Neuer EuRegio-Präsident Konrad Schupfner aus Tittmoning

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der EuRegio ist ein wichtiger Baustein für Europa

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Johann Hutzinger (li.) gratuliert zur einstimmigen Wahl und übergibt das „EuRegio-Zepter“ an seinen Nachfolger als EuRegio-Präsident, Konrad Schupfner, Bürgermeister der Stadt Tittmoning im Landkreis Traunstein.

Berchtesgadener Land - Rund 80 Mitglieder und Ehrengäste konnten EuRegio-Präsident Bürgermeister Johann Hutzinger (Bergheim) und Vizebürgermeister Johann Stemeseder beim 41. EuRegio-Rat am vergangenen Dienstag in der Gemeinde Berndorf begrüßen.

Neben der Befassung mit den Themen „INTERREG V A Österreich/Bayern“, „Magistrale für Europa“ und „Brexit“ stand auch die Neuwahl des EuRegio-Präsidiums auf der Tagesordnung.

Alle vier Jahre wechselt die Präsidentschaft in der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein zwischen der Salzburger und der bayerischen Seite.

Nachdem die vierjährige Amtszeit auf Salzburger Seite, die von den Bürgermeistern Emmerich Riesner (Neumarkt am Wallersee) und dann Johann Hutzinger ausgefüllt wurde, zu Ende ging, wählten die Mitglieder der EuRegio nun einstimmig Konrad Schupfner, den Bürgermeister der Stadt Tittmoning (Landkreis Traunstein), zum neuen EuRegio-Präsidenten.

Neuer Vizepräsident ist Bürgermeister Norbert Meindl aus der Pinzgauer Marktgemeinde Lofer. Einstimmig wählte der EuRegio-Rat aus seiner Mitte auch die weiteren Präsidiumsmitglieder: Gemeinderätin Hannelore Schmidt (Stadt Salzburg), die Landräte Siegfried Walch (Landkreis Traunstein) und Georg Grabner (Landkreis Berchtesgadener Land), Bezirkshauptmann Reinhold Mayer (Salzburg-Umgebung), sowie die Bürgermeister Josef Flatscher (Stadt Freilassing), Johann Mühlbacher (Gemeinde Anthering) und Hans Feil (Stadt Laufen).

Die Salzburger Europa-Abgeordnete Claudia Schmidt informierte den EuRegio-Rat über die Diskussionen sowie die aktuellen Entwicklungen rund um den Brexit. Fazit: trotz Brexit ist die Stimmung bei den anderen 27 Mitgliedstaaten gut und man wird bestmöglich mit der Situation umgehen.

Bürgermeister Johann Hutzinger und Landrat Siegfried Walch führten die EuRegio von Juni 2014 bis Mai 2017. Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Oberbayerns Regierungspräsidentin Brigitta Brunner in ihren Grußworten und der neue EuRegio-Präsident Schupfner würdigten die Verdienste Hutzingers und Walchs für die weitere Entwicklung der EuRegio.

In ihrer Amtszeit wurden im EuRegio-Rat wichtige gesellschaftliche Themen wie die Asyl- und Flüchtlingssituation oder die Gesundheitsversorgung sowie im Rahmen des EuRegio-Gipfels insbesondere verkehrspolitische Weichenstellungen wie EuRegioBahnen, Salzachquerungen, ein zukünftiger EuRegio-Verkehrsverbund oder ein Radschnellweg Salzburg-Freilassing beraten.

Viele kleine und große Projekte, die sehr oft auch aus dem EU-Förderprogramm INTERREG unterstützt wurden und werden, konnten auf den Weg gebracht werden. Dazu zählen die Burgenkooperation Tittmoning/Golling, die EuRegio-Genuss-Radtour, der SalzAlpenSteig oder das EuRegio-Sicherheitssymposium genauso wie die Fortführung euRegional wichtiger Aktivitäten wie etwa der Berufs-Info-Messe BIM, der grenzüberschreitenden Betriebsbesuche im Rahmen des EuRegio Dialogs oder des Einsatzes für den Ausbau der Hochleistungsbahnstrecke Magistrale für Europa.

Der neue EuRegio-Präsident Konrad Schupfner war sich mit seinem neuen Präsidium, aber auch dem gesamten EuRegio-Rat einig, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf Ebene der EuRegio ein wichtiger und positiver Baustein für den Zusammenhalt im Europa von heute ist.

Er appellierte in diesem Sinne an die Versammlung, sich verstärkt für grenzüberschreitende Projekte einzusetzen, und bat die EU-Abgeordnete Claudia Schmidt, in Brüssel für einen Fortbestand des INTERREG-Programms auch an der deutsch-österreichischen Grenze nach 2020 aufzutreten.

Pressemitteilung EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein

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