von drohender Versiegelung durch Fotovoltaikfreiflächenanlagen die Rede gewesen. In Teisendorf und in Petting könne man eine Reihe solcher Anlagen besichtigen. Da könne man sich vor Ort ein Bild davon machen, ob die im Gemeinderat vorgebrachten Argumente zutreffend wären. 

Zum Schluss der Versammlung waren sich alle Teilnehmer darin einig, dass eine Kandidatur von Bündnis 90/Die Grünen zur Kommunalwahl im nächsten Jahr in Ainring angestrebt werden sollte. Ein entsprechendes Vorbereitungstreffen soll Anfang Januar 2020 stattfinden.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Berchtesgadener Land

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