Größere Schadenslagen mit erhöhtem Koordinierungsbedarf

Einsatzleiter bei 115 Einsätzen gefordert

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Zwölf ehrenamtliche Rotkreuzler rücken bei größeren Schadenslagen mit erhöhtem Koordinierungsbedarf an der Einsatzstelle mit aus und unterstützen ihre Kollegen vor Ort.

Berchtesgadener Land - Die vom Roten Kreuz gestellten ehrenamtlichen Einsatzleiter Rettungsdienst und Organisatorischen Leiter waren 2019 bei insgesamt 115 Einsätzen im Berchtesgadener Land gefordert.

Die Pressemeldung im Wortlaut

Die vom Roten Kreuz gestellten ehrenamtlichen Einsatzleiter Rettungsdienst (EL-RD) und Organisatorischen Leiter (OrgL) waren 2019 bei insgesamt 115 Einsätzen im Berchtesgadener Land gefordert, darunter vor allem Brände, größere Verkehrsunfälle und andere komplexere Schadenslagen mit mehreren Betroffenen, Verletzten und erhöhtem Koordinierungsbedarf an der Einsatzstelle.


110 EL-RD-Einsätze fanden 2019 statt; insgesamt fünfmal war der OrgL zusammen mit einem Leitenden Notarzt (LNA) als Sanitätseinsatzleitung (San-EL) gefordert. 29 Einsätze waren im Gemeindegebiet von Bad Reichenhall, 15 in Freilassing, elf in Teisendorf, jeweils acht in Ainring und Berchtesgaden, sieben in Anger und Bischofswiesen, sechs in der Schönau, fünf in Laufen, vier in Piding, jeweils drei in der Ramsau und Schneizlreuth, zwei in Saaldorf-Surheim und jeweils einer in Marktschellenberg und Bayerisch Gmain.

Die meisten Einsätze waren tagsüber am Mittag und Nachmittag in der Zeit zwischen 12 und 18 Uhr (54) und am Morgen und Vormittag von sechs bis 12 Uhr (30); in der Nacht zwischen 18 und 22 Uhr (14) und 22 bis 6 Uhr (12) war weniger los. 19 Einsätze waren an Samstagen, gefolgt von Dienstagen (18), Donnerstagen und Freitagen (jeweils 16), Sonntagen (15), Montagen und Mittwochen (jeweils 13).


Den Dienst leisten die in speziellen Lehrgängen zusätzlich qualifizierten Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter komplett ehrenamtlich, um ihre Kollegen bei größeren Schadenslagen an der Einsatzstelle zu entlasten und zu unterstützen und eine optimale Versorgung von Betroffenen und Verletzten sicherzustellen. Die derzeit zwölf Einsatzleiter organisieren sich untereinander in einem Dienstplan. Sie fahren mit Blaulicht und Martinshorn an die Einsatzstelle und haben als qualifizierte Helfer Ausrüstung zur Erstversorgung von Notfall-Patienten auf ihren Dienstfahrzeugen dabei, darunter auch Frühdefis, und können vor Ort die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt mit lebensrettenden Maßnahmen überbrücken.

Ausbildung und Ausrüstung werden nur teilweise durch die Kostenträger finanziert, so dass der BRK-Kreisverband eigene Mitteln und Spenden der heimischen Bevölkerung zuschießen muss, die damit wieder direkt der Sicherheit in der Region zu Gute kommen. "Vielen Dank an alle unsere ehrenamtlichen Einsatzleiter, die sich das ganze Jahr über für die größeren Einsätze fortbilden und bereithalten, rasch ausrücken vor Ort die oft schwierigen Einsätze leiten und damit entscheidend zu einer optimierten Abwicklung beitragen!", lobt BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz.

Pressemitteilung BRK BGL

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