Europa-Union Berchtesgadener Land

Wieneke: „Europa ist ein Zukunftsprojekt“

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Von links: Helmut Ketzko, David Dziedziol, Dorina Wieneke, Manfred Soraruf, Kristof Hötzendorfer, Stefan Wieneke, Dr. Wolfram Noreisch, Manfred Weißenberger, Hermann Kagerer, Alexander Reich und Franz Werkstetter. Nicht auf dem Foto sind Walter Soraruf und Karlo Renic.

Berchtesgadener Land – Die Europa-Union informiert über eine verjüngte Vorstandschaft und Stefan Wieneke, der als Kreisvorsitzender wiedergewählt wurde. Wieneke übt scharfe Kritik an der Pegida:

Mit einer jüngeren Mannschaft geht die Europa-Union Berchtesgadener Land in die nächsten beiden Jahre. Fünf Mitglieder der neuen zwölfköpfigen Vorstandschaft gehören der Generation U30 an. Für den wiedergewählten Vorsitzenden Stefan Wieneke aus Bad Reichenhall ist dies ein wichtiges Signal, denn „Europa ist ein Zukunftsprojekt“, so der Reichenhaller am Rande der kürzlich in Bad Reichenhall abgehaltenen Jahreshauptversammlung. Deutliche Kritik übte Wieneke an der islamkritischen Bewegung „Pegida“.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte der Vorsitzende der Europa-Union auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. Besonders hob Wieneke dabei die Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Belchatow hervor, wobei ihm hier der Austausch der jungen Leute der wichtigste Aspekt sei. Doch nicht nur die Partnerschaft mit Belchatow, sondern auch der Europatag in der Konzertrotunde oder auch beispielsweise die in Bad Reichenhall von statten gegangene Bezirksversammlung, die Europawahlen und viele andere Dinge prägten das Jahr der hiesigen Pro-Europäer.

Mit einem Dank an die gesamte Vorstandschaft für die tatkräftige Unterstützung rundete Wieneke seinen Vortrag ab. Nachdem Schatzmeister Hermann Kagerer in seinem Bericht die finanzielle Seite beleuchtete, erfolgte auf Antrag des Kassenprüfers Josef Häusl die Entlastung der Vorstandschaft.

Bei den folgenden Neuwahlen wurde Stefan Wieneke im Amt des Kreisvorsitzenden mit einem einstimmigen Votum der anwesenden Mitglieder bestätigt. Der 26-jährige Reichenhaller betonte in seinen Dankesworten, dass der europäische Einigungsprozess ihm eine Herzensangelegenheit sei und er sich auf die Arbeit in den kommenden zwei Jahren daher sehr freue. Als seine Stellvertreter fungieren weiterhin Manfred Weißenberger aus Teisendorf und Manfred Soraruf aus Ainring – auch sie wurden beide einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso wurden Hermann Kagerer als Schatzmeister und Helmut Ketzko als Schriftführer wiedergewählt.

Während der neue geschäftsführende Vorstand also dem bisherigen gleicht, gab es bei den sieben zu vergebenen Beisitzerposten aber einige Änderungen. Mit David Dziedziol, Alexander Reich, Kristof Hötzendorfer und Karlo Renic konnten vier neue Mitglieder für den Vorstand gewonnen werden. Wiedergewählt wurden Dorina Wieneke, Walter Soraruf und Dr. Wolfram Noreisch. Franz Xaver Werkstetter steht dem Vorstand als Ehrenvorsitzender kraft Amtes weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Die Kassenprüfer Josef Häusl und Roman Niederberger wurden von der Jahreshauptversammlung mit der Fortführung ihrer Aufgaben betraut.

Stefan Wieneke bedankte sich bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement und freute sich zugleich auf die Arbeit mit der neuen Vorstandschaft. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man ein erfahrenes, junges und dynamisches Team zusammenbekommen habe – was „angesichts der enormen Herausforderungen in 2015 auch benötigt wird“, so Wieneke. Da die Akteure neben parteilosen auch aus Mitgliedern der CSU, SPD, FWG, FDP und ÖDP bestehen, sei die Überparteilichkeit der Europa-Union laut Wieneke belegt. „Jeder, der eine proeuropäische Gesinnung hat ist bei uns recht herzlich willkommen“, fügte er hinzu.

In einem ersten Schreiben an die Mitglieder übte der Vorsitzende deutliche Kritik an der islamkritischen Bewegung „Pegida“. Das 20. Jahrhundert habe auf traurige Art und Weise gezeigt, wozu Stimmungsmache gegen Menschen anderer Herkunft, anderer Kultur und auch anderer Religion führen könne. Vor diesem Hintergrund halte er die aktuelle Entwicklung für so wörtlich „brandgefährlich“ und appellierte an die seine Mitstreiter: „Wir überzeugte Europäer sollten unsere Stimme dagegen erheben und für den Erhalt dessen kämpfen, was wir uns in den letzten Jahrzehnten mühevoll und gemeinsam aufgebaut haben: Ein friedliches Europa, in dem Menschlichkeit, Toleranz und Miteinander großgeschrieben werden.“

Pressemeldung der Europa Union Berchtesgadener Land

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