Steigende Lehrlingszahlen und gute Berufsaussichten

Freisprechungsfeier für Spengler und Anlagenmechaniker: Eine Gesellin als Jahrgangsbeste

+
Die Prüfungsbesten (v.l.n.r. ) Johannes Zechmeister, Anna Muggenhammer und Georg Bacher mit den Obermeistern Josef Pflügl (links) und Peter Schubeck (rechts) 

Palling/LandkreiseTraunstein/Altötting/Berchtesgadener Land: Die gemeinsame Freisprechungsfeier der Innungen für Spengler, Sanitär und Heizungstechnik Traunstein und Berchtesgadener Land beim Michlwirt in Palling hat inzwischen Tradition. 

Auch in diesem Jahr war der Saal wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Denn 71 Spengler und Anlagenmechaniker wurden frei gesprochen und bekamen ihren Gesellenbrief überreicht. Dazu kam noch die Ehrung der siebzehn bereits nach der Sommerprüfung Freigesprochenen sowie die der elf Kundendiensttechniker. 

Preise für die Jahrgangsbesten

Diesmal waren auch vier Gesellinnen dabei, von denen Anna Muggenhammer aus Erlstätt, die ihre Ausbildung bei dem Betrieb "Bad + Heiz Profis" in Traunstein gemacht hat, mit dem besten Abschluss unter den Anlagenmechanikern geglänzt hat. Bester Anlagenmechaniker in der Sommerprüfung war Georg Bacher aus Soyen, der bei Sebastian Grandl Zentralheizungsbau ausgebildet wurde. Bei den Spenglern hatte Johannes Zechmeister aus Marktschellenberg vom Ausbildungsbetrieb Johann Aigner in Berchtesgaden den besten Abschluss. Die drei Prüfungsbesten erhielten neben ihren Gesellenbriefen und einer Ehrenurkunde für die sehr guten Leistungen wahlweise Gutscheine für ein Spiel des FC Bayern in der Allianz-Arena oder einen Edelstahlgrill.

Die vier Junggesellinnen (v.l.n.r.) Julia König, Franziska Weindl, Sabrina Reiner und Anna Muggenhammer mit den Obermeistern Josef Pflügl (links) und Peter Schubeck (rechts).

Eingeleitet wurde der Abend von dem Obermeister der Innung Traunstein Josef Pflügl, der alle Anwesenden begrüßte, darunter besonders seinen Kollegen von der Innung Berchtesgadener Land Obermeister Peter Schuhbeck sowie die Prüfungsauschussvorsitzenden Lambert Axthammer (Anlagenmechaniker) und Tobias Schreiber (Spengler) und den Stellvertretenden Kreishandwerksmeister von Traunstein Thomas Aigner. Es sei erfreulich, so Pflügl, dass die kürzliche Schlagzeile in "Bild" "Deutschland in der Klempnerkrise" für Südostbayern nicht zutreffe. Man freue sich in den beiden Innnungen Berchtesgadener Land und Traunstein, zu der auch die Landkreise Mühldorf und Altötting gehören, über steigende Lehrlingszahlen und sehe dies als gemeinsames Verdienst von Eltern, Betrieben, Lehrern, Berufsbildungszentrum und Handwerkskammer

Beste Aussichten für die Zukunft

Den Gesellinnen und Gesellen böten sich sehr gute Berufs- und Aufstiegschancen, Digitalisierung werde groß geschrieben, Robotertechnik sei im Kommen. "Eure Ausbildung war nicht umsonst" rief er den Jugendlichen zu. Bei den Anlagenmechanikern haben 61 Prüflinge an der Prüfung teilgenommen. Davon haben 53 die praktische und 54 die theoretische Prüfung bestanden. Der Gesamt-Notenschnitt lag bei 3,65. Von den 22 Prüflingen der Spengler haben jeweils 17 die Theorie und Praxis bestanden, Gesamt-Notendurchschnitt war 3,55. 

"Entwickelt Euch zu Typen mit Ecken und Kanten!"

Mit dem Erwerb des Gesellenbriefes habe jeder ein lang ersehntes und hart erarbeitetes Ziel erreicht, so Lambert Axthammer in seiner Rede. Jetzt gelte es in dem "Getriebe von Zahlrädern" eines Betriebes die richtige Position zu finden, damit dieser reibungslos laufe. Dazu seien Fleiß, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Pünktlichkeit sowie Weiterbildung notwendig. "Entwickelt Euch zu Typen mit Ecken und Kanten!" forderte er die Junggesellinnen und Junggesellen auf, "und bleibt dabei". Obermeister Peter Schuhbeck bedankte sich bei Axthammer und den anderen Ausbildern für ihren unermüdlichen Einsatz in der Nachwuchsausbildung, bevor er den Stellvertretenden Kreishandwerksmeister Aigner bat, die Freisprechung vorzunehmen. 

Er freue sich auf diesen Moment, so Aigner, denn es sei für den Bestand eines Handwerks immer wichtig, Nachwuchs zu finden. Mit einer kurzen, feierlichen Formel sprach er dann die Lehrlinge aus den Pflichten der Ausbildung frei und und erhob sie in den Gesellenstand. Vorher aber forderte er sie auf, immer dass zu machen, was sie gerne tun und für wichtig halten. "Nutzen sie Ihren Ehrgeiz und ihr Können zu Ihrem Vorteil!" so Aigner. Sichtlich erfreut nahmen diese unter dem Applaus der anwesenden Freunde, Eltern, Verwandten und Ausbilder den Gesellenbrief entgegen, mit dem sie einen wichtigen Schritt in ihre berufliche Zukunft gemacht habe. 

Was Extremsportler und die Absolventen gemeinsam haben

Bereits etwas weiter gekommen sind die elf Kundendiensttechniker, die von Thomas Pathe, Ausbilder beim Berufsbildungszentrum Traunstein für ihren erfolgreichen Abschluss gewürdigt wurden. Hochinteressant und beeindruckend war der anschließende Vortrag des Extremkletterers und Bergsteiger Thomas Huber von den "Huberbuam" über seine Expeditionen in die heimische Bergwelt und die Bergwelt Asiens. Fleiß, Ausdauer, Präzision, Zuverlässigkeit, Zähigkeit und Selbstvertrauen, alles Eigenschaften, die ein Extramsportler braucht, sind genau so wichtig  im täglichen Berufsleben, so seine Message an die frisch gebackenen Junggesellen. Musikalisch umrahmt wurde die festliche und gleichzeitig sehr gemütliche Feier von der "Haager Schloßturm-Musi", die mit viel Schwung für beste Stimmung sorgte.

von Monika Konnert

Innung für Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik Traunstein/si

- ANZEIGE - 

Zurück zur Übersicht: Landkreis BGL

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT